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G

G vgl. auch K

gaa, V. tr.; gehen [Id. 2/1]; Komposita: ap- (sterben bei Tieren), fort-, mit-, vorr-, wägg-,

Gabil, N. m.; Gabel, gegabelte Sache, z.B. Kuhhörner, Gabilhooru, Astwerk [Id. 2/61]

Gabla, N. f.; Gabel, Mischtgabla, Mistgabel;  Hewwgabla, Heugabe; Lattgabla, Ladegabel, die Mistgabel ist schmäler und und ihre vier (bei der Heugabel meistens 3) Zinken stehen viel näher zusammen [Id. 2/61]

gabli, Adj.; gegabelt [Id. 2/61]

Gäbil, N. m; Name für eine Kuh, deren Hörner senkrecht in die Höhe stehen [Id. 2/62]

Ggagg, N. m.; Kot, Ausscheidung [Id. 2/165]

ggaggu, V, tr.; kacken, koten, scheissen [Id. 2/165]

Gäälta, f; Zuber, Gelte [Id. 1/249; Gr 15]

Gaartuhüss, N. n; Gartenhaus

Gaartutiri, f; Gartentüre

Gäärb, N. m; Form, Käseform [Id. 3/68]

Gäärbchees, N. m.; Gerbkäse, Käse von einem Gerb geformt vgl. Gäärb

Gabine, N. n; Abort, Toilette

Gädi, N. n; Gaden, Stall

Gadupfeischter, N. n; Gaden-, Stallfenster

Gadupoort, N. f; Gaden, Stalltüre

Gadutiri, N. n; Gaden-, Stalltüre

Gabilla, Gafolla, N. f; Tragräf, Rückentraggerät für Holz, Reisig [Id. 2/127]

Gabine, N. n.; WC, Toilette; vgl. Abort, Abtritt, Schiissa, Schiishüss, Twalett; vom Franzöischen "Kabinett", kleines Zimmer [Id. 3/98]

Ggäff, N. m.; Lücke, Verschnitt im Haar; schii heint mu an leide Gäff üssa gschoru, sie schnitten ihm eine hässliche Lücke aus dem Haar[Id. vgl. Gäff, einfältiger tölpelhafter Mensch, 2/127; WB, 15.12. 10; S. 11]

Gafolla, f; Tragräf

Gagga, N. f.; Kot, menschlicher Kot [Id. 2/165]

Gagol, N. f.; Gagel, Kotklumpen z.B. Geissgagol, Müüsugagol [Id. 2/138 ]

gaggu, V. intr.; kacken, Stulgang, scheissen, ich ha in du Stall gigaggot, ich habe in den Stall gestuhlt [Id. 2/166]

Ggaaji, N. n.; schmutziges, dreckiges Kind [F.I.]

Galletsch, N. m.; eine hagere, grosse männliche Person; dass ischt an moorts Galletsch, das ist eine riesige, hagere männliche Person [IA, II/1980, 35]

gaalt, Adj.; galt, keine Milch gebend [Id. 2/236]

Gang, N. m; Gang, Korridor

gäng, Adv.; oft, immer wieder, ich ha gäng längi Ziit, ich habe oft Heimweh [Id. vgl. 2/356,II]

Gangwäärch, N. n.; Gehwerkzeug, Füsse  [Id. 16/1203]

Ganilla, N. f.; Zimt, Gewürz von franz. canelle

Gano, N. m.; Stock, Spazier-, Hüterstock, manchmal tautologisch als Ganustäckobezeichnet [Id. 3/303]

Ganustäcko, N. m.; Spazier-, Hüterstock vgl. Gano

Gänter, N. n; Verschlag, Raum

Gäärb, N. m.; vgl. auch Jäärb, Käseform aus Holz, in du Gäärb chunt der frisch Chees zum tricku, in die Käseform legt man den frischen Käse zu pressen [Id. 3/68; IA, I/1983, 36]

gäärbu, V. tr.; erbrechen, kotzen [Id. 2/448]

Gaarla, N. f.; Bärentraube

garrippot, Adj. (Partizip); gerippt, mit Rillen versehen; d Schüesole sind garripoti; die Schuhsolen sind gerippt [WB, 15.12.10, S. 11]

G(g)ääschi, N. n.; Haus, Hütte, meist alt und verlassen, heute im peiorativen Sinne gebraucht [Id. 2/469; IA II/1976, 36]

Ggaschi, N. n.; 1. Schwein vgl. im Goms auch Haschi 2. unsaubere Peron: Sauniggil [Id. 2/479] vgl. Ggoschi

Gaschtstuba, N. f; Gaststube

Gattersaaga, N. f.; Gattersäge, spezielle Sägereikonstruktion bei der das Sägeblatt in ein Holzgestell (Gatter) eingespannt wird; Gatter: in Sägemühlen der Rahmen aus Balken in dem das Sägeblatt sich auf und ab bewegt [Id. vgl. Gatter, 2/496 4b]

Gäwtschger, m; Firststein, Dachkronenstein [Gr. 88]

gäwtschgu, V. itr. bellen, jaulen, reklamieren; i bi dum Hund uff du Schwanz giträtto, häi, het der giggäwtschgot, ich bin dem Hund auf den Schwanz getreten, hei, hat der aufgeheult [IA, II/1980, 36]

Geifetsch, N. m.; Nebel; in dem Geifetsch het mu niggs gsee, in dem Nebel sah man nichts [Id. 2/129; IA I/1980, 43]

geifetschu, V. intr.; nasskaltes Wetter mit treibendem Nebel; hiitu tüets der ganz Tagg geifeschtu, heute herrscht den ganzen Tag nebliges, nasskaltes Wetter [Id. 2/129; IA I/1980, 43]

Geisla, N. f.; Geissel, Stock mit Lederband zum Hüten des Viehs, Peitsche [Id. 2/465]

Geiss, N. f; Ziege [Id. 2/454]

Geissalpa, N. f; Ziegenalpe

Geissbaarma, N. f; Futterkrippe für Geissen

Geisschees, N. m; Ziegenkäse

Geisshirt, N. m; Ziegenhirt [Id, 2/1648]

Geissstall, N. m; Ziegenstall

Geisstriichja, N. f; Ziegenglocke, Ziegentreichel

Geisstritt, N. m.; vgl. Hännutritt, Mutermal auf dem Kreuz des Rindviehs, gild als gutes Milchzeichen [Id.14/1525]

Ggeita, N. f.; Schaukel, Wippe [Id. 2/505; IA, II/1980, 36]

ggeitu, V. intr.; schaukeln, auf und niederschaukeln, wippen; d Jungini tient voorna uff dum a Lädi ggeitu, die Kinder schaukeln draussen auf einem Brett [Id. 2/505; IA, II/1980, 36]

Ggeijo, N. m.; unschlächtiges Tier, unschlächtiger Mann [F. I]

Gelta, vgl. Gäälta, N. f.; Tränkgefäss, Zuber, Holzgefäss [Id. 2/282]

Gepsa, N. f; Aufrahmgefäss, Bottich

Gestillu, Orstname; Niedergesteln

Gfrääss, N. n.; Fresse, Maul, aber auch ein hässliches Gesicht [Id. 1/1319]

ghoset, Adj.; "behost", 1. starke Schenke besitzen; 2. bei der Kuh, wenn sie bis zum Euter hinunter gut mit Fleisch gepolstert ist [Id. 2/1698]

gibäru, V. tr.; gebären [Id. 14/1486]

Gibil, N. m.; Giebel

Gibilgwätt, N. n.; Eckverkämmung am Giebel [Id, 2/97,2]

Gibiss, N. n.; Gebiss, ... ds Gibiss wäxlu, das Gebiss wechseln = undeutlich, unklar Reden [Id. 4/1695]

giiferlu, V. Intr.; ganz wenig schneien [Id. 10/6]

Giigger, N. m.; Geschlecht des Mannes, Hodensack und Pennis [Gr. 88]; dazu die Redaktion des Idiotikons: s. Gīger (Band II, Spalte 152), Bedeutung 6: «penis puerorum»

giggerhert, Adj. (grob) steinhart, (vermutlich in machoistischer Selbstüberschätzung - beinhart) vgl. hert [Id. 2/1641]

giigrigg, Adj.; 1. ungeduldig, nervös; 2. sexuell erregt

Gilihüsine, N. n.; hornussenähnliches  Mannschaftsspiel im Goms

gilihüüsinu, V. intr.; das hornussenähnliche Manschaftspiel spielen

ggintillu, V. tr. einen Eisenkeil mit Ring an einem Baumstamm befestigen, meistens, anggintillu, vgl. Guntol/Guntil [Id. vgl. Guntel,  2/381; IA, II/1980, 36]

Gintschett, N. n; Türgriff, Türklinke [Id. 2/376]

gippugglot, Adj. (Partizip); gebuckelt, holprig, mit kleinen Hügeln versehen; dass ischt de an gippuglotti Straas, das ist denn eine unebene, holprige Strasse [Id. 4/1090]

Giretsch, N. m.; Eberesche, Vogelbeere  (Sorbus aucuparia) ein typisches walliserdeutsches Eigenwort, das auch in vielen Walsergebieten vorkommt [Gr. S. 95]

ggiissu, V. intr. kreischen, einen schrillen, durchdringenden Schrei ausstossen, gellen; stossweise; kreischend singen; in hohem Tone rufen, mit schreiender Stimme sprechen; bes. vor Schmerz oder Schrecken aufschreien; [Id. vgl. günsen 2/375]

ggischtru, V. intr. herumstöbern, kleine Tätikeiten verrichten

Gitsch, N. m; die Küchen-, Haushaltsarbeit [Id. 2/542]

gitschu, V. intr. Küchen- und Haushaltsarbeit machen [Id. 2/542]

Ggiwwil, N. m.; eine grosse, nicht gerade schöne Kuh, oft zusammen mit dem Adjektiv frech; a fräche Ggiwwil, ein frecher "Haken" (freche KuH) [Id. 2/505; IA, II/1980, 36]

Gjäiss, N. n.; Gejammer, Lärm [Id. 3/71]

Gjufil, N. n.; Gehetze, Hast, von juflu; Ich ha dischi Taaga as moorts Gjufil, ich habe diese Tage ein schreckliches Gehetze (viel zu Tun) [Id. 3/15, vgl. jufeln; IA, I/1983, 36]

Gläff, N. n.; derb für Maul, Mund; hab doch ds Gläff züe, halt den Mund [Id. vgl. Läff3/1110]

gläffe, V. intr.; auf unziemliche Weise, frech umherblicken; starr, verblüfft dreinschauen, glotzen, mit ausdruckslosen Augen um sich blicken [Id. 3/1111]

Glangga, N. f.; Schaukel, Kinderschaukel [Id. 2/632; IA, II/1980, 36]

glanggu, V. intr.; 1. hin und her schwanken, torkeln; geschter het er rächt giglanggo, wenn er isch heimhoch; gester ist er stark herumgetorkelt, als er heimkam, 2. schaukeln als Spiel [Id. 2/632; IA, II/1980, 36]

gleichu, V. tr.; die Gelenke biegen [Id. 2/592]

Gginta, N. vor allem im Pl. Laune, Stimmung, Unart [Id. 2/384]

Glotz, N. m.; 1. Glotz, Luke [Id. 3/1568]; 2. im Pl Glotza, Augen; äss bringt hiitu di Glotza ammaal wider nit üff, er bringt heute die Augen mal wieder nicht auf.

Glinggil, N. m.; schlacksiger, ungeschickter Kerl

Gmach, N. n.; Gemach, Gebäude [Id. 4/17]

Gmeindhiischi, n; Gemeindehaus

gniidu, V. tr.; sich um etwas streiten, zwei Menschen bewerben sich um dasselbe  [IA I/1976, 38]

Gnick, N. n.; Genick, Nacken [Id. 4/713]

Ggojung, N. m.; Wüstling, unsauberer Mann, vgl. Goschung,

Ggorro, N. m.; knorriges, astiges Holzstück, mit dum a Ggorro Holz naaschaltu, mit einem knorrigen Holzstück nachschalten, Holz nachlegen [IA, I/1980, 43]

ggöüzu, V. intr. 1. schwanken, Wellenbewegungen machen, bes. wenn dabei ein klatschender, plätschernder Ton entsteht; plätschern, wie bei einem Platzregen, stark regnen; von dem Geräusch, das entsteht, wenn ein Stück Brod in eine Tasse Milch fällt; 2. tran.  in Flüssigkeiten rühren, sie in schwankende, plätschernde Bewegung bringen, z. B. beim Tragen eines Gefässes, beim Herumrühren in einer solchen, so dass sie gussweise herausschlägt; von einem kleinen Kind im Bade; Flüssigkeit wiederholt aus einem Gefäss in ein anderes schütten, wobei ein guter Teil nebenaus fällt, [Id. 2/560]

Ggoschi, N. n.; Schwein, Sau [Id. vgl. Gosch, 2/480]

Ggoschscha, N. f.; 1. derb für Mund; 2. schmutzige, freizügige, unsittliche Frau (Ausschnitt, Rocklänge); weli Ggoschscha, welch ein Ferkel oder welch ein Luder [Id. 2/481]

Ggoschung, N. m.; Wüstlingn,s Sauniggel, schmutziger, unsittlicher Mann [Id. 2/482]

Goona, N. f. Wasserschöpfgefäss (oval, mit langem Griff) [Id. vgl. goonu 2/232]

graaggersch gaa, stehende Formel: zu Grunde gehen; die Redaktion des Idiotikons meint dazu: diese Wendung fehlt im Idiotikon, vgl. aber den Eintrag grāggeⁿ (Band II, Spalte 725), Bedeutung 1: «kriechen, schleichen»

Gragg, N. n.; Baumflechte, gemeine Bartflechte  [Id. vgl. Rag, 4/715; IA, II/1980, 36]

Ggreis, N. n.; Gereise, Einrichtung, Anordnung, Anstalt, Organisation; a fii as nätts Greis hescht da wider ammaal zwägg, eine eigenartige Einrichtung hast du da wieder einmal errichtet  [Id. 6/1297]

Greischa, N. f.; Maul von Mensch und Vieh, grob, Gesicht [Id. 2/759]

Gretza, N. f.; 1. Reisig, Zweig; 2. Zuchtrute [Id. 2/836]

Greewjeta, N. f.; Gewimmel [Gr. 97]

greewju, V. intr.; wimmeln; da hets va Güege nummu a soo gigreewjot, da hat es von Käfern nu so gewimmelt [Gr. 97]

Griff, N. m.; 1. Griff, aktiv das Zugreifen; 2. Griff, passiv Vorrichtung zum Greifen; 3. Weiche, Lende bei der Kuh, dort, wo gegriffen wird, ob die Kuh genügend Fett angesetzt hat [Id. 2/709]

Griiffla, N. f.; Peiselbeere, meist nur im Pl. Griiffle, [Id. 2/722]

Grint, N. m.; 1. Ausschlag, eitrige Geschwulst; 2. derb für Kopf, Kopf bei Tieren; 3. Sinn, Meinung; Der Wiibergrint choschtot as Ziitrint. Der Weibersinn kostet ein Rind. Hat zwei Bedeutungen: einerseits ist es sehr teuer, einen Frauenkopf zu schmücken, andererseits können Meinungen und Wünsche der Frauen arg ins Geld gehen. [Id. 2/760]

Griwtschi; N. f.; eine kleine Menge, von der Farbe "Grau" an Griwtschi Schnee, eine Gräue Schnee, nur gerade grau geworden) vgl. auch an Graawi [F.I.]

Gronggo, N. m.; 1. knorriges, astiges Stück Holz, Baumstrunk mit Wurzlen; 2. harter Stuhl, harter, wurstartiger, dicker Kot  [Id. 2/781]

Grüebji, N. n.; kleine Grube, Vertiefung im Genick der Kühe [Id. 2/692]

grüppu, V. intr.; kauern, hocken [Id. 2/789]

Grüüso, N. m.; ein Bisschen, eine kleine Menge; äss gunnt mu kchei Grüüso, er/es gönnt ihm kein Bisschen [WB, 28. 2. 2011; 8]

grüüsu, V. intr.; 1. grausen, fürchten, ekeln, Angst haben, mier grüüsot vor dum Güego, mir fürchte vor diesem Käfer ; 2. schwindeln, mier grüüsot am Niwäärch, mir wird am Neuwerk (sehr exponierte Wasserleite aus dem Baltschiedertal) schwindlig [Id. 2/808]

Gguschbett, N. n; Couchebett

Ggüütschi, N. n; Schubladenbett, Schiebebett

Ggüütschibett, N. n; Schubladenbett, Schiebebett

Ghoornoti, N. n; die Gehörnten; wird fast nur im Plural verwendet, als Substantivierung des Adj. ghoornots, gehörnt

giblaats, Adj.; gebläht

Gibil, N. m; 1. Giebel; 2. Einwurf [Id. 2/97]

Gibilgwätt, N. n.; Eckverkämmung

Gibilloch, N. n; Einwurf,Heueinwurfloch

Gibilwant, N. f.; Giebelwand, Stirnseite [Id. 16/354]

ggiifru, auch giiferlu, V. intr.; leicht schneien, flöckeln; uss dum Näbil tüets liecht giiferlu, aus dem Nebel schneit es leicht [Id. vgl. Giifer 2/130; IA, II/1980, 35]

Gilla, N. f; Pfütze, Teich

Giltsteiofo, N. m; Giltsteinofen

Gginta, N. f.; kommt fast nur im Plural Gginte vor; Launen; dier wili de di Gginte schoo no üüstriibu, dir will ich dann solche Launen schon noch austreiben [Id. vgl. Günten, 2/384; IA I/1980, 43]

ggintisch, Adj.; launisch, schlecht gelaunt, abweisend; was bischt de hiitu ver an ggintische Nool, was bist du den heute für ein launischer Kerl [Id. 2/129; IA I/1980, 43]

gitäppisch, Adv. hässig, entzürnt

Giteil, N. n; Anteil, Geteilen

gitotzjinot, Adj.; Partizip von totzjinu; 1. in Stücke geschnitten, gitotzjinotte Späck, in Würfel geschnittener Speck; 2. kariert, as rotwiiss gitozjinots Tischtüech, ein rotweiss kariertes Tischtuch [Id. vgl. 13/2274]

Gittertiri, N. f; Gittertüre

Gitzibaarma, N. f; Futterkrippe für Zicken

Gitzistall, N. m; Zickenstallspielin, Spielgenossin  [Id. 10/168; IA, II/1980, 36]

Gläck, N. n; Viehfutter (Mineralien und Getreide)

Gläcktag, N. m; Lecktag, Schaffütterung

Gläcktricka, f; Getreidetruhe (Futtergetreide)

glaffus, Adj.; betrunken, besoffen, am moorgunt im Drii ischts glaffus heimcho, morgens um Drei ist er betrunken nach Hause gekommen [Id. vgl. läferen, 3/1108]

Gläger, N. n; Bett,Viehläger

Gländer, N. n; Geländer

glandrig, Adj.; anhänglich, auf Menschen und Tier anwendbar; an glandrigi Chatz, ass glandrigs Chind, eine anhängliche Katze, ein anhängliches Kind [Id. 2/631; IA, II/1980, 36]

Glänkpfanna, N. f; Gelenkpfanne

glatt, Adj. glatt, gleichmässig, z.B. von dem Teile des Strumpfes, der aus lauter rechten, nicht durch linke («lëtze») unterbrochenen Maschen besteht, von Geweben: einfach, ohne «Bild», auf beiden Seiten gleich aussehend, 'glatter Zettel' = einfarbiger Z. [Id. 2/552]

glattwiiss, Adj. glattweiss, rein weiss vgl. glatt

Glasschaft, N. m; Glasschrank

glettu, V, tr.; plätten, bügeln

Glogga, N. f; 1. Glocke, 2. Treichel, Kuh-, Schaf- oder Ziegenglocke  [Id. 2/609]

Gloggugiesser, N. m.; Glockengiesser, Handwerk [Id. vgl. Gloggenmacher, 4/51]

Glogguriemmo, N. m.; Glockenriemen [Id. 6/908]

Gloggustuba, N. f; Glockenstube

Glotz, N. m; 1. Loch, Aussparung, Guckfenster; 2. Auge, Blick [Id. 3/1568]

Glugga, N. f.; Gluckhenne [Id. 2/620]

Glunto, N. m.; Pfütze, Teich; dass isch kchei richtige See, dass ischt nummu soo an Glunto, das ist kein richtiger See, das ist nur so eine Pfütze  [Id. 2/384]

Glutto, N. m.; Tümpel,  Pfütze, Teich [Id. 2/655]

Gmach, N. n.; Gebäude, Kate, kleines Haus; häufig nur im Dim. Gmachji [Id. 4/17]

Gmeihüss, N. n; Gemeindehaus, Ratshaus

Gmeindhüss, N. n; Gemeindehaus, Ratshaus

Gmeitrüüch, N. m; Gemeindetrunk, Versammlung

Gmiessplatta, N. f; Gemüseplatte

Gnaadukapälla, N. f; Gnadenkapelle, Walfahrts-,Votivkapelle

Gnäpper, N. m.; 1. Bohrer; 2. altes, wackeliges Männchen, dass ischt an aarme Gnäpper, es ist ein armer Wackelgreis; 3. Penis [4/771]

Gnaat, N. f. Gnade; stehende Formel: z Gnaadu liitu, Totengeläute, vgl. auch z Änd liitu, [Id. 2/659]

Ggojung, N. m.; vgl. Ggujung; unsauber arbeitender Kerl, "Sauhund"

goolu, V. intr.; miteinander spielen (z.B. zwei Kätzchen), kämpfen, ohne das es Ernst wird; schii goolunt mitenand, sie kämpfen spielerisch miteinander [Id. 2/214; IA I/1980, 43]

Golt, N. n.; Gold, Metall; äss ischt nit alles Golt, wa gläzt; es ist nicht alles Gold, was da glänzt (VS; Sprichwort, 48) [Id. 2/224]

ggooru, V. reflexiv, sich eckeln (vor allem vor Schmutz); das tüet mi grad asoo ggooru, das eckelt mich geradezu [IA I/1980, 43, ev. franz. écoeurer]

ggoru, V. intr.; wühlen, bohren; d Nasa ggoru, in der Nased bohren [Id. 2/408]

Gotteshüss, N. n; Gotteshaus, Kirche, Kapelle

Gottesji, N. n; Andachtswinkel

Göüch, N. m; 1. Tor, Narr, 2. Schimpfname für männliche Personen; du bischt an fleete Göüch; du bis ein reiner Esel, Narr  [Id. 2/103; IA, II/1980, 35]

Göüchheit, N. f.; Vernarrtheit, Leidenschaft; das het an enns, Göüchheit dra vertribu, er hat sehr viel Leidenschaft in die Sache gesteckt [Id. 2/103; IA, II/1980, 35]

göüchlig, Adj.; in jemanden vernarrt sein, Mädchen, das gern Buben sieht; welis göüchligs Schnaari, welch vernarrtes Mädchen [Id. 2/108; IA, II/1980, 35]

Göüchligi, N. f.; Vernarrtheit [Id. 2/108; IA, II/1980, 35]

Ggöüggol, N. m.; der Ggöüggol triibu; Gauklertum, Spass treiben, wir immer im Zusammenhang mit "treiben" verwendet; äss tüet mit de Junginu der Ggöüggol triibu, er spasst, gaukelt mit den Kindern rum [Id. 2/170; IA, II/1980, 35] vgl. auch Ggulaars triibu

ggöügglu, V. intr.; gaukeln, necken, spassen; den Narren, Hanswurst und Geck machen; äss tüe mit de Junginu göügglu, er tollt mit den Kindern herum [Id. 2/174; IA, II/1980, 35] 

Ggoschi vgl. Ggaschi

Grabo, N. m; 1. Graben, 2. Kotgraben

Grabuholzji, N. n; Viehlägerendbalken, Grabenbalken

gräch, Adj.; fertig, bereit, gräch sii, fertig sein, am Ende sein, übertrieben auch fürs Sterben [Id. 4/106; IA, II/1976, 37]

grächu, V. tr.; zubereiten, vorbereiten, ich grächu ds Mittag, ich bereite das Mittagessen zu [Id. 4/108; IA, II/1976, 37]

ds Graaggersch gaa, Redensart, zu Grunde gehen; das Vogilti geit de afa ds Graaggersch, der Vogel geht fast sicher zu Grunde, stribt [IA, I/1980, 43]

graggli, Zusammenzug aus grat glii, gerade gleich, Adv. 1. egal, gleich, äss gsee immer no gragglii üss, er sieht immer noch genau gleich aus; 2. gleichwohl,  das müescht graggli machu, das musst du trotzdem machen [Id. 2/593; IA, I/1977, 41]

Gräischa, N. f.; grob, abschätzig für Mund und Mundpartie, verzogener Mund; weli Gräischa machscht de hiitu, welche Miene machst du heute [IA, II/1980, 35]

gräischu, V.; gemächlich grasend; ds Vee geit jetz a soo nät gräischundu verambrüf, das Vieh geht jetzt so schön grasend den Hand hinauf [IA, II/1980, 35] aber auch für Menschen: naschen; hescht du va dem Broot drabgigräischot, hast du von dem Brot weggenascht.

graamu, V, intr.; krabbeln, kriechen, wimmeln; an Güego graamot mer uber d Hand,ein Käfer krabbelt mir über die Hand  [Id. 2/732]

Ggrampoll, N. m.; Lärm, Krach; wells macht de im Unnertach soo an Grampoll, wer macht denn im Estrich einen solchen Krach [Id. 2/739]

grassgrie, Adj. 1. Farbe, grasgrün; 2. Reifezustand, unreif [Id. 2/751]

graaw, Ajd.; 1. grau; 2. schimmlig, der Chees het gigrawet, der Käse wird schimmlig [Id. 2/830]

graawe, V. intr. 1. grau werden, ab Sächsg hets de tiitli afa graawe, nach Sechszig begann er deutlich grau zu werden; 2. schimmeln, der Späck graawet, der Speck schimmelt [Id. 2/832]

Grätscha, N. f.; der Schritt, die gespreizten Beine; wennt di Grätscha machscht, de magscht de ds Bodu; wenn du weit grätschst, kanns du den Boden berühren [Id. vgl. grätschen  2/829; IA, II/1980, 35]

grätschu, V. tr.; die Beine spreizen [Id. 2/829]

Gräwwtschgi, N. n.; auch Gräwwtschgeta, vgl. auch Greewerli, von "grau" ein leichter Schneefall, nur soviel, dass die Lanschaft grau ist; hiitu hets nummu as Gräwwtschgi gschniit, heute hat es nur sehr wenig geschneit [Id. vgl. graw 2/830; IA I/1980, 43]; das nächste Mass für die Schneehöhe ist dann an Miischuchnewweta = Maus kniehoch; gibt es recht viel Schnee spricht man von ar Chneewweta = Knie hoch

greemju, V. intr.; kribbeln (von gramen, krabbeln von Tieren); ich ha a soo as gschpässigs Greemju inn miiner linggu Hand, ich habe so ein eigenartiges Kribbeln in meiner linken Hand [Id.vgl. gramen, 2/732; IA I/1980, 43]

Greemju, N. n.; Kribbeln (von gramen, krabbeln von Tieren); ich ha a soo as gschpässigs Greemju inn miiner linggu Hand, ich habe so ein eigenartiges Kribbeln in meiner linken Hand [Id.vgl. gramen, 2/732; IA I/1980, 43]

Greewerli, N, n.; Schneehöhenmass, nur ein Grauton viel Schnee vgl. Gräwwtschgi

Grichtsstuba, N. f; Gerichtsstube

Griff, N. m; Griff,Henkel

Grieggolla, N. f.; gabelartiges Holzstück, knorrig, verastet; was hescht de daa ver an Grieggolla in diinum Gaartu, was hast du denn da für einen Krüppelbaum in deinem Garten [IA, I/1980, 43]

Griima, N. f.; wird nur im Plural Griime verwendet; Schauder, Gänsehaut; daa geent einum die Griime, da bekommt man Gänsehaut [IA, II/1980, 35]

Grippolla, N. f.; Astverzweigung, wurden z.B. als Tischbeine (Dreifachverzweigung) oder zur Herstellung von Rückentraggeräten, Gafolla, verwendet. [WB, 15. 12. 10, S.11]

Grisch, N. m; I. Kleie; II. schwarzweiss geflecktes Schaf

Grischbroot, N. n; Kleiebrot

Grischmäll, N. n; Dinkel, Dinkelgrüze

grischmot, Adj.; auch gigrischmot,  gesprenkelt; gigrimotti Öügu, gefleckte, gesprenkelte Augen.

griischmocht, Adj.; vermutlich mit grischmot verwandt, gesprenkelt, wird für den Honig verwendet, wenn er zu kristallisieren beginnt; der Hunig ischt griischmocht, der Honig beginnt sich zu kristalliesieren [IA, I/1980, 43]

Gritta, N. f.; der Schritt, die gespreizten Beine; ds Wasser ischt mu bis an di Gritta ggangu; das Wasser reichte ihm bis zum Schritt [Id. 2/827]

Gritter, N. m.; 1. mühsam, staksig Gehender; 2. unbeholfener, störender Arbeiter; der Gritter ischt isch numm im Wägg; dieser unbeholfene Arbeiter steht uns nur im Wege Id. 2/827]

grittjigu, Adj.; rittlings, mit gespreizten Beinen, äär ischt grittjigu über der Wasserleita gstandu, er stand rittlings über der Wasserfuhre [Id. 2/827; IA, II/1980, 35]

grittju, V. tr.; 1. Beine spreizen; 2. mühsam mit gespreizten Beine gehen Id. 2/827]

Grotscheta, N. f.; 1. Viertel eines Apfels oder einer Birne, Dörrfrucht, Dörrbirne; ich ha di Grotschete im Unnertach zum Derru üffgheicht, ich habe die Viertelstücke zum Trocknen in den Estrich gehängt;  2. alte Frau, Hutzelweib [Id. 2/830]

Groosboona, N. f; Grossbohne, Übername für Ausserberger

Grüeba, N. f; Grube

Grummleta, N. f. kommt fast nur im Pl. Grummlete vor; Krümel, Holzabfall, ganz kleine Holzteile, vgl. auch Pägglete; mit Grummlete und Pägglete alleinig cha mu nit güet fiiru, mit Holzschnitze allein kann man nicht gut feuern [IA, I1980, 43]

Grüüsa, N. f.; eine kleine Menge, äss het hiitu nummu an Grüüsa ggässu, es (er) hat heute nur eine kleine Menge gegessen [IA I/1980, 43]

grüüse, V. reflexiv, 1. schaudern, sich eckeln; dem tüet vor ar Spinna grüüse, dem ekelt vor einer Spinne; 2. schaudern, wenn z.B. ein Kind mit einem scharfen Messer spielt; 3. schwindeln, Höhenangst haben; uff um Graat het mer schrecklich afa grüüse, auf dem Grad erfasste mich ein furchtbarer Schwindel [Id. 2/808; IA I/1980, 43]

Gruschta, N. f.; 1. Brotkruste, das Broot het hiitu aber an herti Gruschta, dieses Brot hat aber heute eine harte Kruste; 2. Schneekruste, Harstschnee [Id. II/820]

gruschtu, V. intr.; gemeinsam essen, z.B. in einer Platte mit Gebäck (ev. auch krustiges vgl. Gruste Id. II/820), lustvoll kosten; dass gruschtot, das schmeck   [Id. vgl. gerusten, vielleicht von herumstöbern, einen guten Bissen auswählen 4/1541]

gschäntig, Adj.; Adjektiv zu gschäntu, im Kleinen diebisch; as gschäntigs Neeschschi, eine diebisch Ziege [Id. von Schand 8/898; IA, II/1980, 35]

Gschäntigi, N. f.; Lust auf den kleinen Diebstahl, Lust auf Schleckereien die man heimlich der Mutter aus der Büchse klaut;  di grooss Gschäntigi laat sus nit uberha, wider uber di Bisgwiitrucka z gaa, die grosse Naschlust lässt ihn nicht in Ruhe, so dass er wieder über die Biskuitschatel geht [Id. von Schand 8/894; IA, II/1980, 35]

gschäntu, V. intr.; im Kleinen stehlen, klauen, stibitzen; di Geiss het aber wider bim Naachpüür gigschäntot; die Ziege hat wieder einmal beim Nachbar (verbotener Weise) gegrast [Id. von Schand 8/894; IA, II/1980, 35]

Gschirr, N. n; Geschirr

Gschirrhudil, N. m; Geschirrtuch

Gschirrlumpo, m; Geschirrtuch, -lumpen;  vgl. Hudil, Gschirrhudil, Wäsch-, Chuchi-, Putzlumpo, [Id. 3/1278]

Gschirrschaft, N. m; Geschirrschrank

gschiru, V. tr. mit jemandem auskommen, arbeiten, wirken, tun, etwas auf eher grobe Art bewerkstelligen; Redensart: mit dem chammu nit gschiru, mit dem lässt sich nicht zurammenarbeiten [Id. 8/1175; IA II/1977, 40]

gschmuckt, Adj.; klein, zu eng; ds Tschoopi ischt mu grad ee z gschmuckts, der Kittel ist ihm ein wenig zu eng [Id. 9/918; IA II/1980, 35]

Gschtäich, N. m.; Gestank [Id. 11/1125]

gschtoorne, V. intr.; gerinnen, der Schmutz (Fett) ischt gschtoornet, der eingesottene Schmalz ist geronnen [Id. 11/1545; IA, II/1980, 35]

g(e)schwällu, V. tr.; schwellen lassen: z gschwällu tüe; ein Holzgefäss mit Hilfen von Schwellen wasserdicht machen  [Id. 9/1821 ff.; IA I/1976, 38]

Gschwiija, N. f.; Schwägerin, miini Gschwiija heisst Evi, meine Schwägerin heisst Eva [Id. 9/1706; IA, II/1980, 35]

Gschpann, N. n; Gespann, Spannbaum

Gschpäischt, N. n.; 1. Gespenst, Spuk: 2. Luder, Scheusal hinterlistiges, ungehorsames Tier (Ziege, Kuhm aber auch Mensch) [Id. 10/377]

Gschpila, N. f.; Ge

güdligs, Adj. Durchfall haben

Güego, N. m.; 1. kleines Tierchen, Wurm,  Käfer; mier isch an Güego über d Hand gluffu, mir ist ein Käfer über die Hand gelaufen 2. euphem. schwere Krankheit, z.B. Krebs; är het du Güego, er hat Krebs [Id. 2/160]

gguffiinigu, V. intr.; gaukeln, Spass treiben, Grimmassen schneiden [IA, II/1980, 35] vgl. Ggöüggol und Ggulaars

Gugger, N. m; I. Kuckuck; II. Schaf mit engen nach vorne gerichteten Hörnern

Guginaada, N. f.; erscheint praktisch nur im Plural: Guginaade, Dummheiten, Spässe, Scherze; das het hiitu bar Guginade im Chopf, der hat heute nur Dummheiten im Kopf [Id. vgl. gügenade(n) = foppen, hänseln, 2/160; IA I/1980, 43]

güggs, Interj. Unsinn-, Schallwort; in der Formulierung no güggs no gaggs, bedeutet es = nichts, überhaupt nichts

Güggs, N. m.; Schnaps [Id. 2/198]

Ggulaars, N. n.; ds Ggulaars triibu; Gauklertum, Spass treiben, wir immer im Zusammenhang mit "treiben" verwendet; äss tüet mit de Junginu Ggulaars triibu, er spasst, gaukelt mit den Kindern rum [II/1980, 35] vgl. auch Ggöüggul triibu

ggulaarschig, Adj.; langsam, säumig

ggulaarschu, V. intr.; eine Arbeit langsam verrichten, säumen (Törbel); das tüet nummu umanandreggulaarschu, das trödelt nur herum [Id. 2/170; IA, II/1980, 35] vgl. lamaarschu

Gulli, N. n; Ablaufrinne, Gosse

Gullideckil, m; Abflussschachtdeckel

Gummi, N. m.; 1. Gummi, Kautschuck; 2. Reisender, Hausierer (von frz. commis voyageur); das Seili häni d letschtu Taga va na ma Gummi abköüft, das Seil habe ich die letzten Tage von einem Handlungsreisenden abgekauft [Id. 2/309; IA, II/1980, 35]

Guntil/Guntol, N. m.; Guntel, eiserner, pflockartiger Keil durch dessen dickeres Ende ein eiserner Ring geht, an welchem eine Kette oder ein Seil befestigt wird, um gefällte Baumstämme fortzuschleifen, in deren Kopfende er getrieben wird [Id. 2/381; IA, II/1980, 36]

Ggunto, N. m.; 1. Konto, Bilanz; das geit uf miinu Ggunto, das ist meine Schuld, geht auf mein Konto; 2. letzten Endes; z letscht dum Ggunto hescht du no rächt, letzen Endes hast du noch recht; 3. Laune; ds Joosi ischt hiitu güeter Gunto, der Josef ist heute guter Laune [Id. 3/376; IA, II/1980, 35]; 4. Teich, Seelein vgl. auch Glunto [Id. 2/384; IA, II/1980, 36]

Gurgil, N. m.; Gurgel, Halspartie[Id. 2/418]

gurglu, V. intr.; 1. gurgeln, unter Gurgelgeräuschen die Flüssigkeit im Mund bewegen; 2. trinken, saufen [Id. 2/418]

guschtig, Adj.; schmackhaft, von Gusto = der Geschmack [Id. 2/493], Komp. guschtiger; vgl. guschthaft

Ggüti, N. n.; Sackmesser [Id. 2/532]

Gütschi, N. n; Ausziehbett, Schubladenbett [Id. 2/563/4]

Guttra, N. f.; Glas-Flasche, [Id. 2/532]

Guttruputzer;  Flaschenbürste, N. m.   [Id. 4/2025]

Gutz, N. m.; kleine Menge Flüssigkeit; einmaliger Ausguss, Schwall [Id. 2/582], vgl. auch Schwadjeta

gvierts, Adj.; viereckig [Id. 1/925]

Gwant, N. n.; Kleider, Kleidung; Mu kchännt du Vogol am Gsang und du Mänsch am Gwant. Man erkennt den Vogel am Gesang und den Menschen am Gewand. ...uss dum Gwant fallu, aus den Kleidern fallen, abnehmen, abmagern (SV, Sprichwort, 39, X) [Id. 16/372]

Gwantschaft, N. m; Kleiderschrank

Gwantwäsch, N. f; Kleiderwäsche

Gwäsch, N. n; Schweinefutter

Gwäschtrichter, N. m; Futtertrichter

Gwäschtrogg, N. m; Futtertrog für Schweine

Gwäss, N. m.; alte Walliser Weinsorte, weisser Landwein [IA, I/1976, 39]

Gwätsch, N. m.; 1. etwas Grobes, Ungehobeltes, auf Sachen und auf Menschen übertragen; wele Gwätsch va ma Gablustill, ... va ma Frowwi, welch ein Ungetüm von einem Gabelstiel, ... von einer Frau; 2. Schneematsch [Id. 16/2353; IA, II/1980, 35]

Gwätt, N. n.; Eckverkämmung, Balkenverbindung [Id. 2/1264]

Gwelb, N. n; Gewölbe, Decke

Gwicht, N. n; Gewicht,Mass

Gwichtstei, N. m; Gewichtstein bei der Waage

Gwirbi, N. f.; Standfestigkeit, Stanfestigkeit, Beweglichkeit; ich ha kchei Gwirbi mee, ich bin unbeweglich, nicht trittsicher [Id. 14/1152; IA, II/1980, 35]

gwirbig, Adj.; standfest, beweglich; das ischt an gwirbige Siech, das ist ein beweglicher Kerl [Id. vgl. 14/1152; IA, II/1980, 35]