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P

Päch, N. n.; 1. Pech, Harz, Lartsche, schwarzes Schusterpech, Gummiausschwitzung von Arven, Tannen, Lärchen, wird auch zu Heilzwecken verwendet; 2. Unheil, Schaden, wie im Nhd. "Pech haben" [Id. 4/962]

Pächtüech, N. n.; Pechtuch, heilender Umschlag mit Pech

Päggleta, N. f.; wird fast nur im Pl. Pägglete, gebraucht, kleine Holzteile, Spähne, Holzabfall; [Id. 10/94]  beliebt ist der walliserdeutsche Zungenbrecher: an Tschiffreta Pägglete di Tschugglete anbritreellu, ein Kratten voll Holzabfall über das Geröll hinturerlassen, -rollen [IA, I/1980, 43]

Paggo, N. m.; vgl. 1. Baggo, Wange; 2. Backen, Arschbacken [Id. 4/1074]; 3. Viertel eines geschlachteten Tieres [Id. 4/963]

päggschu, V. intr. schnitzen, schnetzeln [F.I.]

Palänta, N. f.; Polenta, Brei aus Maismehl  [Id. 4/1182]

Paläntuschabi, N. n; gebratene Polenta, Maiskruste [Id. 1/249; Gr 15]

Palggo, N. m; Fensterladen [Id. 4/1189]

Pantli, N. m; Puppe, Brotpuppe, Windelkind, «Höseler» [Id. 4/1397]

Parkettbodo, N. m; Parkett

parrangu, V. intr. etwas tun, herumwerken [Id. vgl. rangen 6/1055]

Partii, N. f; Partei, Gruppe

pärrwei, Adv. das werden wir dann noch sehen, hoffentlich, aus dem frz. pour vu, hoffentlich, im Zusammenhang mit einer Möglichkeit

päärzu, V. tr.; einen Gegenstand dicht ineinanderdrängen, in etwas hineinzwängen [Id. 4/1638] vgl. auch twäärzu

Pässa, N. f.; eine Beige, ein Haufen, an Pässa Bletter, ein Bündel Blätter

Pätschi, N. f; 1. Menge, viel; an Pätschi, Mengenangabe, Menge, Haufen, ein schönes Quantum viel [Id. vgl. 4/1925b.] 2. harter Acker mit wenig Humus [Id. vgl. 4/1927ff.; IA I/1976, 38]

Peeteranti; N. n.; Engerling

Pfältscha, N. f.; Gertel, Hippe; mit der Pfältscha fäschschu, mit dem Gertel Eschen entasten [Id. 1/817, vgl. Felsche]

Pfangilla, N. f.; Käsebruch [Id. 1/717]

Pfanna, N. f; Pfanne, Kochgeschirr

Pfannudeckil, N. m; Pfannendeckel 1

Pfannuloch, N. n; Pfannenloch, Herdloch

Pfarrhüss, N. n; Pfarrhaus

Pfarrstuba, N. f; Pfarrstube

Pfeischter, N. n; Fenster [Id. 1/871]

Pfeischterbäich, N. m; Fensterbank

Pfeischterbrätt, N. n; Fensterbrett, -bank

Pfeischterchritz, N. n; Fensterkreuz

Pfeischterfries, N. n; Fensterfries

Pfeischterpalggo, N. m; Fensterladen

Pfeischterpfoschto, N. m; Fensterpfosten

Pfeischtersack, N. m.; Haube, einer der vier Mägen der Kuh auch Hültlein, Hüetji [Rübel, 22]

Pfeischterpschlagg, N. m; Fensterbeschlag

Pfeischterschiiba, N. f; Fenster-, Glasscheibe

Pfeischtersims, N. n; Fenstersims

Pfeischtersprossa, N. f; Fenstersprosse

Pfeischtersturz, N. m; Sturz, Fenstersturz

Pfetta, N. f; Pfette, Dachbalken [Id. 5/1202]

Pfiifoltra, N. f.; Schmetterling, vgl. auch Figfolter [Id. 1/820] wahrscheinlich von Flugfalter (!) Walser Eigenwort

Pfigger, N. m.; die Murmel, die geworfen, gespickt wird [Id. vgl. 1/715] pfiggu, V. tr.; mit Daumen und Zeigfinger spicken, awääggpfiggu, wegspicken [Id. 1/713]

Pfiilerplattu, N. f; Mäuseplatte

pfile, V. etwas übertrieben, zu"viel" finden [Gr. 151]

Pflächterra, N. f.; Schleimband an der Scheide einer brünstigen Kuh [Rübel, S. 26]

Pfluntsch, N. m/f.; 1. Schneematsch; 2. dicke, schwerfällige, träge Person [Id. 5/1251]

Pfrieno, N. m.; spitziges Werkzeug zum Stechen, Ritzen, Durchbohren [Id. 5/1283]

Pfrundhüss, N. n; Pfründenhaus, Pfarrhau

pfuch, Interjektion; pfuch, vor allem: bo pfuch = schäm dich! [Id. 5/1049]

pfundu, V. tr.; viel stuhlen, koten, ein Pfund scheissen [5/1159]

phaaltu, V. tr.; 1. behalten; 2. annehmen, z.B. bei Kühen trächtig werden [Id. 2/1237]

pfüüdlu, V. intr. 1. flüchtig und unordentlich herumarbeiten; 2. grob eine Hecke oder einen Busch stutzen [Id. 5/1056]

pfüüggu, V. intr. schnell, unterdrückt lachen, kichern [Id. 5/1091]

Piffil, N. m.; vgl. Agretsch oder Kaaretsch; Bezeichnung (oft liebevoll gemeint) für Buben bis zur Entlassung aus der obligatorischen Schulpflicht (15 Jahre) [Id. 4/1041f.; IA II/1976, 36]

Pilletsch, N. m.; 1. grüne Hülse der Nuss; 2. kleiner, dicklicher Knabe [Id. 4/1170; IA, I/1982, 82]

pilinu, V. intr.; poltern, klopfen [Gr 152 vgl. piligu]

Pillggo, N, m; Pillggi, N, n; Nestei, Lockei, Stein- oder Keramikei, dass den Hühnern ins Nest gelegt wird, damit sie einen bestimmten Ort zum Legen wählen. [Gr 152]

Pilz, N. m.; Pilz

pinnggu, V. intr.; 1. gegen etwas stossen, stupsen; in d Siita pinnggu, in die Seite stupsen; 2. stossen des Kalbes mit dem Kopf bei Säugen [vgl. Id. 4/1378; Rübel, S. 31]

Pintil, N. m.; Bündel [Id. 4/1361/3]

pintlu, V. tr.; 1. einen Beutel mühsam tragen; 2. derb für vögeln; den Beischlaf ausüben [Gr. 153]

Pioola, N. f.; Axt (mit breiter Schnittfläche) zum entrinden der Baumstämme [G 153]

Pjöüda, f; Jauche, Mist

Pjöüdugrabo, m; Mist-, Jauchegraben

Pjöüdugrüeba, f; Jauchegrube

piischtu, V. intr.; schwer atmen, keuchen, stönen, ächzen, jammer [Id. 4/1793]

Pittil, N. m; Beutel (Mühle)

Pittilbroot, N. n; Zopfbrot, (Beutel)brot

Pittilmäll, N. n; gereinigtes Roggenmehl

Pittilrieja, N. f; Sonntagsbrot

Pläägga, N. f; 1. Brotfigur, 2.  Frau (Schimpfname) [vgl. Id. 5/44]

plääggu, V, intr. weinen, plären [Id. 5/45]

plagierru, V. intr.; bluffen, prahlen; hiitu hets wider plagiert, wie an Wald va Laffu, heute hat er wieder geprahlt wie ein Wald vom saufen [Id. 5/39]

Plagööri, N. m.; Bluffer, Prahler [Id. 5/39]

Plampo, N. m.; Hand, Pfote, Tatze, von plampu = baumeln [Id. 5/96]

plampu, V. intr.; baumeln, der Aaro plampot mu nummu so an bricha, der Arm baumelt ihm runter [Id. 5/96]

Plaana, N. f; Mäuseplatte

planu, V. tans. planen

Planu, N. n; das Planen, Planspiel

Pläppa, N. f.; Plaudertasche vgl. pläppu

pläppu, V. tr. ausschwatzen, plaudern [Id. 5/128]

Plaargetsch, N. m.; Fladen, flacher Haufen, Kuhfladen,  de hetsch mer an Plaargetsch Palänte ins Täller klepft, dann schmiss sie einen Fladen Polenta in meinen Teller [F. I.]

Platta, N. f; Platte, Steinplatte

Plättlibodo, N. m; Platten-, Fliesenboden

Pläsier, N. n.; Vergnügen, Freude; aus dem Französischen [Id. 5/153]

Plider, N. m.; weiche Masse, Kot, Kuhfladen

pliiggu, V. tr.: jemandem (als Gespenst) Angst machen, erschrecken, geistern: geschter sii wer Viktorsch Meitje ga pliiggu, gester haben wir dem Viktor seine Töchter erschreckt [ I/1978, 40]

pline, V. intr. etw. herunterhangen, [F.I.]

Plöüscha, N. f.; Schwätzerin [Id. 5/161]

Poli, N. f; 1. lauter Knall, Explosion; 2. viel, Mengenangabe ich ha hiir wider an Poli Gscheichi percho, ich habe heuer wieder viele Geschenke bekommen; 3. Rausch [Id. 4/1183; Gr 154]

polu, V. intr.; dumpf tönen, poltern, klopfen [Id. 4/1178]

Ponschéggla, Ponschéggil; N. m.; Fasnachtsgebäck aus dem Saastal

Poort, N. f; Türe, Pforte [Id. 4/1632] Geit der Glöübo der di Poort, so chunt der Aberglöübo durch die Pfeischter; geht der Glaube durch die Tür, so kommt der Aberglaube durch die Fenster. We d Aarmüet zer Poort i chunt, fleigot d Liebi zum Pfeischter üss. Wenn die Armut durch die Türe hereinkommt, fliegt die Liebe durch die Fenster fort. Vgl. Schmid: Das Sprichwort im Walliserdeutsch, S. 34

ponchottnu, V, tr; Steine behauen, spalten

Poschettli; N. n.; Brusttuch; Ziertuch in der Brusttasche vom frz. pochette = (Zier) Taschentuch.

Präschto, N. m.; Schaden, schadhafte Stelle, 1. an Sachen, äusserer Schaden, Mangel, Fehler. So z.B. von einer Quetschung, einer Narbe udgl. an Früchten, an einem Baumstamm 2. an lebenden Wesen, Leibesschaden, Gebrechen [Id. 5/836]

Prässi, N. f; Presse

Pretschol, N. m,: 1. Tragband, Tragriemen an Gefässen, die auf dem Rücken getragen werden, bestehend gew. aus einem gebogenen Stück zähen, biegsamen Holzes, das oben und unten durch Stricke oder Kettchen mit dem Gefäss verbunden ist, doch auch aus Leder; 2. Hosenträger der Männer [Id. 5/1019]

Prieggo, N. m.; weinerliches Gesicht, Miene [Id. 5/531]

Psaalter, N. m.; 1. Bibel, Psalmenbuch, Messbuch; 2. Rosenkranz mit der Verbindung aller 3 Rosenkranze und aller 15 Geheimnisse [Id. 5/1046]

Psüech, m; Besuch

Puchju, N. n; Aufräumarbeit, häusliche Arbeit, Küchengeschirr reinigen und abtrocknen

puchju, V. intr. Abwasch, Hausarbeit, vor allem Küchengeschirr aufräumen, ich ha der ganz Tag gipuchjot, ich habe den ganzen Tag die Wohnung aufgeräumt, vgl. gitschu [F.I.]

pudru, V. refl. schich pudru, sich aufplustern [Id. 4/1038]

pudersch, Adj. verstärkent in puderschvoll, randvoll, ev. von pudern, sich aufplustern, dann wäre dann puderschvoll so voll, dass man nicht mehr schütteln darf

Puchol; N. m.; Hausarbeit, vor allem Aufräumen, Putzen [Id. 4/978]

Puggil, N. m.; 1. rundlich Erhebung, Erhöhung, Hügel; 2. Buckel; 3. Rücken, ich ha nu uf du Puggil gnu, ich habe ihn (z.B. den Baumstamm) auf den Rücken genommen [Id. 4/1087]

pugglu, V. tr. auf dem Rücken (Buckel) tragen, ich ha di Burdi du Stutz ambrüff gipuglot, ich habe die (Heu)bürde den Hang hinaufgetragen [Id. 4/1089]

Pütstrich, N. m.; Put-, Wurfstrich, Wurfmal beim Murmelspiel von putten = werfen, schlagen [WB, 9.11.11, S.9]

Puggol, N. m.; 1. Rücken, Buckel; 2. Buckel, Rückgradverkrümmung, äss het schoo as chleis Puggolti (Dim.), er hat schon einen kleinen Buckel [Id. 4/1087]

Pult, n; Pult

Pultdach, n; Pultdach

Pulver, n; Pulver, Wasch-, Schiesspulver

Puppi, N. n.; 1. Puppe; 2. Spielzeug, ds Mämmi spillt mit dum Puppi, das Kind spielt mit dem Spielzeug,; 3. Wickel-, Wiegenkind [Id. 4/1425]

Puppuspill, n; Puppenspiel, Spiel mit Puppen

Puscha, N. f.; Büschel, ein Bündel, eine Handvoll Blumen, Gräser, Getreidehalme, är chunt mit ar Puscha Blüeme uff mich züe, er kommt mit einem Bündel Blumen auf mich zu [Id. 4/1769; IA, II/1976, 37]

Pütz, m; 1. Kind, kleingewachsen: Mensch oder Tier 2. kleingewachsenes Schaf (Id. 4/2028)

Putz, N. m; 1. Teich, 2. Verputz

Putzhudil, N. m.; Putzlumpen, Staubtuch; vgl. Hudil, Gschirrhudil, Wäsch-, Chuchi-, Gschirr-, Putzlumpo, [Id. 3/1278]

Putzlumpo, N. m.; Putzlumpen, Staubtuch; vgl. Hudil, Gschirrhudil, Wäsch-, Chuchi-, Gschirr-, Putzlumpo, [Id. 3/1278]

Püüruhüss, N. n; Bauernhaus

Püürumäll, N. n; Bauernmehl, dunkles Mehl

Püürustuba, N. f; Bauernstube

Putti, N. s.; 1. weibliche Brust, 2. der Begriff kommt von Bottich, hölzernes Gefäss, an dem die Kinder saugen [Id. 4/1916] ds Putti gä, Tätigkeit: säugen, stillen 

Puttichnopfji, N. n.; Brustwarze

Puttig, N. f.; von fr. Boutique; 1. Mischwarenladen; 2. Hosenladen

Puttitschifra, N. f.; BH, Büstenhalter, vgl. Tschifra = Kratten

Püüz, N. m.; kleine Person [Id. 4/1999]