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L

lachu, V. intr. lachen [Id. 3/1001] ds Lache

laffu, V. tr.; 1. trinken, saufen bei Tieren; 2. gieriges, unbotmässiges Trinken bei Menschen. Was glaffu hescht, chascht nimme frässu. Was du vertrunken hast, kannst du nicht mehr essen (Trunksucht schafft Elend) [Id. 3/1106] vgl. triichu, leetu, ileeschu, süüffu, gurglu

Laager, N. m; 1. Lager, Lagerhalle, Feldlager; 2. Lager,Verankerung [Id. 1/249; Gr 15]

lächnu, V. tr.; Leck werden, undicht, meisten erlächnu, verlächnu, erlächneru oder lächteru [Id. 3/1008]; ds Fassji rinnot, äs isch ganz zer(er-,ver-)lächnets; das Fass rinnt, es ist total leck.

Lächterra, N. f.; Schleisse, Schleimband an der Scheide einer brünstigen Kuh [Rübel, S. 26] vgl. auch Pflächterra

Läcktag, N. m; vgl. auch Gläcktag, Schaffütterung mit Kraftfutter [Id. 3/1245]

Ladtstei, N. m.; Ladestein, Steine zum Beschweren der Käsebretter zum Auspressen des Käses [Id. 11/844]

Laffa, N. m.; Schulterblatt, -stück, oberer Teil des Vorderschenkels beim (geschlachteten) Rindvieh [Id. 3/1107]

laffu, V. tr.; saufen, gierig, viel trinken [Id. 3/1106]

Läger, N. n; Lager, Viehläger [Id. 3/1170]

Lägerbatilla, N. f; Trinkgefäss aus Holz mit Trinkloch daubenseits; vgl. Batilla,  Dim. Batilli [Id. 4/1805; IA I/1976, 38]

Lamm, N. n; erstes Alterstadium des Schafes

Lamaaschi, N. n.; langsamer, säumiger, träger Mensch; der rickot nit, welis Lammaschi, der kommt nicht vorwärts, welch ein Langweiler  [Id. 1/467]

lamaaschig, auch lamaarschig (ein lahmer Arsch); Adj.; langsam, träge, faulenzen; willsch soo lamaaschig gschafft heit, sintsch hiitu nit fertig cho, weil sie so langsam gearbeitet haben, sind sie heute nicht fertig geworden [Id. 1/467; IA] 

lammju, V. tr; ablammen, Gebären bei Schafen

Lampa, N.  f; Lampe

Lämpo, N. m.; 1. Wamme, Fetthaut am Halse des Rindviehs; 2. ein Stück Stoff, im Plural Lämpe = Schwierigkeiten [Id. 3/12785]

Land, N. n; Erde, Humus, Land

Landbodo, N. m.; Fussboden aus gestampfter Erde

Lap, N. n.; Lab, Labpulver, Ferment des Kälbermagens (Zicken-) das die Milch beim Käsen zur Gerinnung bringt; vgl. Lappulfer, Ladpulfer, Cheeslop [Id. 3/952]

Lappulfer, N. n.; vgl. auch Ladpulver Ferment des Kälbermagens (Zicken-) das die Milch beim Käsen zur Gerinnung bringt; vgl. Cheeslop [Id. 3/952]

Lappi, N. n.; geistig beschränkter und darum auch übertrieben gutmütiger, auch unanstelliger, ungeschickter junger Mensch; Narr, Laffe  [Id. 3/1350]

Landtüech, N. m.; Drillich, Wolltuch aus Schafwolle [Id. Bd. 12/303]

Läärtschina, N. f.; Harz der Lärche und vor der Föhre (Bergkiefer), dieses getrocknete Harz wurde von den Kinder als Kaugummiersatz gekaut [Id. vgl. Lörtsch II, 3/1387]

Läsi, N. n.; Leser, Blättermagen bei der Kuh [Rübel, 22]

Läschpa, N. f.; Lippe, Lefzeäss laat d Läschpe la hange, er lässt die Lippen hängen, d.h. ist traurig [Id. 3/1462]

Lätsch, N. m.; 1. Lasche, Schlaufe, Knoten; 2. an Lätsch machu, grimmige Mine, böses Gesicht machen, schmollen [Id. 3/1530]

Latta, N. f; Holzlatte

Lattutiri, N. f; Holzgittertüre

Laschtig, N. m; Gummi, Gummiband von fr. élastique

Lätsch, N. m.; 1. Schleife Schlinge; 2. beleidigte Miene [Id. 3/1530]

Legga, N. f.; 1. eilegendes Huhn 2. Legeapparat des Huhns 3. zu dicht gewachsenes Getreide; es bekommt so zu wenig Luft und Sonne und kann nicht reifen [IA II/1976, 36]

leggu, V. tr.; legen [Id. 3/1173]

Leibbäich, N. m; Laibbank, Knetbrett in der Backstube

Leiber, N. m.; Alpenrosen, nur im Plural; Alpuroose, Hienerleiber, Leiber, Droosleund Ruscheling [IA, I/1983, 36]

Leibtisch,m; Knetbrett, Knettisch in der Backstube

leibu, V. tr.; broten, Brote formen

leiju, V. tr.; Farbe angeben im Kartenspiel [Id. 3/949]

Leisa, N. f.; 1.Spur, Wagenspur, Feldweg; 2. Schleifspur [Id. 3/1421]

Leitra, N. f; Leiter; Wortspiel: ooni Leitra bischt leit dra, ohne Leiter bis du schlimm dran.

Leerch, N. m; Lärche[Id. 3/1380]

Leertschina, N. f.; Lartsche, Lärchenharz  [Id. 3/1387]

Leschchalch, N. m; Löschkalk

Leschtrogg, N. m; Löschtrog, Kalklöschpfanne

leeschu, V. tr.; leeren, ausschütten, der Eimer leeschu, den Eimer leeren [Id. 3/1440]

leetu, V.; 1. löten, tr.; 2. unmässig trinken, intr., [Gr. 126] vgl. triichu, laffu, ileeschu, süüffu, gurglu

liibschhalb, Adv.; auf der Seite des Leibes, rückwärts

Liip, N. m.; Leib [Id. 3/977] stehende Form: der Liip zeigu, beim Vieh das Gedärm oder die Fruchtblase zeigen, herausdrücken

Lidji, N. n; luftgetrockneter Schafgigot

liggu, V. intr.; 1. liegen; Ds Hämli liit neecher wa der Rock. Das Hemd liegt dir näher als die Jacke. (SV, Sprichwort, 52)  2. schlafen; Bettoscht güet, de liggoscht güet. Wie man sich bettet, so liegt man (SV. Sprichwort, 74). 3. daran gelegen sein, im liggot gaar nix dra, ihm liegt gar nichts daran [Id. 3/1204] vgl. auch: schlaafu, liwwe, hörnlinu, neitu, tosu, inicku

Lielachu, N. n.; Leintuch. Bettlaken, ev. aus "Leinenlache" [WB, 28.3.2011, S. 7]

Liechtblüema, N. f.; Pflanze, Lichtblume, Bulbocodium vernum [vgl. Id. 5/82], kommt im Wallis oberhalb Eischoll vor.

Liechtholz, N. n.; "Lichtholz", harziges Holz zum Anfeuern,

Liechtholzchischta, N. f.; Lichtholzkiste, harziges, leicht brennbares Holz wurde zum Anfeuern verwendet und in einem separaten Behälter aufgewahrt

liis, Adj.; schwach, weich, kränklich; mier ischt liis, ich fühle mich schwach; faam, liis und weich haben alle dieselbe Bedeutung [Id. 3/1422 6); IA II/1979, 42]

lirrju, V. intr. gierig trinken

Lisch, Lischa, N. f; Riedgras, Segge; Heueinwurfloch [Id. 3/1459]

Lischeeterra, N. f.; Eidechse, vgl. Lattüechji

Liischta, N. f.; 1. Leiste, Holzleiste; 2. Liste, Absenzliste [Id. 3/1474] 3. Leiste

Liiset, N, m.; Samen, z.B. Leinsamen [Id. 7/1421]

Lismer, N. m.; 1. männliche strickende Person; 2. Pullover [Id. 3/1425]

Lit, N. m:; Hinterschenkel, Viertel eines geschlachteten Tieres [Id. 3/1087]

Linoleumbodo, N. m; Kunststoffboden

Liitri, N. f.; Helligkeit, Licht [Id. 3/1517]

liwwu, V. intr.; 1. ausruhen, 2. nicken, schlummern[Id. 3/1545] vgl. auch: 1. hirme, 2. schlaafu, liggu, hörnlinu, neitu, tosu, inicku

Loch, N. n.; Pl. Lecher; Loch  [Id. 3/1016]

Locherchella, N. f.; 1. Lochkelle; 2. vergesslicher Mensch, du bischt an rächti Locherchella, du bist eine richtige Lochkelle; 3. undicht sein: dass Dach rinnt wie an Locherchella, das Dach rinnt wie aus einer Lochkelle [Id. 3/199]

lose, V. tr.; horchen, zuhören [Id. 3/1446]; subst. Loser, Horcher, Zuhörer, vgl. Verwechslung mit Loosser.

Loosser, N. m.; von Auslosen; im Wallis für die Rekrutierung [vgl. Id. 3/1427; vgl. lôsen, 3 ], die 18 jährigen werden zur Rekrutierung aufgeboten und dann als militärdiensttauglich oder -untauglich beurteilt, die Tauglichen werden dann den verschiedenen Truppengattungen zugeteilt (verlost); zum Abschluss gibt es ein grosses Fest: den "Loserball", das ist nur phonetisch falsch geschrieben und heisst: Loosserball; hat also nichts mit dem engl. Loser oder dem wsdt. Loser = Horcher zu tun.

Loot, N. n; Senkblei

Löüba, N. f; Laube, Dörrplatz

Löüfer, N. m; I. Läufer, II. Laufstein, Mühlstein

Löüfstall, N. m; Laufstall, Auslaufgehege

Löüfstei, N. m; Laufstein, Mühlstein

löüffu, V. tr.; laufen [Id. 3/1120]; Komposita: fort-, mit-, naa- ,vorr-, wägg-, züe- [Id. 3/1113]

Löüga, N. f.; Lauge, Waschlauge, Aschenlauge [Id. 3/1171]

lotzu, V. intr.; schauen, sehen, blicken [Id. 3/1568; IA I/1976, 38]

Lowwiverbuwwig, N. f; Lawinenverbauung

lüege, V. intr.; (zu)schauen, sehen, blicken [IA I/1976, 38]

lüege miessu, Redensart für sparsam leben müssen, wier hei damaals miessu lüege, wir mussten damals sparsam durchs Leben

Luftloch, N. n; Luftloch

Lusa, Lampa, N. f; Lampa

Lumpo, N. m; 1. Lappen, Stofffetzen; 2. Kopftuch der Frauen zur Funktion des Schutzes, der Zierde und des sittlichen Verhüllens [Id. 3/1279]

Lunga, N. f.; Lunge [Id. 3/1339]

lüüter, Adj. klar, hell, durchsichtig, rein; lüüters Wasser, klares, reines Wasser; am lüüterru Tagg, am hellen Tag [Id. 3/1513]

Lutscher, N. m.; 1. Sauger, Nuggi, Nuckel; 2. Schleckstengel  [Id. vgl. lutschen3/1537]

Lutza, N. f; Jauche

Lutzugrabo, N. m; Jauchegraben

Lutzugrüeba, N. f; Jauchegraben

Lüüder, N. m; Wischtuch, Putzlumpen

lüüdru, V. intr.; langsam, luderhaft Arbeiten

Lüüss, N. f; Laus