L

laa, V. tr.; lassen [Id. 3/1393] vgl. ablaa = nachlassen, Rabatt gewähren; verlaa, wägglaa, züelaa = Kuh zum Stier führen

Läbra, N. f.; Leber [Id. 3/975] Redensart: an trochundi Läbra ha, eine trockene Leber haben; trunksüchtig sein

Läbunts, N. n.; 1. Lebendes; ds Läbunda, 2. empfindliche Stelle, da han i voll ins Läbunda gitroffu, da habe ich voll eine empfindliche Stelle erwischt. [Id. vgl. lëbig,  3/379]

Lächcha, N. f.; feuchter, sumpfiger Boden [Id. 3/1004]

lachu, V. intr. lachen [Id. 3/1001] ds Lache

lächnu, V. tr.; Leck werden, undicht, meisten erlächnu, verlächnu, erlächneru oder lächteru [Id. 3/1008]; ds Fassji rinnot, äs isch ganz zer(er-,ver-)lächnets; das Fass rinnt, es ist total leck.

Lächterra, N. f.; Schleisse, Schleimband an der Scheide einer brünstigen Kuh [Rübel, S. 26] vgl. auch Pflächterra

Läcktag, N. m; vgl. auch Gläcktag, Schaffütterung mit Kraftfutter [Id. 3/1245]

lädru, V. tr.; züchtigen, durchprügeln [Id. 3/1074]

Ladtstei, N. m.; Ladestein, Steine zum Beschweren der Käsebretter zum Auspressen des Käses [Id. 11/844]

Laffa, N. m.; Schulterblatt, -stück, oberer Teil des Vorderschenkels beim (geschlachteten) Rindvieh [Id. 3/1107]

laffu, V. tr.; 1. trinken, saufen bei Tieren; 2. gieriges, unbotmässiges Trinken bei Menschen. Was glaffu hescht, chascht nimme frässu. Was du vertrunken hast, kannst du nicht mehr essen (Trunksucht schafft Elend) [Id. 3/1106] vgl. ablaffu, verlaffu, und Synonyma: triichu, leetu, ileeschu, süüffu, gurglu [Id. 3/1106]

lafru, V. tr.; schwatzen, lafern, viel und sinnlos, albern schwatzen [Id. 3/1108]

la gaa, V. tr.; gehen lassen, loslass: der Hund, ds Vee oder an Furz la gaa, den Hund, loslassen, das Vieh gehen lassen und ein Furz fahren lassen [Id. vgl. gan 2/1]

Laager, N. m; 1. Lager, Lagerhalle, Feldlager; 2. Lager, Verankerung [Id. 1/249; Gr 15]

Läger, N. n; Lager, Viehläger [Id. 3/1170]

Lägerbatilla, N. f; Trinkgefäss aus Holz mit Trinkloch daubenseits; vgl. Batilla,  Dim. Batilli [Id. 4/1805; IA I/1976, 38]

Lägni, N. f.; Ebene, Fläche, Plateau [Id. 3/1167]

lägu, Adj.; eben, flach vgl. auch lägunt; Flurname: lägund flach, eben, bezeichnet einen Ort zusätzlich als flach, eben, mässig geneigt (das dieses Adjektiv recht relativ benutzt wird,zeigt die Bezeichnung Lägunde Wald für einen der unglaublich steilen Hänge am nördlichen Abhang des Glishorns Lägunde Wald, [(6437127), Id. 3/1166]

lägunt, Adj.; eben [Id. 3/1166]

Läischa, N. f.; 1. grosse Frauenperson, gross, hager, 2. auch Dirne [Id. 3/1458]

Lamm, N. n; Lamm, erstes Alterstadium des Schafes; Flurname: nach Zinsli: steiler Abhang, Schlucht [Id, 3/1266] diese Erklärung kann für den Lämmerbodo nicht zutreffen, handelt es sich doch dabei um ein ausgedehntes, flaches Gebiet; vermutlich ein sicherer Ort für die Jungschafhaltung: Lämmerbodo, Lämmerhitta [(639/127), Id. 3/1271]

Lammerowwji, N. n.; Schaf mit Lamm, Aue [Id. 1/5]

Lamaaschi, N. n.; langsamer, säumiger, träger Mensch; der rickot nit, welis Lammaschi, der kommt nicht vorwärts, welch ein Langweiler  [Id. 1/467]

lamaaschig, auch lamaarschig (ein lahmer Arsch); Adj.; langsam, träge, faulenzen; willsch soo lamaaschig gschafft heit, sintsch hiitu nit fertig cho, weil sie so langsam gearbeitet haben, sind sie heute nicht fertig geworden [Id. 1/467; IA] 

lammju, V. tr; ablammen, Gebären bei Schafen

Lampa, N.  f; Lampe

Lämpo, N. m.; 1. Wamme, Fetthaut am Halse des Rindviehs; 2. ein Stück Stoff, im Plural Lämpe = Schwierigkeiten [Id. 3/12785]

lampu, V. intr.; hängen, heraushängen = üssalampu [Id. 3/1274] vgl. loopu

lämpu, V. tr. biegen, einen Zweig biegen [AI, I/1983]

Land, N. n; Erde, Humus, Land

Landbodo, N. m.; Fussboden aus gestampfter Erde

läng, Adj.; lang; Flurname: leng = lange; bezeichnet einen Stück Boden, eine Wiese oder Lichtung nach seiner länglichen Form: Lengi Matta [(626/126) Id . 3/1321]

läng Dooro,  Blinddarmentzündung

Lap, N. n.; Lab, Labpulver, Ferment des Kälbermagens (Zicken-) das die Milch beim Käsen zur Gerinnung bringt; vgl. Lappulfer, Ladpulfer, Cheeslop [Id. 3/952]

lappe, V. tr. lappen, (Blumen) den Kopf hängen lassen [Id. 3/1349]

Lappulfer, N. n.; vgl. auch Ladpulver Ferment des Kälbermagens (Zicken-) das die Milch beim Käsen zur Gerinnung bringt; vgl. Cheeslop [Id. 3/952]

Lappi, N. n.; geistig beschränkter und darum auch übertrieben gutmütiger, auch unanstelliger, ungeschickter junger Mensch; Narr, Laffe  [Id. 3/1350]

Landtüech, N. m.; Drillich, Wolltuch aus Schafwolle [Id. Bd. 12/303]

Läärtschina, N. f.; Harz der Lärche und vor der Föhre (Bergkiefer), dieses getrocknete Harz wurde von den Kinder als Kaugummiersatz gekaut [Id. vgl. Lörtsch II, 3/1387]

Läsi, N. n.; Leser, Blättermagen bei der Kuh [Rübel, 22]

Läschpa, N. f.; Lippe, Lefzeäss laat d Läschpe la hange, er lässt die Lippen hängen, d.h. ist traurig [Id. 3/1462]

Laschtig, N. m; Gummi, Gummiband von fr. élastique

Lätsch, N. m.; 1. Lasche, Schlaufe, Knoten; 2. an Lätsch machu, grimmige Mine, böses Gesicht machen, schmollen [Id. 3/1530]

Lätt, N. m.; Lehm [Id. 3/1488]

Latta, N. f; Holzlatte

Lattutiri, N. f; Holzgittertüre

Lätsch, N. m.; 1. Schleife Schlinge; 2. beleidigte Miene [Id. 3/1530]

lätz, Adj.; falsch, verkehrt [Id. 3/1549]

Leegga, N. f.; zu dicht gewachsenes Getreide; es kann so nicht richtig wachsen und reif werden [IA II/1976, 36]

leegochts, Adj.; zu dicht gewachsenes Getreide

Legga, N. f.; 1. eilegendes Huhn 2. Legeapparat des Huhns 3. zu dicht gewachsenes Getreide; es bekommt so zu wenig Luft und Sonne und kann nicht reifen [IA II/1976, 36]

leggu, V. tr.; legen [Id. 3/1173] vgl. ableggu, züeleggu, verleggu

Leibbäich, N. m; Laibbank, Knetbrett in der Backstube

Leiber, N. m.; Alpenrosen, nur im Plural; Alpuroose, Hienerleiber, Leiber, Droosleund Ruscheling [IA, I/1983, 36]

Leibtisch,m; Knetbrett, Knettisch in der Backstube

leibu, V. tr.; broten, Brote formen

Leid, N. n.; Leid, Schmerzen, seelische Schmerzen [Id. 3/1081]

leid, Adj. hässlich, unansehlich [Id. 3/1079]

leidträägu, V. intr.; Leid tragen, schwarz (dunkle) Kleider tragen zum Zeichen der Trauer [Id. 14/464]

leidtüe, V. intr. leidtun [Id. 13/335]

leigu, V. intr. lügen [Id. 3/1220], ableigu,

leiju, V. tr.; Farbe angeben im Kartenspiel [Id. 3/949]

Leisa, N. f.; 1.Spur, Wagenspur, Feldweg; 2. Schleifspur [Id. 3/1421]

Leischa, N. f.; vgl. LischFlurname: 1. Leise, Durchgang, Schleif; die Herkunft dieses Wortes ist unklar, es bezeichnet eine Trampelspur im hohen Gras, aber auch einen (offiziellen) Durchgang durch eine Wiese oder einen Wald; 2. sumpfiges, mit L. bewachsenes Grundstück, Moor; Rohrgesträuch; Lischweida [Id. 3/1420; Zinsli, NG 5.573]

Leitra, N. f; Leiter; Wortspiel: ooni Leitra bischt leit dra, ohne Leiter bis du schlimm dran.

Leerch, N. m.; Lärche, auch in diesem Wort erkennen wir die markanteste Trennung des Wsdt. Leerch - Läärch; Flurname: Lärche; für das Walliserdeutshe charakteristisch einsilbig-maskuline Form für Lärche, bezeichnet hier einen Lärchenwald: Läärchwald, Läärchmatta, Tiifolläärch [Id. 3/1380]

Leertschina, N. f.; Lartsche, Lärchenharz  [Id. 3/1387]

Leschchalch, N. m; Löschkalk

Leschtrogg, N. m; Löschtrog, Kalklöschpfanne

leeschu, V. tr.; leeren, ausschütten, der Eimer leeschu, den Eimer leeren [Id. 3/1440] vgl. ableeschu, üssleeschu, wäggleeschu

leesu, V. tr. lösen [Id. 3/1440], ableesu, erleesu, üssleesu

leetig, Adj.; im höchsten Masse Nichtswertig, dass ischt leetige Plunder; das ist überhaupt nichts wert [AI, I/1983, 38]

leetu, V.; 1. löten, tr.; 2. unmässig trinken, intr., [Gr. 126] vgl. triichu, laffu, ileeschu, süüffu, gurglu

Letzi, N. f.; bleibender Schaden, bi dem Unfall ischt mu an Letzi giblibu, bei dem Unfall ist ihm ein Schaden geblieben [Id. 3/1558,3]

liibschhalb, Adv.; auf der Seite des Leibes, rückwärts

Liip, N. m.; Leib [Id. 3/977] stehende Form: der Liip zeigu, beim Vieh das Gedärm oder die Fruchtblase zeigen, herausdrücken

Liichhaar, N. n.; feine Körperbehaarung [AI, I/1983, 38]

Licka, N. f.; Lücke; Flurname: Lücke, bezeichnet einen Einschnitt in einem Gebirgsgrat als Übergang von einem Tal in das andere: Mäderlikka, Jazzilikka, Boortellikka [(652/126) Id. 3/1255]

liderru, V. tr.; eine Verstopfung freimachen, lockern [Id. vgl. 3/1093]

Lidji, N. n; luftgetrockneter Schafgigot

liederlich, Adj.; liederlich [Id. 3/1099]

Lielacha, N. n.; Leintuch. Bettlaken, ev. aus "Leinenlache" [WB, 28.3.2011, S. 7]

Liechtblüema, N. f.; Pflanze, Lichtblume, Bulbocodium vernum [vgl. Id. 5/82], kommt im Wallis oberhalb Eischoll vor.

Liechtholz, N. n.; "Lichtholz", harziges Holz zum Anfeuern,

Liechtholzchischta, N. f.; Lichtholzkiste, harziges, leicht brennbares Holz wurde zum Anfeuern verwendet und in einem separaten Behälter aufgewahrt

liggu, V. intr.; 1. liegen; Ds Hämli liit neecher wa der Rock. Das Hemd liegt dir näher als die Jacke. (SV, Sprichwort, 52)  2. schlafen; Bettoscht güet, de liggoscht güet. Wie man sich bettet, so liegt man (SV. Sprichwort, 74). 3. daran gelegen sein, im liggot gaar nix dra, ihm liegt gar nichts daran [Id. 3/1204] vgl. auch: schlaafu, liwwe, hörnlinu, neitu, tosu, inicku; vgl. abliggu, verliggu, zämuliggu

lindu, V. intr.; weich werden, auftauen [Id. 3/1317]

lingig, Adj.; gewandt, überlegt [Id. 3/1338]

Lingwurm; N. m.; Lindwurm, Drache; Flurname: Llngwurm Ort bei Ried-Brig

und im Nanztal, wird spontan als «schlangenartiges Ungeheuer, Drache erklärt»; im nahen Grindji hat es Höhlen, in denen hätten früher Drachen

gehaust; wohl eher der sich schlangenartig schlängelnde alte Saumweg über den Simplon, wie er von weiter obengesehen werden kann. [(640/123), Id. 16/1526]

Liira, N. f.; 1. Leier, etw. sich ständig Wiederholendes; 2. leiernde, nörgelnde Person [Id. vgl. 3/1369]

Liretta, N. f.; fette, unförmige, unbewegliche Person [AI, I/1983, 38]

lirrju, V. intr. gierig trinken [Id. vgl. lǖrleⁿ III 3,1380, mit Behagen kleine Schlücke trinken]

liiru, V. intr.; 1.leiern, nörgeln, ständiges Schimpfen, sich dauernd wiederholen [Id. 3/1370], 2. wickeln, vgl. abliiru = abwickeln

lipfu, V. tr.; lüpfen, heben [Id. 3/1355], ablipfu = abheben beim Jassen;

liis, Adj.; schwach, weich, kränklich; mier ischt liis, ich fühle mich schwach; faam, liis und weich haben alle dieselbe Bedeutung [Id. 3/1422 6); IA II/1979, 42]

liis, Adj. weich, sich schwach fühlen, vgl. faam, weich [IA II/1979, 42]

Lisch, N. m.; Scheunenöffnung am Dach, Heueinwurf

Lisch, Lischscha, N. f; Riedgras, Segge; Heueinwurfloch [Id. 3/1459]

Lischeeterra, N. f.; Eidechse, vgl. Lattüechji

Liischta, N. f.; 1. Leiste, Holzleiste; 2. Liste, Absenzliste [Id. 3/1474] 3. Leiste

Liiset, N, m.; Samen, z.B. Leinsamen [Id. 7/1421]

Lismer, N. m.; 1. männliche strickende Person; 2. Pullover [Id. 3/1425]

lismu, V. tr.; stricken [Id. 3/1424]

Lit, N. m:; Hinterschenkel, Viertel eines geschlachteten Tieres [Id. 3/1087]

Linoleumbodo, N. m; Kunststoffboden

Litta, N. f,: feiner Schwemmsand [Id. vgl. Lëtt 3/1488]

Liitri, N. f.; Helligkeit, Licht [Id. 3/1517]

Liwwi,  N. f.; Tätigkeit, Akt des Ausruhens

liwwu, V. intr.; 1. ausruhen, 2. nicken, schlummern[Id. 3/1545] vgl. auch: 1. hirme, 2. schlaafu, liggu, hörnlinu, neitu, tosu, inicku [Id. 3/1545]

lizzu, V. tr. drehen, umdrehen, umwerfen [Id. Gr. 19] vgl. ablizzu = zurückschlagen (Bettleintuch);

Loch, N. n.; Pl. Lecher; Loch; Flurname: Lecher = Loch; Höhle, Berglücke, abgelegener Ort oder Weiler: zum Loch, Lochachra,  [Id. 3/1016]

lochu, V. tr.; 1. graben, ein Loch, Tunnel graben; 2. etwas durchschlagen, durchlöchern [Id. 3/1041]

Locherchella, N. f.; 1. Lochkelle; 2. vergesslicher Mensch, du bischt an rächti Locherchella, du bist eine richtige Lochkelle; 3. und icht sein: dass Dach rinnt wie an Locherchella, das Dach rinnt wie aus einer Lochkelle [Id. 3/199]

lome, V. intr.; nachlassen, mildern [Id. 3/1269]

loope, V. intr.; heraushängen, locker hängen

lose, V. tr.; horchen, zuhören [Id. 3/1446]; subst. Loser, Horcher, Zuhörer, vgl. Verwechslung mit Loosser.

Loosser, N. m.; von Auslosen; im Wallis für die Rekrutierung [vgl. Id. 3/1427; vgl. lôsen, 3 ], die 18 jährigen werden zur Rekrutierung aufgeboten und dann als militärdiensttauglich oder -untauglich beurteilt, die Tauglichen werden dann den verschiedenen Truppengattungen zugeteilt (verlost); zum Abschluss gibt es ein grosses Fest: den "Loserball", das ist nur phonetisch falsch geschrieben und heisst: Loosserball; hat also nichts mit dem engl. Loser oder dem wsdt. Loser = Horcher zu tun.

Loot, N. n; Senkblei

lotzu, V. intr. schauen, gucken, blicken [Id. 3/1568]

Löüba, N. f; Laube, Dörrplatz

Löüfer, N. m; I. Läufer, II. Laufstein, Mühlstein

Löüfstall, N. m; Laufstall, Auslaufgehege

Löüfstei, N. m; Laufstein, Mühlstein

löüffu, V. tr.; laufen [Id. 3/1120]; Komposita: fort-, mit-, naa- ,vorr-, wägg-, züe- [Id. 3/1113]

Löüga, N. f.; Lauge, Waschlauge, Aschenlauge [Id. 3/1171]

löügu, V. tr. laugen, in Lauge einlegen [Id. 3/1172] vgl. ablöügu

lotzu, V. intr.; schauen, sehen, blicken [Id. 3/1568; IA I/1976, 38]

Lowwi, N. f.; Lawine; Flurname: bezeichnet einen steilen Lawinenzug; dieser Flurname trifft man fast in jeder Gemeinde an; die meisten Gebiete sind aber heute mit Lawinenverbauungen und -dämmen gesichert (z. B. Ried-Brig) Lowwina. Man findet den Wortteil auch in vielen Zusammensetzungen: Lowwinuacher, Lowwigrabo, Mässlowwi; [(635/132), Id. 3/1539]

Lowwiverbuwwig, N. f; Lawinenverbauung

lüegu, V. intr.; (zu)schauen, sehen, blicken [Id. 3/1221] vgl. ablüegu, umlüegu

lüege miessu, Redensart für sparsam leben müssen, wier hei damaals miessu lüege, wir mussten damals sparsam durchs Leben

Lowwigfaar, N. f.; Lawinengefahr [Id. vgl. Lauwelen 3/1539]

Lüüder, N. m. Stofffetzen, Putzlumpen, Taschentuch [Id. 3/1101]

lüüder, Adv. , im Zusammenhang mit gaa, kaputt gehen, verderben

lüüdru, V. intr.; säumen, trödeln [AI, II/1983, 37]

lüege, V. intr.; lugen, schauen, sehen [Id. 3/1221] vgl. ablüege, züelüege

lüem, Adj. lau, lauwarm [Id. 3/1270]

lüemmu, V. intr.; wärmer werden [AI, 2/1983, 37]

Luftloch, N. n; Luftloch

Lüüna, N. f.; Launer, güeter Lüünu sii = fröhlich sein [Id. 3/1295]

Lusa, Lampa, N. f; Lampa

Lumpo, N. m; 1. Lappen, Stofffetzen; 2. Kopftuch der Frauen zur Funktion des Schutzes, der Zierde und des sittlichen Verhüllens [Id. 3/1279]

Lunga, N. f.; Lunge [Id. 3/1339]

Lurscha, N. f.; lange Frau mit langen Kleidern [AI, II/1983, 37]

Lusa, N. f.; Laterne, Petrollampe [Id. 3/1456]

lüüt, Adj. laut [Id. 3/1505]

lüüter, Adj. klar, hell, durchsichtig, rein; lüüters Wasser, klares, reines Wasser; am lüüterru Tagg, am hellen Tag [Id. 3/1513]

Lutscher, N. m.; 1. Sauger, Nuggi, Nuckel; 2. Schleckstengel  [Id. vgl. lutschen3/1537]

Lutza, N. f; Jauche, Gülle [Id. 3/1569]

lutzu, V. tr.; güllen, die Wiesen mit Jauche düngen  [vgl. Id. 3/1569]

Lutzugrabo, N. m; Jauchegraben

Lutzugrüeba, N. f; Jauchegraben

Lüüder, N. m; Wischtuch, Putzlumpen

lüüdru, V. intr.; langsam, luderhaft Arbeiten

Lüüss, N. f; Laus

volmar.schmid@bluewin.ch +4127 923 93 35 / +4179 753 49 84

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