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C

Chabos, N. m.; 1. Kabis, Kohl; 2. Unsinn; wele hüero Chabos laat das wider üssa, welchen Unsinn erzählt der wieder mal; das ischt Chabos, das ist Unsinn; Chabos ischt Chabos, aus Nichts wird Nichts (vgl. Volmar Schmid: Sprichwort, S. XI)  [Id. 3/98]

Chabosblatt; N. n.; 1. Kohlblatt; 2. im Pl. abstehende Ohrenlüeg amma dii Chabosbletter wa das het, schau mal, Kabisblätter (abstehenden Ohren) die der hat [Id. 5/184]

chäch, Adj. 1. lebenstüchtig, fest, kräftig; 2. keck [Id. 3/120]

Chäfig, N. m.; Käfig [Id. 3/162]

Chäfigtiri, N. f; Käfigtüre [Id. 13/1396]

Chalp, N. n.; Kalb; Jedi Chüe ischt a maal as Chalp gsii; jede Kuh war mal ein Kalb (Jeder hat seine Jugendsünden; Schmid Volmar, Sprichwort S. 62) oder Hundert Jaar as Chalp git nie an Chüe; hundert Jahr ein Kalb gibt nie eine Kuh (Was man in der Jugend nicht lernt, lern man nimmer; Schmid Volmar, Sprichwort S. 57) [Id. 3/215

ds Chalbersch gaa; Red., die Kuh macht sich ans Kalben

Chalberbaarma, f; Futterkrippe für Kälber

Chalberchromo, N. m; Kälberverschlag

Chalberstall, N. m; Kälberstall

Chalberfass, n; Kälberfass, Tränkgefäss [Id. 1/1051]

Chalbertilo, N. m.; Kalberzitzen, aber auch kleine Nebenzitzen bei der ausgewachsenen Kuh [Id. 12/1648]

Chalbertrogg, N. m.; Kälbertrog, Tränkgefäss [Id. 14/642]

Chalberzant, N. m.; Kälberzahn, Chalberzänt, solange es diese Zähne hat, gilt es als Kalb und wird für die Alpsömmerung nur als 1/4 oder 1/2 Kuh gerechnet [Rübel, S.23]

Chalch, N. m; Kalk, Mörtel  [Id. 3/229]

Chalchbrännu, N. n; Kalkbrennen

Chalchchammra, N. f; Kalkkammer, -grube

Chalcher, N. m; Kalker, Kalkbrenner

Chalchgrüeba, N. f; Kalkgrube, Kalkofen

Chalchhüss, N. n; Kalkhaus, -ofen, Kalkbrennerei

Chalchmilch, N. f; Kalkmilch

Chalchofo, N. f; Kalkofen, Kalbrenner

Chalchpfanna, N. f; Kalkpfanne, Kalkmulde

Chalchschlamm, N. m; Kalkschlamm

Chalchstei, N. f; Kalkstein

Chalchteigg, N. m; Kalkteig, -masse

Chäller, N. m; Keller [Id. 3/203]

Chällergrüeba, N. f; Kellergrube

Chällerpoort, N. f; Kellertüre, Pforte [Id. 4/1632]

Chällertiri, N. f; Kellertüre [Id. vgl. Poort 4/1632]

Chällertola, N, f; Kellergrube

Challo; N. m.; Klöppel; Glockenschwengel, auch von Kuhglocken; bildl.: Zunge redseliger Weiber [Id. 3/194]

Chämi, N. n. Kamin [Id. 3/257]

Chämitiri, N. f; Kamintüre

Chämitirli, N. n; Kamintürchen

Chamm, N. m; 1, Kamm zum kämmen; 2. Kamm als Geländepunkt, Grad [Id. 3/236]

Chamma, N. f.; Kämme, hölzerne Bindevorrischtung für Kälber [Id. 3/299]

Chämma, N. f.; Schaf mit weitem Hörner-Bogen

Chammerbodo, N. m; Zimmerfussboden

Chammerböüm, N. m; Kammerbaum, Trennbaum

Chammerlado, N. m; Kastenbrett

Chammerlatta, N. f; Kammerlatte, Trennlatte

Chammfries, N. n; Kammfries

Chammmili, f; Kammmühle

Chammra, N. f; Kammer [Id. 3/248]

Chammrad, N. n; Kammrad, Kraftübertragungsrad

Chammrutiri, N. f; Kammertüre, Zimmertüre

Chanape, N. n; Kanapee, Sofa

Chännil, N, m.;  wird immer mehr weich als Chänil ausgesprochen 1. künstliche Rinne, Kanal zur Fortleitung von Flüssigkeiten (Wasser, Jauche) aus Holz oder Blech vgl. z.B. Dachchänil  2. Kännel der Wässerwasserleitung, ds Niwwwäärch het hiitu no zwei Chännla, das NeueWerk (Bewässerungsleitung in Ausserberg) hat heute noch zwei Kennel [Id. 3/310]

Chännilzug, N. m.; Kännelzug, Auszug und Reparatur eines zerstörten Kennels einer Bewässerungsleitung; diese mussten manchmal unter Todesgefahr repariert werden [Id. vgl. Chännel, 3/309]

chännu, mod. HV,; können; du chascht, wier chänne [Id. 3/321]

Chapälla, f; Kappelle, Gotteshaus

Chappholz, N. n; Pfette, Fusspfette [3/384]

Chäärderna, N. f.; von "cherderen" = ködern; also Köder,  Regenwurm, daa bin i aber gspannte wie an Chäärderna zwischunt zwei Hänne, (lustiger Vergleich) da bin ich gespannt wie ein Regenwurm zwischen zwei Hühnern [Id, 2/1597] vgl. auch Chirderna [Id. 3/459]

Chääs, N. m; Käse, siehe Chees [Id. 1/249; Gr 15]; die Zweiteilung des Walliserdeutschen zeigt sich am besten an diesem Wort: östlich der Linie "Gamsermauer" (zwischen Gamsen und Eyholz) produziert Braunvieh "Chääs" und westlich Fleckvieh "Chees"; vgl. Zweiteilung des Wsdt.

Chaschtbrätt, N. n; Kastenbrett

Chaschtlado, N. m; Kastenbrett

Chaschtladuböüm, N. m; Kammerbaum

Chaschto,  N. m; Kasten, Truhe

Chaschtubodo, N. m; Kastenboden

Chaschtuten, N. n; Tenn, Dreschplatz

Chätzerhüeschti, N, n. schlechter, durchtriebener, hinterlistiger Mensch (in diesem Wort steckt der Wortteil: Chätzer = Ketzer; zum Wortteil hüestji habe ich nur die Vermutung es könnte (w)üest sein; das ji ist die im Wallis übliche Verkleinerungsform.

chäsu, V. intr. nagen, abnagen, ich chäsu am a Tuggol Roggubroot, ich nage an einem Stück Roggenbrot [Id. 3/514]

Chatzuglotz, N. m; Katzenloch, Luftöffnung

Chatzuloch, N. n; Katzenloch, Luftöffnung

Chatzupfeischter, N. n; Katzenfenster, kleine Öffnung für die Durchlüftung am Dachgiebel

Chatzutiri, N. f; Katzentüre; Spalt zwischen Wandbalken und Dachverschalung

Chatzutotz, N. m; Katzenloch, Luftöffnun

Chella, N. f; 1. Kelle, Rahm-, Suppenkelle [Id. 3/199]; 2. wilder Thymian [Id.

Cheemmer, N. m.; chemischer Dünger [IA II/1976, 36]

cheischte, V. intr.; keisten, keimen, namentlich von Kartoffeln [Id. 3/543]

Cheer, N. m.; 1. Kurve, Kehre; 2. Wendung, Änderung: är het der Cheer gmacht, er hat die Wendung (Genesung, Bekehrung) geschafft; 3. Umgang, Zeitrahmen z.B. der Wassercheer, Orstrahmen, z.B. der Howwercheer [Id. 3/430]

cheerlinu, V. intr.; Kurven machen 1. einen steilen Hand im Zickzack durchqueren; 2. Schlangenlinie laufen (betrunken) [IA, I/1976, 39]

Chees, N. m; Käse vgl. Chääs [Id. 3/502]

Cheesboort, N. n; Käsebort, Käseresten vgl. auch Jugga,  [Id. 4/1629; IA, I/1983, 36]

Cheesborer, N. m.; Käseborer, Gerät um Käseproben zu entnehmen [Id. 4/1507], vgl. auch Cheesnäpper

Cheeschäller, N. m; Käsekeller [Id. 10/42]

Cheeschessi, N. n; Käsekessel [Id. 3/519]

Cheeser, N. m.; Cheeseri, N. f.; Käser, Käserin; dieser Ausdruck wurde selten verwendet, meist brauchte man: Sänner, Sänneri  [Id. 3/513]

Cheesgäärb, N. m; Käseform, Holzring, vgl. Gäärb

Cheesjäärb, N. m.; Käseform, Holzring, vgl. Jäärb

Cheeslado, N. m.; Käsebretter, Käseladen zwischen denen der Käse gepresst wird  [Id. 5/902]

Cheesleitra, N. f; Käseleiter, Käsegatter

Cheeslop, N. n.;  Lab, Labpulver, Ferment des Kälbermagens (Zicken-) das die Milch beim Käsen zur Gerinnung bringt; vgl. Lappulfer, Ladpulfer [Id. 3/952]

Cheesloptriiterli, N. n.: Labpulverbehälter aus Holz [Id. 14/1550]

Cheesmilch, N. f.; Käsemilch [Id. 4/201]

Cheesnäpper, N. m.; Käsebohrer, Bohrer zum Entnehmen von Käseproben [Id. 4/771]

Cheesräff, N. n; Käsetrage

Cheesrieta, N. f; Käseleiter, Käsegatter

Cheesreiti,  N. m; Käseleiter, Käsegatter

Cheesteileta, N. f; Käseteilet

Cheesleitra, N. f; Käseleiter, Käsegestell, Traggestell

Cheesplatta, N. f; Käseplatte

Cheestüech, N. n.; Käsetuch, Zwilchtuch in das die frische Käsemasse eingepackt und gepresst wird [Id. 12/299] vgl. Blächa

Cheesturo, N. m; Käseturm, Käsegestell

cheesu, V. tr.; käsen [Id. 3/513]

Chessi, N. n; Kessel, Käsekessi [Id. 3/518]

Chessiner, N. m; Alpgenossenschafter (Lötschen)

Chessil, N. m; Kessel

Chessituro, N. m; Kesselturm, drehbare Kesselhalterung [Id. 13/1672]

chettu, V. tr.; locken: dum Vee chettu, das Vieh durch liebevolles Zurufen locken  [IA I/1978, 40]

Chiechli, N. n; Küchlein, Fasnachtsgebäck, kleine Kuchen  [vgl. Id. 3/131]

chiewarm, Adj, kuhwarm, frisch gemolkene Milch, ca. 25 - 28 Grad warm [Id. 16/1494]

chiftig, Adj.; heftig, ernstlich; an chiftige Hängert, eine heiftige Diskussion [Id. 3/179]

Chilber, N. m; Chilberli, n; junges, weibliches Schaf; 1/2 bis 2 Jahre

Chilberlamm, N. n; junges, weibliches Schaf

Chilcha, N. f; Kirche,Pfarrkirche

Chilchumüüra, N. f; Friedhofsmauer; Kirchenmauer

Chilchutiri, N. f; Kirchentür

ChintN. n.; Kind, Kinder [Id. 3/335]

Chinderstuba, N. f; 1. Kinderstube; 2. Erziehung,

chintu, V. intr.; künden, verkünden, kunt tun, bekannt machen; 1. die Hochzeit ansagen, vgl. verchintu; 2. beim Rindvieh die Brunst zeigen [Id. 3/355]

chipbüüchu, V. intr.; schwer, athmatisch atmen [F.I.!

Chiri, N. n.; Korn, einzelnes Getreidekorn [IA I/1977,40]

Chlack, N. m.; Spalte, Riss, Ritze, in Holz, Gestein, Gemäuer, Erdreich, Eis und Firn, in der menschlichen Haut, bes. an Händen und Füssen, auch an den Lippen [Id. 3/639]

Chlaffja, N. f.; Klappertopf (Pflanze): Rhinanthus serotinus [IA I/1978, 40]

chläichil, Adj.; auch chliichil, chlingil wird als Verstärkung von dürr, trocken verwenden: ds Holz ischt chläichil dirrs, das Holz ist sehr trocken [Id. 13/1358; IA I/1978, 40]

Chläich, N. m.; Klang: ich keerru kchei Chläich, ich höre keinen Klang - ich bin taub [IA I/1978, 40]

Chlämpa, N. f.; Lücke, enger Durchgang zwischen zwei Häusern [F.I.]

Chlämpi, N. n; Wäscheklammer[Id. 3/648]

chlämpu, V. intr.; 1. klemmen, einklemmen; ich ha mi geschter in der Poort gchlämpt, ich habe mir gestern in der Türe die Finger eingeklemmt; 2. klemmen, eine Arbeit nicht verrichten oder geizig sein; äss ischt de öü no an chlämmpige Siech, er ist schon noch ein geiziger Kerl; bi deer Arbeit het äss klämmt, von der Arbeit hat er sich gedrückt [Id. 3/648]

Chlappbett, N. n; Klappbett

Chlaawo, N. m; 1. Klaue, Zehe der Huftiere; 2. technische Bezeichnung für ein Alprecht (= 1/4 Kuhrecht) [Id. 3/705]

chliichil, Präp, Verstärkung = sehr; Schallwort, klingeln, rauschen

chliichildirr, Adj.; sehr trocken, klingeldürr, ds Heww ischt chliichildirrs, das Heu ist klingeldürr trocken [Id, 13/1358]

chliichju, V, intr.; klingen: di Glogga chliichjot, die Glocke klingt [IA I/1978, 40]

Chlimsjer, N. m.; einer, der eine Arbeit langsam und ineffizient erledigt, Trödler[IA, 1/1979, 34]

chlimsju, V. intr.; eine Arbeit langsam und ziellos verrichten, äs tüet nummun soo umanandrachlimsju, er bringt die Arbeit nicht aus der Hand, kommt nicht vorwärts [IA, 1/1979, 34]

chlipfu, V. tr.; jemanden Angst machen; erchlipfu, V. tr. ich ha miine Brüder erchlipft, ich habe meinen Bruder erschreckt; verchlipfu, V. tr. miine Brüeder ischt verchlipft, mein Bruder ist erschrocken [Id. 3/683; IA, I/1978, 40] vgl. pliiggu

Chleiderschaft, N. m; Kleiderschrank

Chleija, N. f; Kleie

Chleijutrogg, m; Kleiebehälter, Kleientrog

chliichju, V. intr. klirren [Gr. 50]

Chlippil, N. m; Klöppel, Vorschlaghammer

Chliwwa, N. f.; Grannen oder Grannenteilchen, Ährenfäden bei Getreide und Gräsern, Kleie [Id. 3/707; IA II/1976, 36]

Chlobo, N. m; Kloben, Klotz, Zapfen [Id.3/617]

Chlofo, N. m; Kloben, Klotz, Zapfen [Id.3/617]

chlumsu, V. intr. nagen, kauen, auf einem Stück hartem Roggenbrot herumnagen und mit Speichel durchweichen [F.I.]

Chlupf, N. m; plötzlicher Schrecken, grosse Angst: ich ha kchei Chlupf, ich habe keine Angst [Id. 3/682; IA I/1978, 40]

chlupfig, Adj.; schreckbar, leicht zu erschrecken, furchtsam, änglich: das Chieli ischt chlupfigs [Id. 3/684; IA I/1978, 40]

Chnättmüelta, N. f; Knetmulde

Chneww, N. n.; Knie [Id. 3/774]

chnewwu, V. intr.; knieen [Id. 3/776]

Chnewwschiiba, N. f.; Kniescheibe [Id. 8/54]

Chnewweta, N. f.; Schneehöhenmass, bis zum Knie ist eine stattliche Schneehöhe [Id. 3/776]; das kleinste Mass ist an Gräwwtschgeta, eine Grauheit; das nächste Mass für die Schneehöhe ist dann an Miischuchnewweta = Maus kniehoch; gibt es recht viel Schnee spricht man von ar Chneewweta = Knie hoch

Chnider, N. m.; kleiner Mann, kleines Kind [F.I.]

Chnipfböüm, N. m; Bindebalken

Chnoorz, N. m.; eine mühsame, aber vergeblich oder unbrauchbare (aus Mangel an Geschick) Arbeit; das ischt an rächte Chnoorz, wa ner daa abglaa heit, das ist eine mangelhafte Arbeit, die ihr da verichtet habt [Id. 3/760] vgl. die Redensart: an Chnoorz ablaa = mit viel Aufwand ein mangelhaftes Resultat liefern.

chnoorzu, V. intr.; mühsam, unfachmännisch, ohne Geschick arbeiten; dii chnoorzunt wirklich numma umanand, die mühen sich wirklich vergeblich ab [Id. 3/760]

chnoschlu, V. intr.; schmatzend, lustvoll essen; alli um du Topf und de heintsch afa chnoschlu, alle um den Topf und dann begannen sie schmatzend zu essen; vgl. ässu, frässu, habru

Chnubil, N. m.; Knollen, Klumpen [Id. 3/717]

Chochofo, N. m; Kochherd

Chola, N. f.; Kohle [Id. 3/207]

choluschwaarz, Adj. Farbe, kohlschwarz [Id. 9/2205]

Cholbo, N. m; Kolben

Cholera, N. f; Verkohlung, Backen, Gericht

Cholrächo, N. m; Ofenkrücke, Kohlenscheuer

Chopf, N. m.; Kopf; Syn.: Höüt, Grind, Bira; Was der Chopf vergisst, miessunt d Fiess entgäältu; Was der Kopf vergisst, müssen die Füsse entgelten (VS, Sprichwort, I); ... niit uff du Chopf kchiit, nicht auf den Kopf gefallen; ... no Chopf, no Schwanz, noch Kopf, noch Schwanz (= sinnlos); ... in du Chopf stiigu, in den Kopf steigen; ... chopflos, kopflos (VS. Sprichwörter, XI) [Id. 3/408]

chopflos, Adj.; kopflos, ohne nachzudenken [Id. 3/1430]

Chopf atriibu, Chopf aschlaa,  Redensart; 1. Kopf anschlagen; 2. seine Grenzen finden, nicht weiterkommen; daa het är antli der Chopf agschlagu, da hat er endlich seine Grezen erfahren

Chopflumpo, N. m.; Kopftuch der Frauen, vgl. auch: Lumpo [Id. 3/1279]

Chooru, N. n; Korn [Id. 3/469]

choru, V. tr.; kosten, Speise oder Wein versuchen [Id. 3/446]

Chooruchaschto, N. m; Kornkasten

Chooruchischta, N. f; Kornkiste

Choorumäll, N. n; Roggenmehl, Alltagsmehl

Choorumili, N. f; Korn-, Getreidemühle

Choorusack, N. m.; Kornsack, Sack, Beutel zum Säen des Korns [Id. 7/625]

Choorutricka, N. f; Korntruhe, Getreidetruhe

chotzu, V. tr.; erbrechen, kotzen, vgl. gäärbu, boguhüeschtu [Id. 3/599]

Chrapfji, Chräpfli N. n; ravioliartiges Fasnachtsgebäc, Krapfengebäck [vgl. Id. 3/845]

Chrankustuba, N. f; Krankenstube

Chranz, N. m; Kranz, Bindebalkenkranz [Id. 3/837]

Chranztriichja, N. f; Kranztreichel, Schafglocke

Chraapfo, N. m.; Haken, Holzhaken, krummer Holzteil , z.B. Chraapfustäcko; 1. vgl. Chräpfli, ravioliartiges Fasnachtsgebäck; 2. Holzhaken, in dem die Kännel einer Wasserleitung befestigt werden [Id. 3/842]

Chraapfustäcko, N. m.; Wanderstock mit gebogenem Handgriff

Chräwwil, N. m.; Kralle, Klaue, Hand [Id. 3/920], vgl. Plampo, Pratzo

chrawwu, V. reflexiv; kratzen, ich chrawwu mich, wes mi biisst, ich kratze mich wenn es beisst [Id. 3/919; IA I/1982, S. 36]

Chreelingji, N. n.; Tölpel, Narr (aber nicht bösartig gemeint): oo, welis Chreelingji, oh, welch ein Narr, ein Tölpel [IA I/1978, 40]

chrimpu, V. tr.; krümmen, beugen, biegen, ich chripmu du Ascht bis uf du Bodo, ich biege/krümme den Ast bist zum Boden [Id. 3/823]

Chrippa, N. f.; Krippe  [vgl. Id. 3/342]

Chrippupapier, N. n.; Krippenpapier, mit Marmor- oder Felsmuster bemaltes Packpapier

Chriss, N. n; Streu aus Nadelbaumblätter, Nadeln [Id. 3/853]

chrissu, V. intr.; sammeln von Chriss, Einstreumaterial aus Nadeln

Chriiter, N. n. Pl. ; Kräuter, Heilkräuter [Id. 3/918]

Chriiterschnaps, N. m.; Kräuterschnaps [Id. 9/1267]

Chriitz, N. n.; 1. Kreuz als religiöses Zeichen der Christenheit; 2. Kreuz, Widerrist bei Mensch und Tier [Id. 3/938]; stehende Formel: no Chriitz, no Haago; noch Kreuz, noch Haken = keinen Sinn ergeben;

Chriitzbei, N. n.; Kreuzbein, Hüftknochen beim Rind [Rübel, 19]

Chriitzgwätt, N. n.; Verzähnung am Dachgiebel [Id. vgl. Gwätt, 2/1264 ]

Chriitzwägg, N. m.; 1. Weggabelung; 2. Kreuzweg, Leidensweg Christi in 14. Staionen anchgestellt [Id. 15/832]

Chriitzwägkapälla, N. f.; Kreuzwegkapelle, -station

Chriitzwägstation, N. f.; Kreuzwegstation [Id. vgl. Chrützweg, 5/833]

Chromo, N. m; Verschlag, Zwinger, Tiergehe innerhalb eines Gebäudes [Id. 3/818] Schaaf-, Hännu-, Schwii- ...

chroosu, V. intr.; 1. den Laut "r" in französischer Manier ausprechen [Id. 3/857]; 2. knirschen, Bezeichnung eines mehr oder weniger starken, hellen oder dumpfen Geräusches beim Zsdrücken oder Brechen eines harten oder spröden Stoffes, krachen, von einem Baume, der fallen will oder fällt, von einem hölzernen Hause, das von starken Windstössen erschüttert wird oder zsstürzt, auch mit unbest. Subj., mit geringerm Schall von Speisen unter den Zähnen, z. B. von Knorpeln, hartem Gebäck, Nüssen, Zucker, beim Zertreten eines Schneckenhauses, vom brechenden Knochen bei Operationen, beim Verrenken eines Gliedes, beim Biegen eines zinnernen Tellers, auch ohne das Brechen des den Schall verursachenden Gegenstandes; tosen, dröhnen, vom Donner, Kanonen, Lawinen, Gletschern, von gefrornem Boden unter Tritten; rauschen, rascheln, von dürrem Laub, Heu, Reisig; dann formelhaft zur Verstärkung des Ausdruckes für irgend eine leibliche Tätigkeit, i. S. v. 'mit aller Macht'; [Id. 3/856]

Chröücho, N. m.; Kräuselklumpen beim Spinnen, wenn der Faden nicht schön glatt von der Kunkel = Chüüchla auf die Spule = Spüolo läuft [IA I/1978, 40]

Chruchtilla, Chruchtele, N. f; 1. Fasnachtsküchlein; 2. altes, verhunzeltes Weib [Id. 3/786]

Chrüt, N. n; Kraut, Gras, Blätterkraut, Krautgewächs im Gegensatz zu Holzgewächs; Redensart: Chrüt und Chabos, Kraut und Kabis = unlogisches Durcheinander [Id. 3/838]

chrütu, V. tr.; krauten, 1.frisches Gras (zur Stallfütterung) mähen; 2. mit der Sichel Ränder putzen, das Kraut abschneiden, das man mit der Sense nicht erreicht [Id. 3/915]

Chrüüter, N. m; Kräutergemisch, Kräuterschnaps

Chrüüterschnaps, N. m; Kräuterschnaps

Chüüchla, N. f.; Kunkel, Rocken, stabförmiges Gerät an dem die noch unversponnen Fasern sind [IA I/1978, 40]

Chuchi, N. f; 1. Küche, 2. Raum zum Werken z.B. Wäschchuchi, Waschküche [Id. 3/129]

Chuchiapfall, N. m; Küchenabfall

Chuchibodo, N. m; Küchenfussboden

Chuchilumpo, N. m.; Küchenlappen, Putzlappen, vgl. Hudil, Gschirrhudil, Wäsch-, Gschirr-, Putzlumpo, [Id. 3/1278]

Chuchiofo, m; Küchenherd

Chuchischaft, N. m; Küchenschrank [Id. 8/403]

Chuchitiri, N. f; Küchentüre

Chuchivorscher, N. n.; Küchenschürze vgl. Vorscher [Id. vgl. 8/1461]

Chuchitisch, m; Küchentisch

Chüe, N. f.; Kuh [Id. 3/85]

Chüebeichinig, N. m.; Kuhbeinkönig, wer am meisten Spieltiere aus Rinderknochen besitzt, wird zum König erklärt [Rübel, 20]

Chüebaarma, N. f; Futterkrippe für Kühe

Chüecho, N. m; Kuchen [Id. 3/131]

Chüeglogga, N. f; Kuhglocke, Kuhtreichel

Chüehirt, N. m.; Kuhhirte vgl. auch Veehirt [Id, 2/1648]

Chüestall,  N. m; Kuhstall 1

Chüetilo, N. m.; Kuhzitzen [Id. 12/1647]

Chüetriichja, N. f; Kuhglocke, Kuhtreichel

Chüetscha, N. f.; Kuetsche, Kuhkalb [Id. 3/579], vgl. Chüetschi, Chüetschilli

Chunschtofo, N. m; Küchenofen,Kunstofen  

Chunda, N. f; Kundenmilch, Kaufmilch

Chunduchieli,  N. n; Sommerkuh

Chupfer, N. n.; Kupfer, Stoffname [Id. 3/419]

Chupferschmitt, N. m.; Kupferschmied [Id. 9/861]

Chusi, N. n.; Flusel, Fussel [F.I.]; meist im Pl. Chusini

Chuttla, N. f.; Kuttel, Eingeweided, Gedärm auch beim Menschen [Id. 3/574]

Chutschi, N. n.; vgl. auch Chutschili, Hutschili, Kälblein [Id. 3/215, vgl. Chuetschichalb; IA I/1982, S. 36]

Chuttle, N. f; Kutteln (Gericht) 178