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Im Schweizerdeutschen wird mit Ausnahme von Basel und Chur "k" zu "ch", also Wörter wie Kirche/Chilcha, Choorb/Korb finden Sie hier!us
Chabos, N. m.; 1. Kabis, Kohl; 2. Unsinn; wele hüero Chabos laat das wider üssa, welchen Unsinn erzählt der wieder mal; das ischt Chabos, das ist Unsinn; Chabos ischt Chabos, aus Nichts wird Nichts (vgl. Volmar Schmid: Sprichwort, S. XI) [Id. 3/98]
Chaboschopf, N. m.; Kabiskopf [Id. 3/412]
Chabosblatt; N. n.; 1. Kohlblatt; 2. im Pl. abstehende Ohren; lüeg amma dii Chabosbletter wa das het, schau mal, Kabisblätter (abstehenden Ohren) die der hat [Id. 5/184]
chäch, Adj. 1. lebenstüchtig, fest, kräftig; 2. keck [Id. 3/120]
Chachil, Chachla, N. m.; Kachel, Plättli
Chachilofo, -e, N. m.; Kachelofen [Id. 1/111]
Chachla, -e, N. f.; runde Ton- oder Polzellantasse, jede Moorgu triich i a Chachla Milch, jeden Morgen trinke ich eine Tasse Milch [Id. 3/117] vgl. Gschirrchachla, Milchchachla,
chachlu, V. intr.; schepper, klirren; umanandrechachlu, tosten, herumklirren, herumstöbern, was chachloscht daa in der Chuchi umandre, was schepperst du da in der Küche herum [Id. II 3/120]
Chäfer, Chäfra, N. m.; Käfer, der Holzbock ischt an gfeerliche Chäfer, der Holzbock ist ein gefährlicher Käfer [Id. 3/160], Sprachatlas, vgl. Güego
Chäfig, N. m.; Käfig, [Id. 3/162] vgl. Chefi, är het drii Jaar ins Chefi miessu, er musste drei Jahre ins Gefängnis
Chäfigtiri, N. f; Käfigtüre [Id. 13/1396]
Chäla, -e, N. f.; Kehle, Rinne, schmaler Graben; Flurname: Rinne, schmaler Graben, muldenförmiges Waldgebiet, [Id. 3/138, Zi 560], am Gliishooru hets drii, vier Chäle, wie Holzschleipf, am Glishorn hat es drei vier schmale Gräben, wie Holzschleife
Chalp, Chälber, N. n.; Kalb; Jedi Chüe ischt a maal as Chalp gsii; jede Kuh war mal ein Kalb (Jeder hat seine Jugendsünden; Schmid Volmar, Sprichwort S. 62) oder Hundert Jaar as Chalp git nie an Chüe; hundert Jahr ein Kalb gibt nie eine Kuh (Was man in der Jugend nicht lernt, lern man nimmer; Schmid Volmar, Sprichwort S. 57) [Id. 3/215], Sprachatlas
ds Chalbersch gaa; Red., 1. die Kuh macht sich ans Kalben, 2. eine Entscheidung wird gefällt
Chalberbaarma, -e, f; Futterkrippe für Kälber [Id. vgl. Baren, 4/1439], vgl. Baarma
Chalberchromo, -e, N. m; Kälberverschlag, [Id. vgl. Chrammen, 3/818] vgl. Chromo
Chalberstall, -ställ, N. m; Kälberstall, der Chalberstall ischt meischtens an Chromo im Veestall gsii, der Kälberstall war meistens ein Abteil des normalen Viehstalls
Chalberfass, n; Kälberfass, Tränkgefäss, offenes Gefäss mit Röhre, die man jungen Kälbern ins Maul steckt um sie Milch oder Mehltrank saugen zu lassen [Id. 1/1051], Sprachatlas f.
Chalberii, -je, N. f.; Dummheit, da han i an Chalberii gmacht, da habe ich eine Dummheit begangen [Id. 3/224]
Chalbertilo, N. m.; Kalberzitzen, aber auch kleine Nebenzitzen bei der ausgewachsenen Kuh [Id. 12/1648]
Chalbertrogg, N. m.; Kälbertrog, Tränkgefäss, Kälbertränke [Id. 14/642]
Chalberwasser, N. n.; Fadenwurm, Chalberwasser in der Treichi, ischt kcheis güets Zeichu, Fadenwürmer in der Tränke ist kein gutes Zeichen [Id. 16/1816]
Chalberzant, N. m.; Kälberzahn, Chalberzänt, solange es diese Zähne hat, gilt es als Kalb und wird für die Alpsömmerung nur als 1/4 oder 1/2 Kuh gerechnet [Rübel, S.23]
chalbru, V. intr.; 1. kalbern; 2. Unsinn treiben, wier hei nummu umnandrechalbrot, wir haben nur gealbert [Id. 3/222]
Chalch, N. m; Kalk, Mörtel, d Hiischini mit Chalch verputzu, die Häuser mit Kalk verputzen [Id. 3/229]
Chalch brännu, N. n; Kalk brennen
Chalchchammra, N. f; Kalkkammer, -grube
Chalcher, N. m; Kalker, Kalkbrenner
Chalchgrüeba, N. f; Kalkgrube, Kalkofen [Id. 1/111], vgl. Chalchofo
Chalchhüss, N. n; Kalkhaus, -ofen, Kalkbrennerei
Chalchmilch, N. f; Kalkmilch
Chalchofo, -e, N. f; Kalkofen, Kalbrenner [Id. 1/111], häufig heute noch als Flurnamen (z.B. auf dem Kulturweg zwischen Ausserberg und St. German)
Chalchpfanna, N. f; Kalkpfanne, Kalkmulde
Chalchschlamm, N. m; Kalkschlamm
Chalchstei, N. f; Kalkstein (Trias-Dolomit oder Lias-Kalk) [Id. 11/832]
Chalchteigg, N. m; Kalkteig, -masse
Chäller, N. m; Keller, im Landchäller heintsch friejer d Vorräät üffbiwaart, im Erdkeller wurden früher die Vorräte aufbewahrt [Id. 3/203]
Chällergrüeba, -e N. f; Kellergrube, Grube im Erdkeller, in der Chällergrüeba hei wer d Häärpfil kcha, in der Kellergrube lagerten wir die Kartoffeln
Chällerpoort, N. f; Kellertüre, Pforte [Id. 4/1632]
Chällertiri, N. f; Kellertüre [Id. vgl. Poort 4/1632]
Chällertola, N, f; Kellergrube
Chällneri, N. f.; Kellnerin
Challo; N. m.; Klöppel; Glockenschwengel, auch von Kuhglocken; bildl.: Zunge redseliger Weiber [Id. 3/194], Sprachatlas
chällreta, Adj.; ein Keller voll
chalt, Adj.; kalt [Id. 3/239]; sehr kalt = iischuchalt; Flurname: kalt; bezeichnet einen Ort zusätzlich nach seinem Mikroklima: Chaate Bodo, [ld . 3/206]
Chalte Brunno, Chaltwasserpass, [(629/123) Id. 3/239]
Chämi, N. n. Kamin [Id. 3/257], Sprachatlas, Flurname: kaminartige Waldrinne, Felszug [Id. 3/257, Zi 31]
Chämitiri, N. f; Kamintüre
Chämitirli, N. n; Kamintürchen
Chamm, N. m; 1, Kamm zum kämmen; 2. Kamm als Geländepunkt, Grad [Id. 3/236]
Chamma, N. f.; Kämme, hölzerne Bindevorrischtung für Kälber [Id. 3/299]
Chämma, N. f.; Schaf mit weitem Hörner-Bogen
Chammerbodo, N. m; Zimmerfussboden
Chammerböüm, N. m; Kammerbaum, Trennbaum
Chammerlado, N. m; Kastenbrett
Chammerlatta, N. f; Kammerlatte, Trennlatte
Chammfries, N. n; Kammfries
Chammmili, f; Kammmühle
Chammra, N. f; Kammer, Nebenstube [Id. 3/248], Sprachatlas
Chammrad, N. n; Kammrad, Kraftübertragungsrad
Chammrutiri, N. f; Kammertüre, Zimmertüre
Channa, N. f.; Kanne [Id. 3/309]
Chanape, N. n; Kanapee, Sofa
Chännil, N, m.; wird immer mehr weich als Chänil ausgesprochen 1. künstliche Rinne, Kanal zur Fortleitung von Flüssigkeiten (Wasser, Jauche) aus Holz oder Blech vgl. z.B. Dachchänil 2. Kännel der Wässerwasserleitung, ds Niwwwäärch het hiitu no zwei Chännla, das NeueWerk (Bewässerungsleitung in Ausserberg) hat heute noch zwei Kennel [Id. 3/310]
Chännilzug, N. m.; Kännelzug, Auszug und Reparatur eines zerstörten Kennels einer Bewässerungsleitung; diese mussten manchmal unter Todesgefahr repariert werden [Id. vgl. Chännel, 3/309]
chännu, cha, chännu; mod. HV,; können; du chascht, wier chänne [Id. 3/321], Sprachatlas
Chanzla, N. f.; Kanzel; Flurname: Chanzelti = Kanzel; hervorragende Berg- oder Hügelspitze; hervorragender, aussichtsreicher Vorsprung, Grad oder Platte. [(635/126) ld. 3/377; Zinsli, NG S. 560]
Chappa, N. f.; Kappe, Mütze [Id. 3/384]
Chapälla, f; Kappelle, Gotteshaus
Chappholz, N. n; Pfette, Fusspfette [3/384]
Chäpsil, N. n.; Zündhütchen [Id. 3/420]
Chapsla, N. f.; Kapsel [Id. 3/420]
Chapuziiner, N. m.; Kapuzinerpater [Id. 3/402], Sprachatlas, auch nur: Paater
Chäärderna, N. f.; von "cherderen" = ködern; also Köder, Regenwurm, daa bin i aber gspannte wie an Chäärderna zwischunt zwei Hänne, (lustiger Vergleich) da bin ich gespannt wie ein Regenwurm zwischen zwei Hühnern [Id, 2/1597] vgl. auch Chirderna und Mettel [Id. 3/459] vgl. Vielfalt: Sprachatlas
Charo, N. m.; Karren [Id. II 3/422]
Chääro, N. m.; Kern [Id. 3/465]
Charscht, N. m.; Karst, zwei oder mehrzinkiges Grabwerkzeug [Id. 3/485], Sprachatlas
Chaarta, N. f.; Karte [Id. 3/488]
chartu, V. tr.; Wolle hecheln [Id. 3/489]
Chääs, N. m; Käse, siehe Chees [Id. 1/249; Gr 15]; die Zweiteilung des Walliserdeutschen zeigt sich am besten an diesem Wort: östlich der Linie "Gamsermauer" (zwischen Gamsen und Eyholz) produziert Braunvieh "Chääs" und westlich Fleckvieh "Chees"; vgl. Zweiteilung des Wsdt.
chäschu, V. tr.; kauen [Id. 3/578] vgl. auch chätschu
Chaaslop, N. n.; Lab, Ferment des Kälbermagens, das bewirkt, dass die Milch zum Käsen dick wird [Id. 3/997]
Chaschtbrätt, N. n; Kastenbrett
Chaschtlaa, N. m.; Kastlan, höherer Beamter [Id. 2/535]
Chaschtlado, N. m; Kastenbrett
Chaschtladuböüm, N. m; Kammerbaum
Chaschto, N. m; Kasten, Truhe [Id. 3/535], Sprachatlas
Chaschtol, N. m.; Kastell; Flurname: Chastol = Kastell; meist auf einer bestehende oder ehemalige Burganlage bezogen, steht aber auch für Felsköpfe, Berggipfel, Hügel etc.: Chaschtelbiel (eigentlich eine Tautologie) [(643/128), Id. 3/534; Zi 561]
Chaschtubodo, N. m; Kastenboden
Chaschtuten, N. n; Tenn, Dreschplatz
chätschu, V. tr.; kauen, nagen [Id. 3/578]
Chätschgummi, N. m.; Kaugummi
Chatza, N. f.; Katze [Id. 3/582], Sprachatlas
Chatzi, Chatzini, N. n.; Weidekätzchen, Sprachatlas
chatzhaft, Adj.; diebisch
chatzu, V. tr.; stehlen, kleinere Diebereien begehen [Id. 3/594]
Chätzerhüeschti, N, n. schlechter, durchtriebener, hinterlistiger Mensch (in diesem Wort steckt der Wortteil: Chätzer = Ketzer; zum Wortteil hüestji habe ich nur die Vermutung es könnte (w)üest sein; das ji ist die im Wallis übliche Verkleinerungsform. [vgl. Id. 16/2164]
chäsu, V. intr. nagen, abnagen, ich chäsu am a Tuggol Roggubroot, ich nage an einem Stück Roggenbrot [Id. 3/514]
Chätzerhüescht, N. f.; ein perfieder, hinterlistig hintertriebener Mensch (das Wort "Chätzerhüeschtji" war vermutlich nur in unserer Familie geläufig, aber noch heute sagen wir manchmal von einen hinterlistig, perfied hintertriebenem Menschen: welis Chätzerhüeschtji [S.F.]
chatzu, V. tr. stehlen, stibitzen, kleinere Diebereien begehen [Id. 3/594]
Chatzuglotz, N. m; Katzenloch, Luftöffnung
Chatzuloch, N. n; Katzenloch, Luftöffnung
Chatzupfeischter, N. n; Katzenfenster, kleine Öffnung für die Durchlüftung am Dachgiebel
Chatzutiri, N. f; Katzentüre; Spalt zwischen Wandbalken und Dachverschalung
Chatzutotz, N. m; Katzenloch, Luftöffnung
Chebja, N. f.; Käfig [Gr. 47]
Chegil, N. m.; Kegel [Id. 3/179]
chegju, V. intr.; kegeln, Kegel schieben [Id. 3/181], Sprachatlas
cheibo, Adj. sehr, bemerkenswert; Verstärkung, Graduierung; chiebo güet, cheibo schlächt, sehr gut, sehr schlecht [vgl. Id. 3/104, in dieser Bedeutung nicht vorhanden]
cheischtu, V. intr.; keisten, spriessen; bei Kartoffeln oder Rüben: ausschlagen [Id. 3/543]
Chella, N. f; 1. Kelle, Rahm-, Suppenkelle [Id. 3/199], vgl. Sprachatlas; 2. wilder Thymian ; Sprachatlas; Flurname: Geländemulde [Zi 561]
Chelti, N. f.; Kälte [Id. 3/242]
Cheemmer, N. m.; chemischer Dünger [IA II/1976, 36]
Cheip, N. m.; Keip, Gegenstand der Verachtung [Id. 3/100]
cheischte, V. intr.; keisten, keimen, namentlich von Kartoffeln [Id. 3/543], Sprachatlas
chepfisch, Adj.; köpfisch, launisch, eigensinnig, störrisch [Id. 3/418]
Chepfjig, N. m.; Dickkopf
Cheer, N. m.; 1. Kurve, Kehre; 2. Wendung, Änderung: är het der Cheer gmacht, er hat die Wendung (Genesung, Bekehrung) geschafft; 3. Umgang, Zeitrahmen z.B. der Wassercheer; Flurnamen: Kehre, Strassenbiegung; im Gebrauch als Flurname meist Weg, Strassenbiegung oder Wendung eines Wasserlaufes: Cheebäch, Cheerstraas, Napoleonscheer. [ld. 3/198.; Zinsli, NG S. 560]
der Howwercheer [Id. 3/430]
cheerlinu, V. intr.; Kurven machen 1. einen steilen Hand im Zickzack durchqueren; 2. Schlangenlinie laufen (betrunken) [IA, I/1976, 39; vgl. cheren 3/434]
cheerru, V. intr.; kehren, etwas umdrechen, eine andere Richtung einschlagen; tr. etwas eine andere Richtung geben; refl.; schich cheerru, sich (um)drehen [Id. 3/434]
Cherza, N. f.; Kerze [Id. 3/493], Sprachatlas
Chees, N. m; Käse vgl. ost: Chääs [Id. 3/502], Sprachatlas
Cheesboort, N. n; Käsebort, Käseresten vgl. auch Jugga, [Id. 4/1629; IA, I/1983, 36]
Cheesborer, N. m.; Käseborer, Gerät um Käseproben zu entnehmen [Id. 4/1507], vgl. auch Cheesnäpper
Cheeschäller, N. m; Käsekeller [Id. 10/42]
Cheeschessi, N. n; Käsekessel [Id. 3/519]
Cheschtina, N. f.; Katanie [Id. 3/541], Sprachatlas
Cheschtinuböüm, N. m.; Kastanienbaum
Cheschtu, N. f.; Kosten [Id. 3/548]
Cheeser, N. m.; Cheeseri, N. f.; Käser, Käserin; dieser Ausdruck wurde selten verwendet, meist brauchte man: Sänner, Sänneri [Id. 3/513]
Cheesgäärb, N. m; Käseform, Holzring, vgl. Gäärb
Chessil, N. m.; Kessel, Flurname: zur Bezeichnung einer kesselförmigen Bodenvertiefung, im Erdboden, von Wald oder Felsen umschlossene Örtlichkeit, Chessilloch [Id. 3/516; Zi 561]
Cheesja, N. f.; Gartenmalve
Cheesjäärb, N. m.; Käseform, Holzring, vgl. Jäärb
Cheeslado, N. m.; Käsebretter, Käseladen zwischen denen der Käse gepresst wird [Id. 5/902]
Cheesleitra, N. f; Käseleiter, Käsegatter
Cheeslop, N. n.; Lab, Labpulver, Ferment des Kälbermagens (Zicken-) das die Milch beim Käsen zur Gerinnung bringt; vgl. Lappulfer, Ladpulfer [Id. 3/952]
Cheesloptriiterli, N. n.: Labpulverbehälter aus Holz [Id. 14/1550]
Cheesmilch, N. f.; Käsemilch [Id. 4/201]
Cheesnäpper, N. m.; Käsebohrer, Bohrer zum Entnehmen von Käseproben [Id. 4/771]
Cheesräff, N. n; Käsetrage
Cheesrieta, N. f; Käseleiter, Käsegatter
Cheesreiti, N. m; Käseleiter, Käsegatter
Cheesteileta, N. f; Käseteilet
Cheesleitra, N. f; Käseleiter, Käsegestell, Traggestell
Cheespäch, N. n. ; Lärchenharz (Saas), wurde trocken mit viel Speichel gekaut und so zu unserem Chätschgummi = Kaugummi vgl. Päch [Id. 4/964]
Cheesplatta, N. f; Käseplatte
Cheestüech, N. n.; Käsetuch, Zwilchtuch in das die frische Käsemasse eingepackt und gepresst wird [Id. 12/299] vgl. Blächa
Cheesturo, N. m; Käseturm, Käsegestell
cheesu, V. tr.; käsen [Id. 3/513]
Chessi, N. n; Kessel, Käsekessi [Id. 3/518], kleiner Häfen wurden aus Eisen (Bronze) gegossen, grössere aus Kupfer geschmiedet, vgl. aufsteigende Grösse (Ausserberg): Prunzji, Erezhafo, Chessi
Chessiner, N. m; Alpgenossenschafter (Lötschen)
Chessil, N. m; Kessel
Chessituro, N. m; Kesselturm, drehbare Kesselhalterung [Id. 13/1672]
chesslu, V. intr.; kesseln, Lärm machen [Id. 3/520]
Chetti, N. f.; Kette [Id. 3/563], Sprachatlas
Chettinägwer, N. m.; ziemlich langer und dicker Bohrer, zum bohren des Baarmulochs [Id. vgl. Näpper, 4/771]
chettu, V. tr.; locken: dum Vee chettu, das Vieh durch liebevolles Zurufen locken [IA I/1978, 40]
chewwu, V. tr.; kauen [Id. 3/581], Sprachatlas
Chi, N. n.; 1. Kinn; Sprachatlas, 2. Tobel, Schlucht, Schrund [Id. 3/320]
Chiib, N. m.; Zorn, etwas im Chiib tüe, etwas im Zorn tun [Id. 3/105]
Chibji, N. n.; Kübel, Gefäss aus Holz [Id. 3/110], Sprachatlas
Chiechli, N. n; Küchlein, Fasnachtsgebäck, kleine Kuchen [vgl. Id. 3/131]
chiechlu, V. tr.; herumtosten, stöbern
chiechlinu, V. tr.; Küchlein backen [Id. 3/143]
Chieffer, -ra, N. m.; Küfer [Id. 3/178], Sprachatlas
chieffru, V. tr.; Küferarbeiten erledigen [Id. 3/179]
Chiejer, N. m.; Kuhhirte, Senn [Id. 3/97]
Chieli, N. n.; 1. Kuh, vgl. Chüe 2. f.; Kühle [Id. 3/214]
chiellu, V. tr.; kühlen, abkühlen [Id. 3/214]
chiewarm, Adj, kuhwarm, frisch gemolkene Milch, ca. 25 - 28 Grad warm [Id. 16/1494]
Chid, Chidini, N. n.; 1. Keim; 2. zarter (sich nicht verästelnder) Zweig, Reis, Schoss, Stengel, als ischt furztochunts, mu gseet keis einzigs gries Chid am ganzu Bäärg, alles ist staubtrocken, man sieht kein grünes Hälmchen am ganzen Berg [Id. 3/181]
chiidig, Adj.; finster, stockdunkel, an chiidigi Nacht, eine stockdunkle Nacht
Chifil, N. m.; Kiefer, Kinn [Id. 3/175]
chiftig, Adj.; heftig, ernstlich; an chiftige Hängert, eine heiftige Diskussion [Id. 3/179]
Chilber, N. m; Chilberli, n; junges, weibliches Schaf; 1/2 bis 2 Jahre [Id. 3/225], Sprachatlas
Chilberlamm, N. n; junges, weibliches Schaf
Chilcha, N. f; Kirche, Pfarrkirche [Id. 3/229]
Chilchumüüra, N. f; Friedhofsmauer; Kirchenmauer
Chilchutiri, N. f; Kirchentür
Chilchuturo, N. m.; Kilchturm
Chila; N. f.; Ampfer, Sauerampfer; grossblättrige Pflanze, di Blachte sind immer näbu der Lutze gsii, Sauerampfer hat es immer neben der Gülle, [Id. 3/206], andere Namen: Blagge (Saas, Zermatt); Chile (Ausserberg); Chileblacke (Lötschen, Leuk) vgl. Sprachatlas; Liste der Synonyma
Chilcha, N. f.; Kirche [Id. 3/229], Sprachatlas
Chiller, N. n.; Abgrund, steiler Abhang; Flurname: Abhang; grundsätzlich Bezeichnung für ein steiles Tobel, den Abhang einer Schlucht: Kchillerhof (Restaurand am Abhang, südl.Stalden). [Id. 3/206]
Chimbei, N. n.; Kinn, Kinnbein [Id. 4/1301]
Chiime, N. f.; Kiemen
Chimi, N. n.; Kümmel, Wiesen
Chimi, N. n.; 1. Kümmel; 2. Wiesenkerbel vgl. auch Sturuchimi [Id. 3/294]
chimmru, V. tr.; kümmern
chiimu, V. intr.; keimen, vgl. auch: kcheimu [Id. 3/262],
Chi(n), N. n.; 1. Kinn; 2. Schlucht; Flurname: Schlucht, Felsspalte, Graben; steiler Abhang, Schlucht; der Ausdruck wurde schon früh nicht mehr verstanden und dann volksethymologisch zu "Chind" umgewandelt, Maachi [(630/12); Id. 3/320, Zi, 561]
Chinderschüel, N. f.; Kindergarten [Id. 8/612], Sprachatlas
Chindomeitja, N. f.; Kindermädchen [Id. 4/80]
Chi(n)betti, N. f.; Kindbett [Id. 4/1816]
Chinig, N. m.; König [Id. 3/326]; f; Chinigi, Königin
Chingilhasi, N. n.; Kaninchen, Tautologie: Chüngel und Hase, zerstreute, vergessliche Person [Id. vg. Chünnel, 3/326], Sprachatlas, vgl. auch Vogilhiischi oder Vogilhirni
Chinigrossji, N. n.; Steckenpferd (Lötschen) davon komm Chinigrossjinu, Dreikönigsauftritt im Lötschental
Chinschtler, N. m.; Künstler
chintschlu, V. intr.; künsteln, etwas speziell tun, anfertigen [Id. 3/369]
Chint, N. n.; Kind, Kinder [Id. 3/335], Sprachatlas
chintu, V. tr.; 1. künddigen, 2. künden, verkünden [Id. 3/355]
Chinderstuba, N. f; 1. Kinderstube; 2. Erziehung,
chindisch, Adj.; kindisch [Id. 3/350]
chintu, V. intr.; künden, verkünden, kunt tun, bekannt machen; 1. die Hochzeit ansagen, vgl. achintu, üsschintu, verchintu; 2. beim Rindvieh die Brunst zeigen [Id. 3/355]
chipbüüchu, V. intr.; schwer, athmatisch atmen [F.I.]
chirchju, V. intr.; keuchen, keuchend lachen [Gr. 49]
Chiri, N. n.; 1.Korn, einzelnes Getreidekorn; 2. Perle im Rosenkranz [IA I/1977,4; Id. 3/469], Sprachatlas, vgl. auch Chirrli
Chirsi, N. n.; zerstreute Person
Chirzeta, N. f.; Abkürzung [Gr. 49]
chirzli, Adv.; kürzlich [Id. 3/499]
chirzu, V. tr.; kürzen [Id. 3/498]
chitzlu, V. tr.; 1. kitzeln, jucken; 2. locken, jucken [Id. 3/605]
Chischi, N. n.; Kissen [Id. 3/529], Sprachatlas, vgl. auch: Ooruchischi
Chischta, N. f.; Kiste [Id. 3/543]
Chiisi, N. n.; Bläschen, Fieberbläschen
Chitt, N. m.; Kitt, Fensterkitt [Id. vgl. 3/567]
Chittina, N. f.; Quitte, Sprachatlas
Chitzil, N. m.; Kitzel
chitzlig, Adj.; kitzelig
chitzlu, V. tr.; kitzeln [Id. 3/605]
Chläbi, N. n.; 1. Klebband, 2. Heftpflaster, daa müescht as Chläbi drufftüe, diese Wunde musst du verbinden [Id. vgl. 3/613]
chläbu, V. tr.; kleben [Id. 3/611]
Chlack, N. m.; Spalte, Riss, Ritze, in Holz, Gestein, Gemäuer, Erdreich, Eis und Firn, in der menschlichen Haut, bes. an Händen und Füssen, auch an den Lippen [Id. 3/639]
Chlaafter, N. n.; Klafter, Raummass für Heu und Holz, ca. 1.8x1.8 Meter (ausgespannte Armlängen eines erwachsenen Mannes [Id. 3/633]
Chlaffja, N. f.; Klappertopf (Pflanze): Rhinanthus serotinus [IA I/1978, 40]
chlaffju, V. tr.; Rundholz an den Sägeränder abrunden, damit man es leichter schleifen kann [Id. 3/628.5]
Chlag, N. f.; Klage [Id. 3/634]
chlagu, V. intr.; klagen [Id. 3/636]
chlachgu, V. tr.; klagen, verklagen, vgl. achlagu, verchlagu [Id. 3/636]
Chläich, N. m.; Klang, Ton; är kcheert kchei Chläich, er ist taub
chläichil, Adj.; auch chliichil, chlingil wird als Verstärkung von dürr, trocken verwenden: ds Holz ischt chläichil dirrs, das Holz ist sehr trocken [Id. 13/1358; IA I/1978, 40]
Chläich, N. m.; Klang: ich keerru kchei Chläich, ich höre keinen Klang - ich bin taub [IA I/1978, 40]
Chläischa, N. f.; 1. Lücke, Mund, Schlitz; 2. "giftigen" Mund haben [E. S.]
Chlack, N. m.; Ritze, Spalt, Riss [Id. 3/639]
Chlamm, N. f.; Klamm, Schlucht, Spalt Id. 3/643
Chlammra, N. f.; Klammer [Id. 3/644]
Chlämpa, N. f.; Lücke, enger Durchgang zwischen zwei Häusern [F.I.]
Chlämpi, N. n; Wäscheklammer[Id. 3/648], Sprachatlas
chlämpu, V. intr.; 1. klemmen, einklemmen; ich ha mi geschter in der Poort gchlämpt, ich habe mir gestern in der Türe die Finger eingeklemmt; 2. kneifen, klemmen, zwirgge (Goms); chlämpu, (Leuk), vgl. Sprachatlas, Synonyma; 3. klemmen, eine Arbeit nicht verrichten oder geizig sein; äss ischt de öü no an chlämmpige Siech, er ist schon noch ein geiziger Kerl; bi deer Arbeit het äss klämmt, von der Arbeit hat er sich gedrückt [Id. 3/648]
Chlänke, N. n.; letztes Geläute vor dem Gottesdienst [Id. 3/660], Sprachatlas, auch: Chlänke, Iliitu, Zämuliitu
Chläntra, N. f.; ein gleichgültiges Weib
Chlapf, N. m.; 1. Knall; 2. Klaps; 3. Rausch, [Id. 3/669] vgl. Butzi, Stiiberli, Stiiber, Liechte, ,Zinti, Stei im Grint, Gess, Schmiri, Schmutz, Braati, Siedi, Sutti, Fleiger, Tägger, Penalti, Palaari…
Chlappbett, N. n; Klappbett
Chlätta, N. f.; Klette, 1. Pflanzename; 2. sehr anhängliche Person [Id. 3/701]
chlättru, V. intr.; klettern [Id. 3/701]
Chlaawo, N. m; 1. Klaue, Zehe der Huftiere; 2. technische Bezeichnung für ein Alprecht (= 1/4 Kuhrecht) [Id. 3/705]
chlei, chleiner, Adj.; klein; Flurname: klein; bezeichnet einen Ort zusätzlich nach seiner Grösse, [Id. 3/650], Sprachatlas
chlecku, V. intr.; verrecken, zerspringen, platzen [Id. 3/640],
Chleidig, N. f.; Kleidung [Id. 3/624], Sprachatlas
Chleiderschaft, N. m; Kleiderschrank
Chleija, N. f; Kleie
Chleijutrogg, m; Kleiebehälter, Kleientrog
Chleippa/Chleippi, N. f.; Ohrfeige, Klatsche [Id. 3/614]
chleippu, V. tr.; ohrfeigen, schlagen, eine kleben [Id. 3/614]
Chleivee, N. n.; Kleinvieh (Geissen, Schafe), Sprachatlas
Chlepfa, N. f.; Klatschbase [Gr. 50]
Chlepfi, N. f.; Knall, Schlag, Knall mit der Peitsche [Id. 3/677]
chlepfu, V. intr.; knallen, schlagen [Id. 3/671]
chliichil, Präp, Verstärkung = sehr; Schallwort, klingeln, rauschen, chliichil dirrs, klingeltrocken [Id, 13/1358]
chliichildirr, Adj.; sehr trocken, klingeldürr, ds Heww ischt chliichildirrs, das Heu ist klingeldürr trocken [Id, 13/1358]
chliichju, V, intr.; klingen: di Glogga chliichjot, die Glocke klingt [IA I/1978, 40]
Chlifi, N. n.; etwas beschränktes Mannsbild [S.F.]
Chlimsjer, N. m.; einer, der eine Arbeit langsam und ineffizient erledigt, Trödler[IA, 1/1979, 34]
chlimsju, V. intr.; eine Arbeit langsam und ziellos verrichten, äs tüet nummun soo umanandrachlimsju, er bringt die Arbeit nicht aus der Hand, kommt nicht vorwärts [IA, 1/1979, 34]
chlipfu, V. tr.; jemanden Angst machen; erchlipfu, V. tr. ich ha miine Brüder erchlipft, ich habe meinen Bruder erschreckt; verchlipfu, V. tr. miine Brüeder ischt verchlipft, mein Bruder ist erschrocken [Id. 3/683; IA, I/1978, 40] vgl. pliiggu
Chlippil, N. m; Klöppel, Vorschlaghammer
chlirru, V. intr.; klirren
Chlittra, N. f.; lästige Frau [Gr. 50]
Chliwwa, N. f.; Grannen oder Grannenteilchen, Ährenfäden bei Getreide und Gräsern, Kleie [Id. 3/707; IA II/1976, 36]
Chlobo, N. m; Kloben, Klotz, Zapfen [Id.3/617]
Chlofo, N. m; Kloben, Klotz, Zapfen [Id.3/617]
chlopfu, V. intr.; klopfen, ankolpfen [Id. 3/680], Sprachatlas
Chlooschter, N. n.; Kloster
Chlooschterfroww, N. f.; Nonne
Chlotz, N. m.; Klotz [Id. 3/707]
Chlüübetsch, N. m.; Mann, kurzbeinig, unbeholfen [Gr. 50]
Chlüüchji, N. n.; Knäuel, Garnknäuel [Gr. 50]
Chluft, N. f.; 1. klaffende Spalte, Riss; 2. Kleidung, Tracht [Id. 3/634], vgl. Kluft
Chlumme, N. n.; Knäuel, Wollknäuel [Id. 3/662] vgl. Lister der Synonyma: Chlumme (östlich); Chluntschi (westlich)
Chlumpo, N. m.; Klumpen [Gr. 50]
chlumpu, V. intr.; klumpen, zusammenklumpen, verklumpen
chlumsu, V. intr. nagen, kauen, auf einem Stück hartem Roggenbrot herumnagen und mit Speichel durchweichen [F.I.]
Chluntschi, N. n.; Knäuel, Wollknäuel [Id. 3/662], Sprachatlas, vgl. Lister der Synonyma: Chlumme (östlich); Chuntschi (westlich)
Chlupf, N. m; plötzlicher Schrecken, grosse Angst: ich ha kchei Chlupf, ich habe keine Angst [Id. 3/682; IA I/1978, 40]
chlupfig, Adj.; schreckbar, leicht zu erschrecken, furchtsam, änglich: das Chieli ischt chlupfigs [Id. 3/684; IA I/1978, 40]
Chluppja, N. f.; Frau, kräftig, dick
Chnächt, N. m.; Knecht [Id. 3/720], Sprachatlas, Dim. Chnächtji
Chnall, N. m.; 1. Knall; 2. Rausch, [Id. 3/738] vgl. Butzi, Stiiberli, Stiiber, Liechte, ,Zinti, Stei im Grint, Chnälli, Chlapf, Gess, Schmiri, Schmutz, Braati, Siedi, Sutti, Fleiger, Tägger, Penalti, Palaari…
Chnälli, N. f.; 1. Knall, 2. Rausch, vgl. Butzi, Stiiberli, Stiiber, Liechte, ,Zinti, Stei im Grint, Chlapf, Gess, Schmiri, Schmutz, Braati, Siedi, Sutti, Fleiger, Tägger, Penalti, Palaari…
chnällu, V. intr.; knallen, schlagen [Id. 3/738]
Chnäpfli, N. n.; Mehlknödel vgl. Chnöpfli
Chnättmüelta, N. f; Knetmulde
chnättu, V. tr.; stampfen, z.B. ds Heww chnättu, Heu stampfen [Id. 3/765]
Chnätscheta, N. f.; das Gekaute, Knatsch
chnätschu, V. tr.; schmatzend, laut kauen [Id. 3/769]
Chnätteta, N. f.; 1. zerstampftes Gras, 2. Mengenangabe, an Chnätteta Schnee, ein Schuh voll Schnee [Id. 3/765]
chnättu, V. tr.; kneten [Id. 3/765]
Chnebil, N. m.; Knebel [Id. 3/713]
chneblu, V. tr.; 1. prügeln; 2. knebeln [Id. 3/716]
Chneww, N. n.; Knie [Id. 3/774], Sprachatlas
chnewwu, V. intr.; knieen [Id. 3/776], Sprachatlas
Chnewwschiiba, N. f.; Kniescheibe [Id. 8/54]
Chnewweta, N. f.; 1. Knie hoch, an Chnewweta Heww, Knie hoch Heu; 2. Schneehöhenmass, bis zum Knie ist eine stattliche Schneehöhe [Id. 3/776]; das kleinste Mass ist an Gräwwtschgeta, eine Grauheit; das nächste Mass für die Schneehöhe ist dann an Miischuchnewweta = Maus kniehoch; gibt es recht viel Schnee spricht man von ar Chneewweta = Knie hoch [Id. 3/776]
Chnider, N. m.; kleiner Mann, kleines Kind [Id. 3/736]
chnipfu, V. tr. knüpfen [Id. 3/755], vgl. abchnipfu = verbieten, verchnipfu = verknoten; zämuchnitpfu = zusammenknoten
Chnipfböüm, N. m; Bindebalken
Chnirps, N. m.; 1. Knirps; 2. faltbarer Regenschirm
chnischtru, V. intr.; 1. knistern; 2. herumtosten, wühlen [Id. 3/764]
Chnissil, N. m.; grosses Stück, z. B. an Chnissil as Stuck Broot; ein grosses Stück Brot [Id. 3/762]
Chnittil, N. m.; Knüppel [Id. 3/767]
Chnocho, N. m.; Knochen [Id. 3/720]
Chnodo, N. m.; Knoden, Knödel, Fussgelenk [Id. 3/734]
Chnofloch, N. n.; Knoblauch [Id. 3/1006], Sprachatlas
Chnollo, N. m.; 1. Knollen, Klumpen; 2. dickliche, kleine männliche Person [Id. 3/740]
Chnopf, N. m.; Knopf [Id. 3/746]
Chnopfloch, N. n.; Knopfloch
Chnöpfli, N. n.; Knödel, Mehlknödel [Id. 3/750]
chnorrig, Adj.; knorrig [Id. 3/758]
Chnoorz, N. m.; eine mühsame, aber vergeblich oder unbrauchbare (aus Mangel an Geschick) Arbeit; das ischt an rächte Chnoorz, wa ner daa abglaa heit, das ist eine mangelhafte Arbeit, die ihr da verichtet habt [Id. 3/760] vgl. die Redensart: an Chnoorz ablaa = mit viel Aufwand ein mangelhaftes Resultat liefern.
Chnoorzerwäärch, N. n.; schlechte, unfachmännische, mühselige Arbeit [Gr. 51]
Chnoorzi, N. m.; ein mühsam, ohne Geschick arbeitender Mann
chnoorzu, V. intr.; mühsam, unfachmännisch, ohne Geschick arbeiten; dii chnoorzunt wirklich numma umanand, die mühen sich wirklich vergeblich ab [Id. 3/760]
chnoschlu, V. intr.; schmatzend, lustvoll essen; alli um du Topf und de heintsch afa chnoschlu, alle um den Topf und dann begannen sie schmatzend zu essen; vgl. ässu, frässu, habru
Chnoschpo, N. m.; 1, Knospe; 2. Holzschuh (Goms) [Id. 3/763,2]; Holzschüe (Saas), (Holz) Zoggol (Ausserberg), Holzbodn (Lötschen); Holzschüe (Leuk) Synonyma
Chnubil, N. m.; 1. Knollen, Klumpen; 2. Beule, im Goms für Biila, vgl. Biila, [Id. 4/1186], vgl. Liste der Synonyma
chnublu, V. tr.; 1. prügeln; 2. essen, Broot chnublu [Gr. 51]
Chnupf, N. m.; Knoten [Id. 3/755]
cho, chumu, cho, V. intr.; kommen, acho, ankommen; biicho, bekommen; vercho, verkommen [Id. 3/262], Sprachatlas
Choch, N. m.; 1. Koch; 2. gekochter Brei, z.B. Griesbrei [Id. 3/124], Sprachatlas
Chochofo, N. m; Kochherd
chochu, V. tr.; kochen [Id. 3/126]
Chola, N. f.; Kohle [Id. 3/207]
choluschwaarz, Adj. Farbe, kohlschwarz [Id. 9/2205]
Cholbo, N. m; Kolben
Cholera, N. f; Verkohlung, Backen, Gericht
Cholrächo, N. m; Ofenkrücke, Kohlenscheuer, vgl. auch: Rabler, Sprachatlas
Choolraafa, N. f.; Rübenkohl, Kohlrabi [Id. 6/634]
Choor, N. n.; 1. Chor, Kirchenraum; 2. m.; Chor, Singgruppe [Id. 3/444]
Choorb, N. m.; 1. Korb [Id. 3/451]; 2. Rückentragchorb, geflochtener Tragkorb, Sprachatlas: Synonyma; Tschifra, Choorb, Riggchoorb, Träägchorb; nach Ladung; Mischttschifra, Lattschifra, Löübtschifra, Chindertschifra
Choorbi, N. n.; 1. Korbmacher; 2. unsesshafter, unordentlicher Mensch, Hausierer; 3. Zigeuner; vgl. auch Choorber [Id. 3/455]
choorbu, V. tr.; Korb flechten [Id. 3/454]
chöörblu, V. intr.; erbrechen [Id. 3/455]
Chooru, N. n.; Korn, Getreide [Id. 3/469], Sprachatlas
Choorublüema, -e, N. f.; Kornblume, [Id. 5/80] Äcker, Roggenfelder
choluschwaarz, Adj.; kohlenschwarz
Chopf, N. m.; Kopf; Syn.: Höüt, Grind, Bira; Was der Chopf vergisst, miessunt d Fiess entgäältu; Was der Kopf vergisst, müssen die Füsse entgelten (VS, Sprichwort, I); ... niit uff du Chopf kchiit, nicht auf den Kopf gefallen; ... no Chopf, no Schwanz, noch Kopf, noch Schwanz (= sinnlos); ... in du Chopf stiigu, in den Kopf steigen; ... chopflos, kopflos (VS. Sprichwörter, XI) [Id. 3/408], Sprachatlas
chopflos, Adj.; kopflos, ohne nachzudenken [Id. 3/1430]
Chopf atriibu, Chopf aschlaa, Redensart; 1. Kopf anschlagen; 2. seine Grenzen finden, nicht weiterkommen; daa het är antli der Chopf agschlagu, da hat er endlich seine Grezen erfahren
chopflos, Adj.; kopflos, unbedacht [Id. 3/1430]
Chopflumpo, N. m.; Kopftuch der Frauen zur Funktion des Schutzes, der Zierde und des sittlichen Verhüllens, Sprachatlas, [Id. 3/1279], vgl. auch: Lumpo
Chopfwee, N. n.; Kopfschmerzen [Id. 15/47]
Choorb, N. m.; Korb [Id. 3/471], Sprachatlas ff.
Choorberi, N. f.; 1. Korbflechterin; 2. schmutzige, unsaubere Frau, vgl. Trooja, Ggoschscha, Moora, Schlättra, Suww [Id. 3/455]
Chooru, N. n; Korn [Id. 3/469]
choru, V. tr.; kosten, Speise oder Wein versuchen [Id. 3/446]
Chooruchaschto, N. m; Kornkasten
Chooruchischta, N. f; Kornkiste
Choorumäll, N. n; Roggenmehl, Alltagsmehl
Choorumili, N. f; Korn-, Getreidemühle
Choorusack, N. m.; Kornsack, Sack, Beutel zum Säen des Korns [Id. 7/625]
Choorutricka, N. f; Korntruhe, Getreidetruhe
Choscht, N. f.; Kost, Essen, Beköstigung [Id. 3/546]
Choschtgäber, N. m.; Wirt, Verköstiger [Gr. 52]
Chotzetta, N. f.; Erbrochenes [Id. 3/600]
chotzu, V. tr.; erbrechen, kotzen, vgl. gäärbu, boguhüeschtu [Id. 3/599]
Chöüf, N. m.; Kauf [Id. 3/164]
chöüffu, chöüffu, gchöüfft, V. tr.; kaufen [Id. 3/170], Sprachatlas
chräblu, V. intr.; 1. kratzen; 2. krabbeln [Id. 3/780]
Chrach, N. m.; Krach, Lärm [Id. 3/783]
Chracho, N. m.; Krachen; Flurname: usprünglich bedeutet der Name eine
Schlucht, ein Tobel, doch wird heute damit auch ein abgelegenes Gebiet, Dorf, Weiler im Sinne von Hinterwäldlertum bezeichnet: Chracholbodo
[Id 3/783; Zinsli, NG S. 562]
chrachu, V. intr.; lärmen [Id. 3/784]
Chraft, N. f.; Kraft [Id. 3/788]
chräftig, Adj..; kräftig, Kraft besitzend; an chräftige Ma, ein kräftiger Mann, vgl. auch chreftig [Id. 3/789]
Chralla, N. f.; 1. Klaue, Kralle; 2. Kette, Perlenkette [Id. 3/807]
Chraam, N. m.; Kram, Zeugs [Id. 3/809]
Chrampf, N. m.; Krampf, Mühsal [Id. 3/825]
Chrampfaadra, N. f.; Krampfader
Chrampfer, N. m.; fleissiger Arbeiter
chrampfu, V. intr.; schwer arbeiten [Id. 3/825]
chrank, Adj.; krank
Chrankustuba, N. f; Krankenstube
Chranz, N. m; Kranz, Bindebalkenkranz [Id. 3/837]
Chranztriichja, N. f; Kranztreichel, Schafglocke
chränzlinu, V. intr.; für Mädchen: mit Kranz und weissen Kleider an Fronleichnahm an der Prozession teilnehmen [Gr. 53]
Chrapfji, Chräpfli N. n; ravioliartiges Fasnachtsgebäck, Krapfengebäck [vgl. Id. 3/845]
Chraapfo, N. m.; Haken, Holzhaken, krummer Holzteil , z.B. Chraapfustäcko; 1. vgl. Chräpfli, ravioliartiges Fasnachtsgebäck; 2. Holzhaken, in dem die Kännel einer Wasserleitung befestigt werden [Id. 3/842]
Chraapfustäcko, N. m.; Wanderstock mit gebogenem Handgriff
chräschmu, V. intr.; knirschen, kratzen [Id. 3/851]
Chratz, N. m.; Kratz, Verletzung, vgl. auch Chritz [Id. 3/928]
chratzu, V. tr.; kratzen [Id. 3/929] vgl. abchratzu = abkratzen; ver-/zerchratzu = zerkratzen
Chräwwil, N. m.; Kralle, Klaue, Hand [Id. 3/920], vgl. Plampo, Pratzo
chräwwju, V. tr.; jemanden kratzen [Gr. 53]
Chräwwtschgeta, N. f.; Kratz, Kratzverletzung [Gr. 53]
chrawwu, V. reflexiv; kratzen, ich chrawwu mich, wes mi biisst, ich kratze mich wenn es beisst [Id. 3/919; IA I/1982, S. 36]
Chrebs, N. m.; Krebs [Id. 3/781]
chrebsroot, Adj.; krebsrot, Sonnenbrand [Id. 6/1767]
chreftig, Adj..; kräftig, Kraft gebend; an chreftigi Suppa, ein kräftige Suppe, vgl. auch chräftig [Id. 3/789]
Chrago, N. m.; Kragen [Id. 3/789]
Chreischpilla, N. f.; Knorpel am Fleisch [Id. 3/865]
Chreeja, N. f.; Krähe [Id. 3/803] vgl. Chrääja
chreeju, V. intr.; krähen [Id. 3/805]
Chreelingji, N. n.; Tölpel, Narr (aber nicht bösartig gemeint): oo, welis Chreelingji, oh, welch ein Narr, ein Tölpel [IA I/1978, 40]
Chreemmer, N. m.; Krämer vgl. Chräämer [Id. 3/814]
chreemru, V. tr.; einkaufen [Id. 3/816]
chreepf, Adj.; zäh, gesund, kräftig [Id. 3/845]
Chreps, N. m.; Krebs, [Id. 3/781], Sprachatals, vgl. west: Chräps
chreeschu, V. intr.; knirschen vgl. choosu
Chreeta, N. f.; Krete; Flurname:KGrat, oberster Rand eines (schmalen) Grates [(651/140) Id. 3/85]
Chreeza, N. f.; 1. Tragkiste; 2. Hacke mit Zinken zum "Falgen" des Weinberges [Id. 3/932]
Chribil, N. m.; 1. Zeichen, krumme Linie; 2. Unterschrift, tüe der Chribil drunner; unterschreibe! [Id. 3/781]
chriblu, V. intr.; unleserlich Schreiben, bedeutungslose Linien zeichen [Id. 3/781]
Chrieg, N. m.; Krieg [Id. 3/793]
chriegu, V. tr.; kämpfen, Krieg führen [Id. 3/797]
Chriesa, N. f.; Kirsche [Id. 3/483], Sprachatlas
Chriesuggaaggo, N. m.; Baumwanzen, Beerenwanze, Kohlwanze [Id. 2/165]
Chriida, N. f.; Kreide [Id. 3/787], Sprachatlas
chriiduwiiss, Adj.; kreidenweiss, aschenbleich [Id. 16/1989]
Chrimjig, N. m.; gekrümmter Baum, Mensch
chrimpu, chrimmu, V. tr.; 1. krümmen, beugen, biegen, ich chripmu du Ascht bis uf du Bodo, ich biege/krümme den Ast bist zum Boden; 2. bücken, [Id. 3/823]; chrimmu im Goms für bücken, Sprachatlas, vgl. Liste der Synonyma
Chrippa, N. f.; Krippe [vgl. Id. 3/842]
Chrippil, N. m.; Krüppel [Id. 3/842]
chripplu, V. intr.; mühsam arbeiten [Id. 3/781]
Chrippupapier, N. n.; Krippenpapier, mit Marmor- oder Felsmuster bemaltes Packpapier
Chrischt, N. m.; Christ
Chrischtchindli, N. n.; Christkind [3/346], Sprachatlas
Chrischtböüm, N. m.; Christbaum [Id. 9/914], Sprachatlas
Chrischtmaanot, N. m.; Christmonat, Dezember [Id. 4/237], Sprachatlas
Chrischtoleer, N. f.; Religionsunterricht [id. 3/1367]
chrismu, V. tr.; firmen, das Sakrament der Firmung geben [Id. 3/856]
Chriss, N. n; Streu aus Nadelbaumblätter, Nadeln [Id. 3/853]
Chrissrächo, N. m.; Streurechen
chrissu, V. intr.; sammeln von Chriss, Einstreumaterial aus Nadeln
Chrisumgetti, N. m.; Firmpate; Chrisumgotta, N. f.; Firmpatin
Chriiter, N. n. Pl. ; Kräuter, Heilkräuter [Id. 3/918]
Chriiterschnaps, N. m.; Kräuterschnaps [Id. 9/1267]
Chriitz, N. n.; 1. Kreuz als religiöses Zeichen der Christenheit; 2. Kreuz, Widerrist bei Mensch und Tier [Id. 3/938]; stehende Formel: no Chriitz, no Haago; noch Kreuz, noch Haken = keinen Sinn ergeben;
Chriitzbei, N. n.; Kreuzbein, Hüftknochen beim Rind [Rübel, 19]
Chriitzgwätt, N. n.; Verzähnung am Dachgiebel [Id. vgl. Gwätt, 2/1264 ]
Chriitzwägg, N. m.; 1. Weggabelung; 2. Kreuzweg, Leidensweg Christi in 14. Staionen anchgestellt [Id. 15/832]
Chriitzwägkapälla, N. f.; Kreuzwegkapelle, -station
Chriitzwägstation, N. f.; Kreuzwegstation [Id. vgl. Chrützweg, 5/833]
Chritz, N. m.; Kratz, Lackschaden: an Chritz im Auto vgl. auch Chratz [Id. 3/934]
Chritzleta, N. f.; Kritzelei [Id. 3/936]
chritzlu, V. tr.; kritzeln [Id. 3/936]
chritzu, V. tr.; einritzen, einkratzen [Id. 3/936]
Chrometa, N. f.; Menge, ein Verschlag, Zwinger voll
Chromo, N. m; Verschlag, Zwinger, Tiergehege innerhalb eines Gebäudes [Id. 3/818], Sprachatlas, Schaaf-, Hännu-, Schwii- ...
Chroona, N. f.; Krone [Id. 3/828]
Chropf, N. m.; Kropf [Id. 3/847]
Chropfleereta, N. f.; gegenseitige Aussprache, Gespräch
Chrotta, N. f.: Kröte [Id. 3/876]
chrottuvoll, Adj.; sturzhagelvoll, stockbetrunken [Gr. 54]
chroosu, V. intr.; 1. den Laut "r" in französischer Manier ausprechen [Id. 3/857]; 2. knirschen, Bezeichnung eines mehr oder weniger starken, hellen oder dumpfen Geräusches beim Zsdrücken oder Brechen eines harten oder spröden Stoffes, krachen, von einem Baume, der fallen will oder fällt, von einem hölzernen Hause, das von starken Windstössen erschüttert wird oder zsstürzt, auch mit unbest. Subj., mit geringerm Schall von Speisen unter den Zähnen, z. B. von Knorpeln, hartem Gebäck, Nüssen, Zucker, beim Zertreten eines Schneckenhauses, vom brechenden Knochen bei Operationen, beim Verrenken eines Gliedes, beim Biegen eines zinnernen Tellers, auch ohne das Brechen des den Schall verursachenden Gegenstandes; tosen, dröhnen, vom Donner, Kanonen, Lawinen, Gletschern, von gefrornem Boden unter Tritten; rauschen, rascheln, von dürrem Laub, Heu, Reisig; dann formelhaft zur Verstärkung des Ausdruckes für irgend eine leibliche Tätigkeit, i. S. v. 'mit aller Macht'; [Id. 3/856]
Chröücho, N. m.; Kräuselklumpen beim Spinnen, wenn der Faden nicht schön glatt von der Kunkel = Chüüchla auf die Spule = Spüolo läuft [IA I/1978, 40]
Chruchtilla, Chruchtele, N. f; 1. Fasnachtsküchlein; 2. altes, verhunzeltes Weib [Id. 3/786]
Chruchtolla, N. f.; 1. Fasnachtsküchlein; ein Gebäck, in Form von Riemen oder Täfelchen, nach anderer Angabe ähnlich dem Hütchen der Walliserinnen, dünn wie Papier, bestehend aus Teig von Weizenmehl, Eiern, Safran, mit etwas Branntwein, in heisser Butter gebacken und mit Zucker bestreut 2. verhunzeltes Weib [Id. 3/786]
chruchtollu, V. tr.; Fasnachtsküchlein backen
Chrüeg, N. m.; Krug [Id. 3/802], Sprachatlas, vgl. Milch-, Wasserchrüeg
Chrugil; N. m.; runder Stein, Kiesel [Id. 3/799]
chrumm, Adj.; krumm [Id. 3/820]
Chruschta, N. f.; 1. Kruste, vgl. Gruschta [Id. 2/820]; 2. Schorf, vgl. Sprachatlas, Synonyma: Goms: Bibi; Saas: Seeri; Zermatt: Chruschte, Seeri; Ausserberg: Pätschi; Lötschen: Ruude; LeuK: Pätschi
Chrüsimüsi, N. n.; Durcheinander [Id. 4/485]
Chrüüsil, N. m.; Kräusel, Locke
Chrüüsilhaar, N. n.; Kraushaar [Id. 2/1508]
chrüüslu, V. intr.; kräuseln [Id. 3/862]
Chrüt, N. n; Kraut, Gras, Blätterkraut, Krautgewächs im Gegensatz zu Holzgewächs; Redensart: Chrüt und Chabos, Kraut und Kabis = unlogisches Durcheinander [Id. 3/838], Sprachatlas
Chrütstila, N. M.; Mangold, Sprachatlas vgl. auch; Mangu,
chrütu, V. tr.; krauten, 1. frisches Gras (zur Stallfütterung) mähen; 2. mit der Sichel Ränder putzen, das Kraut abschneiden, das man mit der Sense nicht erreicht [Id. 3/915]
Chrüüter, N. m; Kräutergemisch, Kräuterschnaps
Chrüüterschnaps, N. m; Kräuterschnaps
Chüüchla, N. f.; Kunkel, Rocken, stabförmiges Gerät an dem die noch unversponnen Fasern sind [IA I/1978, 40]
Chuchi, N. f; 1. Küche, vgl. auch: Fiirhüss, Sprachatlas; 2. Raum zum Werken z.B. Wäschchuchi, Waschküche [Id. 3/129], Sprachatlas
Chuchiapfall, N. m; Küchenabfall
Chuchibodo, N. m; Küchenfussboden
Chuchilumpo, N. m.; Küchenlappen, Putzlappen, vgl. Hudil, Gschirrhudil, Wäsch-, Gschirr-, Putzlumpo, [Id. 3/1278]
Chuchiofo, m; Küchenherd
Chuchischaft, N. m; Küchenschrank [Id. 8/403], Sprachatlas
Chuchitiri, N. f; Küchentüre
Chuchivorscher, N. n.; Küchenschürze vgl. Vorscher [Id. vgl. 8/1461]
Chuchitisch, m; Küchentisch
Chuder, N. m.; Spucke, schleimiger Auswurf aus Hals und Brust [Id. 3/150]
chuderwälsch, Adj.; kauderwelsch, unverständliches Geplapper [Id. 15/1600]
chudru, V. intr.; spucken, kräftiges Räuspern mit anschliessendem Spucken, Auswurf spucken
Chüe, N. f.; Kuh [Id. 3/85], Flurname: Zusatz, für Kühe geeignet, Chüebodo oder sieht wie eine Kuh aus, Rooti Chüe
Chüebeichinig, N. m.; Kuhbeinkönig, wer am meisten Spieltiere aus Rinderknochen besitzt, wird zum König erklärt [Rübel, 20]
Chüebaarma, N. f; Futterkrippe für Kühe
Chüecho, N. m; Kuchen, Flachkuchen mit Belag [Id. 3/131], Sprachatlas
Chüedräck, N. m.; Kuhdreck, Mist
chüedräckillu, V. intr.; stinken, nach Kuhdreck riechen
Chüeglogga, N. f; Kuhglocke, Kuhtreichel
Chüehirt, N. m.; Kuhhirte vgl. auch Veehirt [Id, 2/1648]
Chüestall, N. m; Kuhstall, [Id. 11/20] Vielseitigkeit vgl. Sprachatlas
Chüetilo, N. m.; Kuhzitzen [Id. 12/1647]
Chüetriichja, N. f; Kuhglocke, Kuhtreichel
Chüetscha, N. f.; Kuetsche, Kuhkalb [Id. 3/579], Sprachatlas, vgl. Chüetschi, Chüetschilli
Chüfla, N. f.; gekartete Wolle, zu einem Bündel zusammengeroll [Id. 3/364]
Chugla, N. f.; Kugel [Id. 3/187]
Chugilblüema, -e, N. f.; Kugelblume, Äcker, Roggenfelder
chugilrunt, Adj.; kugelrund [Id. 6/1042]
chüm, Adv. kaum [Id. 3/288]
chümmerli, Adv.; kaum [Id. 3/289]
Chumme, N. f.; Kumme; Flurname: Kumme; Bodenmulde; Besitz zur einer Ortschaft angebend z.B. Rarnerchumma oder die Beschaffenheit bezeichnend, z. B: Rooti Chumma [(635/134), Id. 3/291]
Chummer, N. m.; Kummer [Id. 3/300]
Chummet, N. n.; Joch, Kummet [Id. 3/287], Sprachatlas
Chunschtofo, N. m; Küchenofen,Kunstofen
Chunda, N. f; Kundenmilch, Kaufmilch
Chundsami, N. f.; Kenntnis, Kundsamkeit [Gr. 55]
Chunduchieli, N. n; Sommerkuh
Chupfer, N. n.; Kupfer, Stoffname [Id. 3/419]
Chupferschmitt, N. m.; Kupferschmied [Id. 9/861]
churmaalu, V. intr.; Sorge tragen [S.F.]
churz, Adj.; kurz
churzum, Adv.; vor churzum, vor kurzer Zeit
Chusi, N. n.; Flusel, Fussel [F.I.]; meist im Pl. Chusini
Chüüscht, N. f.; 1. Kunst, 2. Können, Fertigkeit, dass isch kchei Chüüscht, das ist nicht schwer [Id. 3/367]
Chutt, N. m.; eine gewisse Menge, Windstoss, Böe [Id. vgl. Chütt, III, 3/576]
Chutta, N. f.; Kutte
chüttu, V. intr.; schwer atmen [Id. 3/570,3]
chuttu, V. intr.; heftig winden, böeartig stürmen [Id. 3/570]
Chuttla, N. f.; Kuttel, Eingeweided, Gedärm auch beim Menschen [Id. 3/574]
Chutschi, N. n.; vgl. auch Chutschili, Hutschili, Kälblein [Id. 3/215, vgl. Chuetschichalb; IA I/1982, S. 36]
chutschillu, V. tr.; ketten, locken
Chuttle, N. f; Kutteln (Gericht) 178