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T

Tabak, N. m.;  Tabak [Id. 12/40]

Tabakpfiiffa, N. f.; 1. Tabakpfeife, Raucherutensil;  2. Bovist (weil sie alles braun verstäuben) [Id. 5/1075]

Tablaar, N. n; Tablar, Etagere [Id. 1/249; Gr 15]

Tablatt, N. n; Ablagebrett, Gestell

Tablattstutt, N. f; Ablagebrettpfosten

Tagwäärch, N. n; Tagwerk

Tämerza, N. f.; Wimper [Id. 12/1789]

tämerzu, V. Intr. blinzeln, die Augen schnell auf und zu machen [vgl. Id. 12/1789]

Tampa, N. f; Frau (Schimpfname) weli Tampa, welch eine blöde Kuh; 2. Brottampa, Brotfigur [Id. 12/1877]

tänggigs, Adj. weich, teigig, auch tänggochts, tänggigs Broot [Id. 1/249; IA II/1976, 37]

tängillu, V. tr.; dengeln, die Sense schärfen; an güete Meder tüet am Aabund d Sägesa tängillu, dasch am Moorgu wider paraat ischt; ein guter Mäher dengelt am Abend seine Sense, damit sie am Morgen bereit ist [Id. 13/665]

Tangla, N. f.; Dengelstock, Dengelvorrichtung bestehend aus dem Dengeleisen und dem Dengelhammer [Id. 13/663]

Tängilhammer, N. m.; Dengelhammer [Id. 13/664]

Tängler, N. m.; derjenige der dengelt [Id. vgl. tängelen, 13/665]

Tannuspitz, N. m.; Tannenspitzen, junge Weisstannenspitze [Id. 10/695]

Tannuspirtzukonfitüür, N. n.; Melasse aus frischen, jungen Weisstannenspitzen

Tannuspitzusiirop, N. m.; Tannenspitzensiroup, war zusammen mit dem verbotenen Absinth ein beliebtes Aperogetränk

Tapbett, n; Ausziehbett

Tappu, N. n.; Kartenspiel, Tarot vgl. Troggu

Täschscha, N. f.; 1. Tasche, 2. dumme Frau [Id. 13/1856]

Täschschi, N. n.; kleine Tasche

Täschschi, N. f.; Hieb, starker Schlag

Tässla, N. f.; Tessel, Holzleistchen mit Hauszeichen als Eigentumsvermerk [Id. 13/1769]

tässlu, V. tr.; Kennzeichnung mit dem persönlichen (Haus)zeichen, mit Tesseln zu tun haben [Id. 13/1761]

Teella, N. f; Bergkiefer oder -föhre  [IA, I/1976, 39]; vgl. Täla im oberen Teil

Teigg, N. m; Teig, Brotteig

Teiggbäich, N. n; Knetbrett

Teiggbrätt, N. n; Teigbrettchen, Teigschaufel

Teiggchlopfer, N. m; Teigklopfer,Gerät zum Formen der Laibe

Teiggergräät, N. n; Teigwerkzeug, Teiggerät

Teigglado, N. m; Knetbrett, Knettisch

Teiggmodil, N. n; Teigmodel

Teiggmüelta, N. f.; Teigmulde, vgl. Brootmüelta [Id. vgl. 4/216]

Teiggschaber, N. m; Teigschaber, Schaber

teiggu, V. tr.; kneten, Teig kneten

teimerlu, V. intr. leicht schneien [F.I.]

Teischigg, N. m. Kuhfladen [Id. 13/1895]

teissme, V. tr.; broten, Brote formen

Telifo, N. n; Telefon

teligälb, Adj. Farbe, intensiv gelb [F.I]

Te(n), N. n; Tenn

Te(n)bodo, N. m; Tennboden

Te(n)lado, N. m; Tennbrett

Tennji, N. n; Laube, Treppenvorbau

Teppi, N. f.; leichte Wärme [IA, I/1979, 34]

Teppichbodo, N. m; Teppichboden

Terass, f; Balkon, Terrasse

Tieschloch, N. n.; Zitzenöffnung, Strichloch beim Kuhzitzen, vgl. auch Gieschloch [Rübel, 21]

Tiifil, N. m; 1. Teufel; 2. Name einer Kuh deren Hörner senkrecht in die Höhe streben [Id. 12/638]

Tilo, N. m.; Zitze, Strich der Kuh [Id. 12/1647]

Tiri, N. f; Türe

Tirli, N. n; kleine Türe

Tirner, N. m; Türschwelle[Id. 13/1410]

Tirrgstell, N. n; Balken, die den äusseren Türramen bilden [Id. 11/74]

Tirsell, N. n; Türschwelle [Id. 7/711] vgl. Hüsssell

Tirsturz, N. m; Türsturz

Tirwäärch, N. n; Türrahmen

Tisch, N. m; Tisch

tischil, Adj.; ohnmächtig, bewusstlos, von Sinnen z.B. nach einem Schlag [Id. vgl. tüschel, 13/1965; IA I/1983, 35]

Tischtricka, N. f; Schublade, Speiseschublade

Tniff, N. m.; Rauhreif, im westlichen Oberwallis, vgl. Riiffo, Jicht kommt vor allem im Goms vor, sonst gibt es auch den Ausdruck Tniff [IA, I/1983, 36]

Tocha, N. f; 1. Puppe; 2. Schimpfwort für eine sich dum anstellendes Mädchen oder junge Frau; 3. Brotpuppe [IA, II/1976, 36]

tochu, V. tr.; mit einer Puppe spielen [IA, II/1976, 36]

Toggi, Toggini, N. n.; im Lötschental (ist gemäss Idiotikon auch in Eischoll belegt) für Rätscha; Holzrassel, mit der in der vom Karfreitag bis Karsamstag, wenn die Glocken der katholischen Kirchen schweigen, die Gläubigen zum Gottesdienst gerufen werden; werden immer häufiger als Lärminstrument an der Fasnacht verwendet  [Id. 12/1143]

Toggo, N. m.; 1. zugeschnittenes Stück Holz; 2.Tragbalken, Deckenbalken [Id. 12/1150]

Togguloch, N. n.; Loch in der Felswand, in das die Holzbalken, Chraapfo, Toggobefestigt werden, die die Kännel einer Suon tragen [vgl. Toggen, Id. 12/1150]

Tola, N. f; Grube,Mulde,Vertiefung; Dim. Toli als Bezeichnung einer Vertiefung im Genick der Kühe [Id. 12/1676]

tolinu, V. intr.; flirten, vgl. kcharissierru, schmalbaartu (lokal: Termen)

Tolugäägger, m; defensiver Spieler beim Murmelspiel (Feigling)

Toluhocker, N. m; defensiver Spieler beim Murmelspiel (Feigling)

Torggil, N. m.; 1. Trauben-, Obstpresse; 2. Dummkopf, Tollpatsch; 3. Rausch; 4. unverschämtes Glück [Id. 13/1574]

toosu, V. intr.; tosen, Geräusch von wildem, mächtigem Wasser [Id. 13/1798]

tosu, V. intr.; schlafen, dösen [Id. 13/1804] vgl. auch: liggu, liwwe, hörnlinu, neitu, tosu, inicku

totschkaaltu, V. intr.; Versteck spielen

Totz, N. m.; 1. Holzklotz z.B. Spaalttotz, Hacktotz ; 2. Klotz, mehr oder weniger viereckiges Stück, klotzförmige Sachen, är het du Späck ganz fiin gitotzjinot, er hat den Speck in ganz feine Stücke geschnitten; 3. Kopf [Id. 13/2266]

totzjinu, V. tr.; in Stücke schneiden; du Späck totzjinu, den Speck in Stücke schneiden [Id. vgl. totzlenen, 13/2274]

Trächa, N. f; einfache, offene Feuerstelle [Id. 14/245]

Trächumüüra, f; Herdmauer

Trääglächterna, N. f.; bräunlich-bändriger Auswurf etwa zehn Wochen nach Beginn der Trächtigkeit bei Kühen [Rübel, 27]

Träägolter, N. f.; bräunlich-bändriger Auswurf etwa zehn Wochen nach Beginn der Trächtigkeit bei Kühen [Rübel, 27]

träägu, V. tr.; 1. tragen, Di biissundu Hint träägunt am meischtu zerschrissni Oorini.Beissende Hunde tragen am meisten zerschrissene Ohren. Variante: Di greegschtu Ringchie träägunt am meischtu Schurpfa. Die stärksten Ringkühe (Walliser Kampkühe, Eringerrasse) tragen am meisten Streifwunden. Ds Schüemachersch Chint heint di schlächtoschtu Schüe. Des Schuhmachers Kinder tragen die schlechtesten Schuhe.  (SV, Sprichwort, 55, 60); 2. Nachwuchs erwarten bei Tieren und teilw. auch beim Mensch [Id. 14/407]; Komposita: erträägu, aushalten, verträägu, sich vertragen; uberträägu, übertragen = über den Geburtstermin hinaus

träägunt, Adj.; trächtig [Id. 14/466]

Tralljer, N. m.; vgl. Tralli, N. s.; unanstelliger, dummer, läppischer Mensch; vgl. Spottvers: Trilli, Tralli, naatischer Challi ... [Id. 14/877]

Tralljig, N. m.; vlg. Tralljer, unanstelliger, dummer, läppischer Mensch [Id. 14/875]

tralljerru, V. intr.; wie ein Tralljer gehen, langsam, zögerlich, verträumt

tranggill, Adj.; ruhig aus franz. tanquille; tranggill laa, in Ruhe lassen, willt dass jetz äntli tranggill laa, willst du das jetzt endlich in Ruhe lassen

Trappa, f; Holztreppe, Treppenaufgang

träpschu, V. intr.; trappen, trippeln [Id. 14/1285]

Trättmili, N. f; Tretmühle

tratzhaft, Adj. spöttisch, neckend, neckisch [Id. 14/1664]

tratzu, V. tr. necken, jemanden ärgern [Id. 14/1661]

Treibi, N. f. Schneespur [Id. 14/64]

Treibletta, N. f.; Durcheinander [Id. 14/181/2]

Treichi, N. f; Viehtränke

treichu, V. int.; tänken, säugen [Id. 14/1140]

treellu, V. tr.; 1. rollen, fallen, sich rollend, fallend fortbewegen z.B. ds Cheesji treellu, (Käslein rollen) Kinderspiel, Purzelbaum: das Kind steckt die Arme zwischen die Füsse, man packt es nun bei den Händen und zieht es daran in die Höhe, jetzt überschlägt sich das Kind 2. rollen, walzen, z.B. Teigg trellu, Teig kneten; 3. jemandem treelts, ist verrückt, spinnt [Id. 14/867]; stehende Formel: treels der, spinnst du!

Tretscha, N. f; Zopf, Butterzopf

trewwu, V. tr. zielen [F.I.] dazu meint die Redaktion des Idiotikons: lautlich müsste das dem Idiotikon-Eintrag dräuweⁿ (Band XIV, Spalte 1575) mit den Bedeutungen «drohen; androhen; ankündigen, warnen; bevorstehen; im Begriffe sein, sich anschicken» entsprechen – passt Ihr «zielen» hier irgendwo irgendwie?

Triangil, N. m; Dreiangel

Triichja, N. f.; Treichel (Kühe, Schafe, Ziegen)

Triichchibji, N. n; Rückentraggefäss aus Holz zum Mitnehmen von Tranksamen oder Suppe [vgl. Id. 3/781; IA I/1976, 38]

Triichilchallo, N. m.; Treichelklöppel [Id. 3/194 vgl. Challo]

Triichilowwji, N. n; Aue, Leittier mit Glocke

Triichilriemo, N. m; Treichelriemen

triichu, V. tr.; trinken [Id. 14/1158] vgl. laffu, leetu, ileeschu, süüffu, gurglu

Tricka, N. f; Kasten, Truhe

tricku, V. tr.; drücken [Id. 14/783]

Triegja, N. f;  vgl. auch Triegol:  Bindevorrichtung aus Holz mit der das Seil beim Binden verknotet wird.[Id. 14/667]

Trifüess, N. m; Dreifuss; Dreibein, Pfannenunterlage für das offene Herdfeuer [Id. 1/1094]

Triggo, N. m.; gestrickter Überzieher, Pullover: in dem chaaltu Wätter leit mu am beschtu an dicke Triggo a, bei diesem kalten Wetter zieht man am besten einen dicken Pullover an [Id. 14/674]

Trilch, N. m.;Wollstoff, Drillich, dii Trilchhose biissung, dies Drillichhose kratzt [Id. 14/964]

Trillfass, N. n.; Drehbutterfass [vgl. Id. trullen, Bd. 14/945]

Trimmja, N. f; Trimelle,  Mahltrichter [Id. 14/999]

Trissil, N. m.; Tölpel, unfreundlicher, ungeschickter Mensch [Id. 14/1340]

Tritt, N. m; Sprosse, Leiter- oder Stiegentritt

Trochufleisch, N. n; Trockenfleisch

Trochumüüra, f; Trockenmauer, Mauer ohne Zement, wir vor allem zu Terassierung des Geländes (Äcker, Wiesen und vor allem Reben) verwendet; vgl. auch Bruchsteimüüra

Trogg, N. m; Trog, Tränke

Trogga, N. f.; Trumpfkarte beim Tarot s.u.

Troggu, N. n.; Tarot-/Tarockspiel, Kartenspiel, vgl. Tappu [Id. 14/676]

troggu, V. tr.; Karten spielen, Tarot spielen [Id. 14/478]

Tropfukonsola, N. f; Tropfenkonsole, Dachbalken, Pfette

Trooja, N. f.;schmutzige, schmuddelige, liederliche Frau, vgl. auch Schwiitrooja [Id. 14/718]

Trooli, N. n; 1. Rolle, rundes Stück Holz 2.  Röllchen, Fasnachtsgebäck  [Id. 14/903]

Troser, N. m.; Holzstössel zum zerquetschen der Trauben [Id. 14/1328]

trosu, V. tr.; quetschen, pressen, drücken insbesondere die Trauben  [Id. 14/1326]

Tröüffchänil, N. m; Traufkanal, -rinne

Tröüffi, N. f; Traufe

tröüpflu, V. intr. tropfen, träufeln [Id. 14/1273]

tröümu, V. intr.; 1. träumen; 2. wünschen, ersehnen; An ar hungrigu Suww tröümt immer van ar määrwigu Malu. Einer hungrigen Sau träumt immer von einem mehligen Mehlsack (SV. Sprichwort, 101) 3. nachdenken, schwärmen [Id. 14/989]; Komposita: ertröümu, erträumen; vertröümu, träumend verbringen [Id. 14/988]

trubu, V. intr.; heftig ins Horn blasen [Id. 14/220]

Truphooru, N. n.; Rufhorn aus Geissbockhorn, Bockshorn  [Id. 2/1624]

Trüüch, N. m; Umtrunk, Versammlung

Trulla, N. f.; 1. Fadenspuhle; 2. rundliche, dickliche Frau [Id. 14/939]

Truuhe, N. f; Truhe, Kasten

Tsänna, N. f.; die Rute beim Stier [Rübel, 22], vgl. Gigger, Schwanz

Tschaaba, N. f.; Bergdohle; Tschaabe ist der Übername der Leukerbadner.

Tschägga, N. f.; gefleckte Kuh, Simmentaler Kuh, von Schecken [Id. 8/423]

Tschäggäta, N. f.; lötschentaler Maskenfigur bestehend aus grober Holzmaske und Fellkleidung, von tschäggeren = unsauber, grob beim Holz arbeiten[vgl. Id. 14/1711]

Tschaaggo, N. m; Bein, bei Mensch und Tier  vgl. Ober- und Unnertschaaggo, [14/1705]

tschäggots, Adj. gefleckt, schwarzweiss gefleckt, beim Schaaf oder braunweiss beim Rind

tschalabarru, V. int.; lautmalendes Wort für Krach, Lärm machen [F.I.]

Tschalfig, Tschalfi, N m; 1. Querschläger, ungehobelter, grobschlächtiger Mensch; 2. spezielles Kanteisen um bei Steinen die Kanten zu brechen [Id. 14/1728]

Tschängleta, N. f.; Wurstkette, meist bestehend aus bis zu 10 Hauswürsten; sie wurden so als Kranz zum Trocknen aufgehängt; hiir hei wer 15 Tschänglette gwurschtot; heuer haben wir 15 Wurstkränke gewurstet [F. I.]

tscharabarru, V. intr. krachend lärmen [F.I.]

Tschärätt, N. m.; Holzkugel zum Spiel Tschärättu

Tschäratbriid, N. n.; Schindel, Brett mit dem beim Tschärättu der Ball "abgetan" wird

Tschärätstäckn, N, m; Stock mit dem beim Tschärättu der Ball geschlagen wird

Tschärättu, N. n.; hornussenartiges Mannschaftsspiel

tschärattu, V. tr.; das Tschärättu-Spiel spielen

tschäppinu, V. tr.; den Kühen oder Schafen die Klauen schneiden [Id. 14/1851] vgl. auch tschättwu

Tschebil, N. m: Bein, bei Mensch und Tier [Id.  14/1686]

tschellig, Adj.; reif, trocken, leicht schälbar bei Arvennüssen, vgl. schellig [Id. 8/553]

Tscheerla, N. f.; dumme weibliche Person [Id. 14/1796]

Tschiepji, N. n.; Übername von Eischoll, kommt von einem kleinen, schwer fassbaren Fisch; bei der Rhonekorrektion (um 1970) wurden die Eischler von ihren Kameraden so tituliert; schwer fassbar (Quelle: Hermann Brunner)

Tschifra, N. f; Rückentragkorb, geflochtener Tragkorb [IA, I/1976, 39]

Tschingg, N. m.; Tschinggi, N. n.; Tschingg, Übername für die italienischen Fremdarbeiter in der Schweiz (Oberwallis), vom beliebten italienischen Fingerspiel "Tschinggelamooracinque la morra   [Id. 14/1749] vgl. Haso, Bianggi

Tschooli, N. M; I. minderbemittelter, beschränkter Mensch; II. liebenswerter Knabe, Kosename

Tschollo, N. m; I. Klumpen, Stück: an Tschollo Mischt; II. trottelhafter, aber liebenswerter Knabe, Kosename: är ischt an liebe Tschollo [IA I/1976, 38]

Tschüüder, N. m; I. ungekämmt, verwildert: Mench oer Tier, II. ungepflegtes, schlecht gefüttertes Schaf (Id. 8/278)

Tschuggo, N. m.; Felsen [Id. 14/1718; IA II/1977, 41]

Tschuggleta, N. f.; Geröllhalde, lockere Felspartie [vgl. Id. 14/1718; IA II/1977, 41]; bekannt ist der beliebte walliserdeutsche Zungenbrecher: an Tschiffreta Pägglete uber di Tschugglete ambritreellu, ein Kratten voll Holzschnitzer über eine Geröllhalde hinunterrollen.

tschüüpu, V. tr.; 1. haaren, an den Haaren zupfen, am Schopf packen; 2. derb vögeln, den Beischlaf ausüben [Id. 14/1773]

tschurggu, V. intr. saugen, lutschen [Id. 14/1796]

Tschurri, N. n.; ein kleiner Strahl, Rinnsal (Wasser) wier hei nummu as Tschurri Wasser, wir haben nur ein dünnes Rinnsal Wasser.

tschurru, V. intr. (Wasser) rinnen, rauschend fliessen

Tschütti, N. n.; 1. verzottelte Geiss oder verzotteltes Schaf; 2. armes, verhutzeltes, bemittleidungswürdiges Mädchen [Id. 8/1584]

Tüübuhüss, N. n; Taubenschlag

Tuchol, N. m.; Teuchel, Röhre, Holzröhre als Wasserleitung [Id. 12/221]

Tucholborer, N. m.; Bohrer zum bohren von Teucheln, oder derjenige der die Teuchel bohrt, Holzröhrenbohrer [4/1508]

Tüüdil, N. n.; minderwertiges Schaf vgl. Tüüti [Id. 13/2086], ...Tüüdil zeigu... eine lange Nase zeigen

Tuggol, Tuggil, N. m.; 1. Stück, Klumpen; 2. Stück, klumpiges Stück: an Tuggol Broot, ein Stück Brot [Id. 12/1195]

Tulpukonsola, N. f; Vordachzier, Dachbalken, Tulpenkonsole

tumilangu, V. intr. mit Getöse unruhig hin und her rutschen (F.I.)

Tümmo, N. m.; Daumen [Id. 12/1819]

Turner, N. m; Turm, Kesselturm [Id. 13/1671]

Turneraaro, N. m.; Turmarm, waagrechter Balken des Kesselturms

Turo, N. m; Turm, Kessiturm, vgl. Turner

Tüüdil, N. n.; Person, die langsam, träge und kindisch handelt; dieser Begriff erscheint bei uns nur in der Redensart: ... Düüdel zeigu... eine Nase drehen, eine lange Nase machen [Id. 12/495]

Tuggol, N. m.; rundliches, handgrosses Stück, z. B. Brot, Käse; äss gnagot a ma Tuggol Broot; er kaut an einem Stück Brot [F.I. vgl. in anderem Sinne Id. 12/1164]

tuggu, V. tr. 1. klopfen, z.B. beim Jass mit Trupf auf den Tisch klopfen; 2. zahlen [Id. 12/1195]

Tüütti, N. n; weibliches Schaf [Id. 13/2086]

tutz, Adj.; kopfüber; kommt fast nur in der Formulierung tutz uber tutz,  Hals über Kopf, sich überschlagend,  är ischt tutz uber tuzt d Haalta ambrigitroolot, er ist sich überschlagend den Hant hinuntergerollt [Id. 13/2283]

Tutz, N. m.; Sturz, nur im Zusammenhang mit "Tutz uber Turz" = ein sich mehrmals überschlagender Sturz; Hals über Kopf  [Id. 13/2283,3]

Twalett, N. f.; 1. Toilette, der Putz = Waschen, Zähneputzen, Kämmen etc.; 2. WC, Toilette; vgl. Abort, Abtritt, Gabine, Schiissa, Schiishüss; 3. festliche Kleidung  [Id. 12/1710]

Twalett, f; Toilette,WC, auch Körperwäsche

twäärzu, V. tr., Gegenstande dicht ineinander drängen, zsdrücken; intr., sich mit aller Kraft hinein-, durchdrängen, -zwängen, z. B. in einen überfüllten Raum, zwischen engen Sitzreihen hindurch; sich gegen Etw. anstemmen [Id. 1638]