Sch

Schabi, N. n.; das Zusammengeschabte; Plur. Schabini, Schabete; vam Paläntuchoch han i am liebschtu d Schabini, vom Polentagericht habe ich am liebsten das Zusammengeschabte (die leicht angebrannte Kruste am Boden der Pfanne [Id. vgl. Schabeten I, 8/19]

Schaaf, N. n; Schaf

Schaafchromo, N. m; Schaafkoben, Verschlag

Schaafalpa, N. f; Schafalpe

Schaafchees, N. m; Schafkäse

Schaafgaarba, N. f.; Schafgarbe

Schaafgaarbutee, N. f.; Schafgarbentee [Id, 12/28]

Schaafhirt, N. m.; Schafhirte [Id, 2/1648]

Schaafscheidi, N. f.; Schafscheide, die Tiere kommen gemeinsam von der Alp und werden dann nach Besitzer separiert von scheidu = trennen [Id. 8/225]

Schaafstall, N. m; Schafstall

Schaaftriichja, N. f; Schafglocke, Schaftreichel

Schaafzeichnig, N. f; Schafzeichnung, persönliche Kenntzeichnung der Schafe

Schallbett, N. n.; Flurname: Steilhangbett; steiler Grashang, meist zwischen Felsen,schräg ansteigende Grasfläche, grünes Steilhangbett; Schalb bedeutet «schief»: Schallbett, Schallbäärg (646/123) Id. 8/750)     

Schääru, N. m; im Trockenen, Regenschutz

schäru, V. tr.; scherren [Id. 8/1113]

Scharungji, N. n.; Nichtsnutz, leicht krimineller Kerl, Luftibus; von frz. charogne = Tierleiche

Schaber, N. m; Schaber

Schabete, N. f; Teigreste, Abgeschabtes

Schabi, N. n; Teigreste, Abgeschabtes

Schachtdeckil, N. m; Schachtdeckel

Schädil, N. m.; 1. Schädel, Totenschädel; 2. Kopf [Id. 8/186]

schaffig, Adj.; arbeitsam, fleissig [Id. 8/343]

Schaft, N. m; Schrank [Id. 8/403] vgl. Chuchischaft, Gwantschaft

Schaftbett, N. n; Schrankbett, Ausziehbett

Schafttiri, N. f; Schranktüre

Schalla, N. f.; 1. Treichel; 2. Blase [Id. 8/536]

Schälla, N. f; Kuhglocke, Treichel [Id. 8/536]

Schalluhiischi, N. n; Gefängnis, Zuchthaus, Kerker

Schalluwäärch, N. n; Gefängnis, Kerker

Schalusii, N. f; Fensterladen, Jalousie

schärmizieru, V. intr.; schimpfen, lärmen, (von Scharmützel?) [IA, I/1977, 41]

Schääro, N. m.; 1. Schutz gegen Wind und Wetter, Schirm, im Regenschutz, 2. baulicher Schutz gegen Wind und Wetter, z.B. Vordach [Id. 8/1275]

Schäärmer, N. m.; als selbständiges, mehr oder weniger primitives oder provisorisches Gebäude, Verschlag, [Id. 8/1275]

schäru, V. tr.; scheren

Scharunji, N. n.; Lump, Betrüger, nichtswertiger Mensch, von frz. charogne = Tierleiche, Kadaver

scharwächterru, V. intr. werken, arbeiten ohne grossen Wirkungsgrad [wird im Idiotikon als "überwachen erklärt, Id. 15/412]

Schatzchammra, N. f; Schatzkammer

schee, Adj.; schön, viel, fesch; an scheene Maa, Büeb, ein fescher, schöner Mann, Bube; an scheene Säich, sehr dumme Situation; an scheene Hüffo, ein grosser Haufen [Id. 8/841; IA I/1977,40]

scheefis, Adj. vom Schaf, scheefis Fleisch = Schaffleisch

schellig, Adj.; reif, trocken, leicht schälbar bei Arvennüssen, vgl. tschellig [Id. 8/553]

Schenkeli, Schenkel, N. n.; Fasnachtsgebäck [Id. 8/969 2c]

Scheidi, N. f.: bei der Rückkehr von den Alpen vorgenommene Verteilung der von einer oder mehrern Gemeinden gemeinsam gesömmerten Schafe auf die einzelnen Besitzer, oft 2-3 Tage dauernder, in BG. auf den ersten Donnerstag im September, in WLö. auf die ersten Tage nach dem Feste des hl. Mauritius (22. Sept.) fallender, mit einem Schafmarkt oder allgemeinen Viehmarkt und mit Schmaus, Tanz und andern Lustbarkeiten verbundener festlicher Anlass, 2. Trennung; 3. der Scheideweg [Id. 8/261]

scheidu, V. intr. scheiden; tr. trennen, separare, d Schaaf scheidu, die Schafe aus der gemeinsamen Herde auf die einzelnen Besitzer verteilen [Id. 8/227]

Scheidul, N. m.;  Ziger vgl. (swdt. Schreibweise) Zieger, Schotten- Quark- oder Molkenkäse,  [Id. 8/227]

Schertina, N. f. Schulterpartie, oberer Rücken; Redaktion des Idiotikons: s. Scherteⁿ, Scherti (Band VIII, Spalte 1310), Bedeutung «Schulter(blatt) beim Menschen, Schulter bis zur Lende, oberster Teil der Achsel»

Scheub, N. m.; Scheuba, N. f.; Bündel, Heu-, Stohbündel

Scheuba, N. f.; Schürze vgl. Vorrschooss im Wsdt. zu Vorscher verkürzt; je nach Gebrauch der Schürze unterscheiden wir Chuchivorscher, Küchenschürze, Hirtervorscher, Futterschürze, vgl. Füeterschooss ; mit der Scheuba geit är in d Schiir ga Heww, mit der (Futter)schürze holt er in der Scheune das Heu [Id.8/75ff.]

Schgädri, N. f; ein Spritzen, eine kleine Menge [IA, I/1976, 39]

schgädru, V. intr.; spritzen [IA, I/1976, 39]

Schgaaja, N. f.; Stein, Steinplatte von ital. scaja

Schgapoliier, N. n.; Ordens-, Bruderschaftszeichen vgl. Skapulier; mit diesem Zeichen haben sich auch die Laiensbruderschaften (z. B. 3. Order) mit einer Schärpe, einem Schild oder einer Schnur gekenntzeichnet [IA, II/1976, 36]

Schgapoliiersunntag, N. m.; 3. Sonntag im Juli (Jakobusfest); der hl. Jakobus ist Patron vieler Alpen [IA, II/1976, 36]

Schgutz, N. m.; einmaliger Ausguss, Schwall, Strahl überfliessender oder ausgeschütteter Flüssigkeit, "in einer Grube gesammeltes Regenwasser, von dem Menschen und Vieh trinken", Pfütze [Id. 10/18]

Schgutzla, N. f.; Moor- oder Rauschbeere, vgl. Pudertscha

schgüüsu, V. tr.; schnell stuhlen, flüssig scheissen, Durchfall [Gr. 170]

Schgüzza, N. f.; liederliche, unseriöse Frau, vgl.: Fara, Gschwäder, Schlättra, Sola, Trooja

Schiebepoort, N. f; Schiebetüre

Schiebetiri, N. f; Schiebetüre

Schepfi, N. f; Wasserfassung

Schiff, N n; Schiff, Wasserschiff

Schiiba, N. f; Scheibe, Fensterscheibe

Schiibbei, N. n; Stadelbein [IA, II/1976, 36]

Schiibbeiplatta, N. f; Mäuseplatte [VS, 170 ]

Schiibplatta,  N. f; Mäuseplatte [VS, 170]

Schiibu,  N. f; 1. Scheibe; 2. Zielscheibe; 3. Mäuseplatte (im Zusammenhang mit Stadel/Speicher) [VS, 153]

Schiibupfeischter, N. n; Glasscheibenfenster

schiffu, V. tr.; 1. mit einem Schiff fahren; 2. derb für urinieren, pissen; 3. stark regnen [Id. 8/373]

Schina, N. f.; Holzstück, Holzdorn; an Schina fassu, sich mit einem kleinen Holzstück (das meistens noch stecken bleibt) verletzen [Id. 8/833]

schintu, V. tr.; 1. schälen, z.B. die Rinde entfernen; 2. häuten, ds Schaaf schintu; 3. sich plagen; 4. geizen; 4. Jass: eine Stichkarte nicht spielen, z.B. bei Doppelspielen du Ass schintu aus Furcht, dass er vom zweiten gestochen wird;   [Id. Bd. 8/901]

schintigs, Adj, geizig [vgl. Id. Bd. 8/907]

Schipfa, N. f.; Felshöhle, Flurname: Felshöhle, Felsunterstand; überhängender Fels, Felshöhle, vgl. auch Balma: Maartischipfa (634/135) Id. 8/1091f, Zi 109)

Schiir, N. f; Scheune,Heuraum

Schiirloch, N. n; Scheuerloch beim Holzofen

Schiirpoort, N. f; Scheunentüre, Heuraumtüre

Schiirschopf, N. m; Laube, Treppenvorbau

Schiirstäga, N. f; Scheunenstiege, -treppe

Schiirtiri, N. f; Heuraumtüre, Scheunentüre

Schiisshüss, N. n; Toilette, Scheisshaus

Schiissa, N. f; WC, Toilette; vgl. Abort, Abtritt, Gabine,  Schiishüss, Twalett [Id. 8/1325,2]

schiissu, V. tr.; den Kot ausscheiden, koten, scheissen von Tieren, derb auch von Menschen, für den Menschen sagte man meistens ggaggu, [Id. 8/1326]; scheissen, koten; Deer wa derva nit will wissu, deer het sus gschissu. Wer davon nichts wissen will, hat es geschissen. (Wer sich am meisten wehrt, den trifft es am ehesten); ... heecher wellu schiisu, wa mu ds Loch het; höher scheissen wollen, als das Loch ist, hochmütig sein. (SV, Sprichwort, 80, XIV)  [Id. 8/1326]

schiissigs, Adj. den Duchfall haben, von „scheissen“ [Id. 8/1350]

Schiissudeckil, N. m; Toillettendeckel

Schiissloch, N. n; Sitzloch auf dem Abort

schiissu, v. tr.; scheissen, koten [Id. 8/1326]

Schiissugrüeba, N. f; Kotgrube,Mistgrube

Schiissulti, N. n. Dimin.; WC, Toilette; vgl. Abort, Abtritt, Gabine, Schiissa, Schiishüss, Twalett [Id. vgl. 8/1225]

Schindla, f; Schindel, Dachschindel

schiini, Pron.; seine, etwas als sein Eigentum ansprechen [Id. 7/1017]

Schiini, N. f.; Seine, etwas despektirlich für die Ehefrau, är geit mit Schiinerra, er geht mit seiner Frau

Schinti, N. f.; von schinden, schälen, Haut der Wurst, Schalen von Äpfeln; vgl. Hiltscha [Id. 8/917] Ausruf des Erstaunens, der Überraschung: trääg der Schinti 

schintu, V. tr.; schinden, schälen, Haut abziehen [Id. 8/901]

Schissil, N. m; Brotschieber, Brotschaufel zum Einschiessen der Brote [Id. 8/1473; IA, II/1976, 37]

Schissja, N. f; Schüssel [Id. 8/1476]

schiissu, V. tr.; scheissen, cacare [Id. 8/1326]

Schitti, N.  f; Schüttstein [Id. 8/1575]

Schittistei, N. m; Schüttstein [Id. 11/887]

Schittilgstell, N. n; Schüttelgestell bei der Mühle

Schitzuhiischi, N. n; Schützenhaus

Schitzuhüss, N. n; Schützenhaus

schiwwju, V. tr.; Obst oder Trauben stehlen oder nach der Ernte suchen [Gr. 171]

Schlabo, N. m.; unförmiger, zerbeulter Hut, vgl. schlabrig

schlabrig, Adj. unförmig, schlaff [Id. 9/5]

Schlaf, N. m.; Schlaf [Id. 9/91]

Schlaafböüm, N. m; Bindebalken, Spannbaum beim Blockbau

Schlaafchammra, N. f; Schlafkammer

schlaafgschturus, Adj.; schlaftrunken [IA, I/1976, 39]

Schlaafgschturni, N. f.; Schlaftrunkenheit [IA, I/1976, 39]

Schlaafstuba, N. f; Schlafstube, -kammer

schlaafu, V. intr.; 1. schlafen; 2. reziprok: beischlafen, är het mit ira gschlaafu, er hat mit ihr geschlafen [Id. 9/97] vgl. auch: liggu, liwwe, hörnlinu, neitu, tosu, inicku

schlächt; Adj. schlecht, schlächter am schlächtoschtu; [Id. 9/60 c]

Schlanggo, N. m.; beweglich Herabhangendes [Id. 9/588]

Schlänggi, N. f.; eine Ohrfeige aus dem Handgelenk, mit geschlenkerter Arm

schlänggu, V. tr.; schlenkern [Id. 9/594]

Schläppsack, N. n.; liederliche Weibsperson, Hure [Id. 7/639]

Schlättra, N. f.; unsaubere, schmutzige Frau, vgl. Schwiitrooja, Ggoscha, Trooja, Moora, Chorberi, Suww, [Id. 9/764]

Schlegil, N. m; Schlägel, Vorschlaghammer, Schlegel [Id. 9/253]

schlegildick, Adj.; sehr dick, von Brühen und Suppen [Id. 12/1553]

Schleif, N. m; 1. Runse, Holzschleifrunse; 2. einfache Flurstrasse; Flurname: Schleipf = Schleif; Holzbahn, Rinne, Gleitbahn für das Hinunterschleifen von Holz an den Abhängen: Schleif, Schleipf [Id. 9/132/f.; Zinsli, NG S. 581)

Schlichti, N. f.; Nachgeburt [Id. 9/75]

schliichu, V. intr.; schleichen [Id. 9/10]

Schliffi, N. n.; Blindschleiche

schliiffu, V. tr.; schleifen [Id. 9/149]

Schlimblaatra, N. f.; Schleimblase, Fruchtblase [Rübel, S. 31]

Schlitto, N. m; 1. Schlitten, Transportschlitten, winterliches Transportgefährt [Id. 9/767]; 2. Schlitten, Teil von Maschinen, wo bewegliche Teile aufeinanderlaufen [Id. 9/769 2e]

schlipfu, V. intr.; gleiten, ausgleiten, ausrutschen [Id. 9/622] vgl. abschlipfu = abgleiten; antschlipfu = entgleiten, aus der Hand rutschen

Schlitzpfeischter, N. n; schmales Fenster, Mauerspalte, -ritze

Schlopf, N. m; Schuppen [Id. 9/629]

Schlopfji, N. n.; Unterschlupf [Id. 9/629]

Schlosstiri, N. f; Schlosstüre, verschliessbare Türe

Schlüecht, N. f.; 1. Schlucht; 2. Knochenzapfen an dem das Horn der Kuh sitzt [Id. 9/79]; Flurname: Schlüecht = Schlucht; langgezogene Bergmulde, grasige

Rinne am Hang, meist ohne Wasser; interessante sprachliehe Unterscheidung: Schluecht bezeichnet dunkle Mulde oder dunklen Graben auch Weiler oder Dorfteil: Schlüchtgrabo, Fiischteri Schlüecht; mit Schlucht wird auch im Walliserdeutschen die hochsprachliche Schlucht bezeichnet Saltina-, Massaschlucht [(631/130), Id. 9/79f.]

Schlucketa, N. f.; Käsebruch [Id. 9/541]

Schluck, N. m.; 1. Schluck, Schlund, Speiseröhre; 2. eine gewisse Menge Flüssigkeit, är het an güete Schluck, er trinkt viel; in du lätzu Schluck cho, sich verschlucken  [Id. 9/530]

Schlufi, N. n.; unordentlicher Mann [Id. 9/179]

schmallbaartu, V. intr.; vgl. kcharissieru, freien, werben, ein Jünglin (mit schmalem Bart) der sich das erste Mal (heute würde man sagen: flirten) auf Freiersfüsse begibt (Ried-Brig)

Schmallvee, N. n; Kleinvieh (Ziegen, Schafe) [Id. 1/651]

Schmallveestall, N. m; Kleinviehstall

Schmärr, N. n.; Schmer, Fett [Id. 9/976]

Schmärrbüüch, N. m.; Schmerbauch, Fettwanst, Wampe [Id. 4/995]

schmeitzu, V. intr. schmeissen, schneidender Wind bei Regen [Id. 9/1015]

schmelzu, V. tr.; schmelzen [Id. 9/957] vgl. abschmelzu, zerschmelzu

schmiifu, V. intr.; frösteln, kalt haben (z.B. bei Durchzug) [S.F.]

Schmiri, N. m.; 1. Salbe; 2. Schmierfett; 3. Rausch, vgl. Butzi, Stiiberli, Stiiber, Liechte, ,Zinti, Stei im Grint, Gess, Schmutz, Braati, Siedi, Sutti, Fleiger, Tägger, Penalti, Palaari…

schmiru, V. tr. vgl. ischmiru, salben, einsalben [Id. 9/971] vgl. abschmiru = verprügeln

Schmiisi, N. f. eine sehr kleine Menge, eine Winzigkeit [F. I]

Schmitt, N. m.; 1. Schmied, Dorfschmied, Handwerker 2. Familienname, wird im Oberwallis  in zwei Formen Schmid, Schmidt geschrieben, aber immer Schmitt gesprochen [Id. 9/855]

Schmitta, N. f.; Schmiede, Schmiedewerkstatt [Id. 9/1029] vgl. auch: Messer-, Hammer-, Nagil-, Chupfer-, Doorf-, Fääld-, Iisuschmitta, etc.

Schmutz N. m.; 1. Dreck; 2. Fett; 3. Rausch, [Id. III 9/1047] vgl. Butzi, Stiiberli, Stiiber, Liechte, ,Zinti, Stei im Grint, Gess, Schmiri,  Braati, Siedi, Sutti, Fleiger, Tägger, Penalti, Palaari…

Schmuzzli, N. m.; Gehilfe von St. Nikolaus, Geschenke und Rutenträger

Schnablera, f; Eckverzähnung beim Blockbau

Schnabulböüm, N. m; Bindebalken als Pfette beim Blockbau

schnädru, V. intr.; 1. zittern, beben vor Kälte; 2. schnattern, Geschnatter (wie bei den Gänsen)  [Id. 9/1076] vgl. auch schnäderru und schnädellu

schnädollu, V. intr.; zittern, Zähne klappern [Id. 9/1074]

Schnäggo, m; 1. Schnecke; 2. Schaf mit engem Hörner-Bogen; 3 aarme Schnäggo, armer Tropf [Id. 9/1183]

schnaaggu, V. intr.; auf den Knien kriechen [Id. 9/1174;IA, I/1976, 39]

Schnaara, N. f.; Schnaari, N. n.; Bezeichnung für jüngere Schnaari oder älter Schnaara Mädchen, bis zur Entlassung aus der obligatorischen Schulpflicht (15 Jahre) [Id. 9/1271; IA, II/1976, 36]

Schnapsbomboona, N. f; Schnapsflasche (gross); tropfenförmige Glasflasche von 10 - 20 Litern

schnätzu, V. tr. schneiden, schnipseln, schnitzen; frei mit einem Messer an einem Stück Holz herumschnipseln [Id. 9/1994]

schnitzu, V. tr. schnitzen, geziehlt ein Stück Holz zu einer gewollten Form bringen [Id. 9/1419]

Schneeböüm, N. m; Bindebalken oder Schneesicherung

Schneelatta, N. f; Schneelatte, Schneerutschsicherung

schniidu, V. tr.; schneiden [Id. 9/1080] abschniidu, verschniidu, wäggschniidu, zerschniidu

Schnirrfilla, N. f.; Mund, Lippen, Lefze bei Kühen [Rübel, 17]

Schnotz, N. m.; Strick, kurzes Seil [Id. 9/1429] siehe auch aschnotzu, V. tr. anbinden

schnootzu, V. tr.; verkürzen, vorne abschneiden [Id. 9/1428]

schrecku, V. tr.; ziehen, zerren [Id. 9/1601]

schriissu, V. tr.; reissen, schreissen [Id. 9/1661]

schnüüfu, V. intr.; schnaufen, atmen [Id. 9/1158]; erschnüüfu, ausruhen

Schnura, N. f; Mund, Schnautze, Tiermundperchuschte an parr uff d Schnura, ich hau dir aufs Maul [Id. 9/1287]

Schnurrli, N. f. dimin.; Schnautze, Tiermun; als Schwiischnurrli (gekochte Schweineschnautze) eine Delikatesse [Id. 9/1282]

Schnuri, N. m.; Prahlhans, Plagöri, einer der viel redet; dass ischt doch nummu an blööde Schnuri, das ist doch nur ein blöder Prahler [Id. 9/1289]

schnuru, V. intr.; reden, prahlen, plaudern, tratschen [Id. 9/1282ff.]

Schoggolabritt, N. n.; Schokoladetafel [Id. vgl. britt 5/890]

Schoggolarigil, N. m; Schokoladeriegel

Schopf, N. m; Schuppen

Schora, N. f; Laube, Plattform [Id. 8/1194]

Schorrböüm, N. m; Schorrbaum, Viehlägerendbalken im Kuhstall

Schorrgrabo, N. m; Kotgraben im Kuhstrall

schorru, V. tr.; kratzen, schaben, den Mist wegschaben

Schoort, N. f.; Sorte, Art, Gattung [Id. 8/1311]

Schöüp, N. m.; Strohbündel [Id. 8/26]

Schrapf, N. m.; kleine Wasserrinne, kleiner Bewässerungsgraben zur Feinverteilung des Wasser auf den Wiesen [Id. 9/1652]

schrapfu, V. intr.; mit dem Wässerbeil eine Wasserrinne graben [Id. 9/1652]

Schratt, N. f.; Flurname: Riss, Spalte, Kluft; Berg voll Risse und Spälten, durchfurchtes Gebiet; Schratt [(639/127), Id. 9/1627]

schrecku, V. tr.; ziehen, zerren, schreissen [Id. 9/1601]

schreeju, V. 1. intr.; rauschend von einer Höhe herabströmen', z.B. von Wasser, das über Felsen herunter strömt; 2.  tr., Flüssigkeit ausströmen, sprühen lassen [Id. 9/1441]

schriibu, V. tr.; schreiben [Id. 9/1492]

Schriibpult, N. m; Schribpult

Schriibstuba, N. f; Schreibstube

Schriibtisch, N. m; Schreibtisch

Schroota, N. f; Abteil, Stadelabteil [Id. schroten b) 9/1688]

schrootu, V, tr.; 1. schneiden, abschneiden; 2. mit dem Meissel Heu aus dem Heustock schneiden ; 2. trennen, spalten beim Schmieden [Id. 9/1689]

Schüe, N. m.; Schuh [Id. 8/442]

schüeju, V. intr. 1. Schuhe machen; 2. stramm gehen, zürgig wandern [Id. 8/488]

Schüebännil, N. m.; Schnürsenkel, Schuhbändel, äss cha schoo der Schüebännil sälber heftu, es (das Kind) kann die Schnürsenkel schon selber binden [Id. 4/1337]

Schüelhüsstiri, N. f; Schulhaustüre

Schüelstuba, N. f; Schulstube

Schüüfla, N. f; 1. allg. Schaufel, 2. Brotschieber vgl. Backofen, 3. Radschaufel z.B. beim Mühlrad; 4. Schneidezahn, Schüüfilzänt sind die  zweiten Zähne z.B. beim Rind, so dass es den Status als Kalb z.B. bei der Alpsömmerung verliert [Id. 8/382]

Schüüfilrad, N. n; Schaufelrad (Mühle)

Schüemacherli, N. n. Pl.; Berg Enzian [S.F.!

schuppo, Adj.; viel, z.B. an schuppo maal = oft [Id. Bd. 8/1031, vgl. Schueposs; IA, I/1976, 39] A schuppo Hint sind ds Hasusch Toot. Viele Hunde sind des Hasens Tod.

Schuppo, N. m.; eine Menge, viele [Id. vgl. Tschupp 14/1777], vgl. Schupperli

schuppomaal, Adv.; sehr oft

Schupperli, N. n. eine Menge, eine Gruppe  vgl. Schuppo

Schurpf, N. m.; Schürfung, Streifwunde [Id. 8/1247] Di greegschtu Ringchie träägunt am meischtu Schurpfa. Die besten Ringkühe (Kampfkühe, Stechkühe) tragen am meisten Schürfungen. Wer Streit sucht, muss am meisten dafür büssen.

Schuss, N. m; Tempo, Geschwindigkeit; lüeg a maal i welum Schuss deer da um d Egga chunt, schau mal in welchem Tempe der da um die Ecke kommt [Id. vgl. 8/1695ff.]

Schutz, N. m.; 1. Schuss, der eerscht Schutz hets dernäbu gschossu, der erste Schuss hat das Ziel verfehlt; 2. Schutz, Obhut, Betreuung, der Leerer het nu jetz unner schiinu Schutz gnu, der Lehrer hat ihn jetzt unter seinen Schutz genommen; 3. Weile, Moment, är het an Schutz miessu waartu, er hat eine ganze Weile warten müssen [Id. 8/1698; IA, II/1976, 37]

Schutzji, N. n.; Dim. von Schutz aber selten in der Bedeutung 1 (Schuss); as Schutzji beitu, eine Weile warten.

Schutzmüüra, N, f.; Schutzmauer gegen Steinschlag oder Lawinen, z.B. Äbihooch

Schwadjeta, N. f.;1. Schöpfkelle; 2.  eine gewisse Menge Flüssigkeit, Schwall vgl. Gutz, Schwetti

Schwamm, N. m.; 1. Schwamm; 2. Inneres des Euters [Id. 9/1870 ff.]

Schwämpa, N. f.; Wasserlache, Pfütze, vgl. auch Gilla [Id. vgl. Schwämmi III,1 9/1862]

Schwanz, N. m.; 1. Schwanz, Tierschwanz, Chüeschwanz, Kuhschwanz, Rossschwanz (auch als Frisur), Schwiischwanz (vor allem als Menu), Schwanzlutscher (Schimpfwort, Schwuler) [Id. 9/2014] ; 2. Anhängsel, z.B. hat der Komet einen Schwanz; 3. Schwanz: Geschlecht des Mannes, Pennis [Id. 9/2021]

Schwanzasatz, N. m.; Schwanzwurzel, auch: Schwanzbei, Schwanzriepa, Schwanzstuck, Schwanzfädera, Schwanzchamma

Schwanzbei, N. m.; Schwanzswurzel; auch: Schwanzasatz, Schwanzriepa, Schwanzstuck, Schwanzfädera, Schwanzchamma [Id. vgl. 9/2014]

Schwanzchamma, N. m.; Schwanzswurzel; auch: Schwanzasatz, Schwanzbei, Schwanzfädra, Schwanzriepa, Schwanzstuck [Id. vgl. 9/2014]

Schwanzfädra, N. m.; Schwanzswurzel; auch: Schwanzasatz, Schwanzbei, Schwanzriepa, Schwanzstuck, Schwanzchamma [Id. vgl. 9/2014]

Schwanzriepa, N. m.; Schwanzswurzel; auch: Schwanzasatz, Schwanzbei, Schwanzstuck, Schwanzfädera, Schwanzchamma [Id. vgl. 9/2014]

Schwanzpuschil, N. m.; Haarbüschel am Ende des Kuhschwanzes [Rübel, 20]

Schwanzstuck, N. m.; Schwanzswurzel; auch: Schwanzasatz, Schwanz bei, Schwanzriepa, Schwanzfädera, Schwanzchamma [Id. vgl. 9/2014]

Schwärba, N. f; Wasserstandsregler bei Bewässerungsleitungen

schwärbu, V. tr; den Wasserstand einer Suon regeln

Schwaarber, N. m; der letzte Streich beim Howwu [IA, I/1976, 39], im Schwaarber ischt ds Chooru; im letzten Streich liegt der Fruchtsegen, verlangte sorgfältiges Arbeiten

Schwaarta, N. f; Schwarte, Abschnitt von Rundholz

schwaarz, Adj.; schwarz; Flurname: schwarz, dunkel, finster;bezeichnet einen Ort zusätzlich als dunkel, düster, auch mit dunklem Baumbestand: Schwaarz Grabo. [(639/124) Id. 9/2171]

Schwalbuschwanz, N. m; 1. Laube,T reppenvorbau; 2. Handsäge

Schwaarznasa, N. f; Schwarznasenschaf, Walliser Schafrasse

Schwaarznasuschaaf, N. n; Schwarznasenschaf, Walliser Schafrasse

schweissu, V. tr.; 1. schwitzen vgl. Schweisshund, Jagdhund; 2. schweissen [Id. 9/2221]

schwellu, V. tr.; schwellen, aufquellen; z gschwellu tüe, durch Einlegen in Wasser aufquellen lassen, besonders bei leck gewordenen Holzgefässen [Id. 9/1821; IA 1/1976, 38]

Schweibja, N. f.; 1. etwas Schwebendes (z.B. an Schweibja an Rock), 2. Schindel [Id. 9/1731]

schweichu, V. intr.; schwingen, schwanken, schwenken [Id. 9/2005]

Schwetti, N. f.: ein gewisse Menge Flüssigkeit, grosser Schwall [Id. 9/2242]

Schwii, N. n; Schwein

Schwiiblaatra, N. f; Schweineblase

Schwiichromo, N. m; Schweinekoben, Verschlag

Schwiichrüt, N. n; Schweinekraut

Schwider, N. m.; Berberitze, Sauerdorn [Id. 9/1756]

Schwiderbeer, N. n.; Berberitze [Id. 4/1472]

Schwiderdooro, N. m.; Berberitze [Id. vgl. Schwider, 9/1756]

Schwiigade, N. m; Schweinegaden, -stall

Schwiiglaff, N. n; Schweinefutter

Schwiigschirr, N. n; Schweinekessel

Schwiigwäsch, N. n; Schweinefutter

schwiigu, V. intr.; schweigen [Id. 9/1779]

Schwiihäärpfil, N. m; Schweinekartoffel, kleine und minderwertige Kartoffeln wurden an die Schweine verfüttert.

schwimmu, V. intr.; schwimmen [Id. 9/1864]

Schwiimüelta, N. f.; Schweinemulde, Schlachtmulde, vgl. Fäärlimüelta [Id. 4/216]

schwingu, V. intr.; [Id. 9/1973]

schwiinu, V. intr.; 1. schweinen, etwas beschmutzen; 2. Schleimabsonderung bei trächtigen Kühen, die die Gefahr einer Fehlgeburt anzeigen [Id. 9/1909]

Schwiinund, N. m. Schwindsucht [Id. 9/1918]

Schwiischnurrli, N. n; Schweineschnautze (Gericht)

Schwiischwanz, N. m; Schweineschwanz (Gericht)

Schwiistall, N. m; Schweinestall

Schwiistija, N. f; Schweinestall

Schwiisuww, N. n.: schweinischer Mensch, die Verdoppelung schwii wird hier als Verstärkung gebrauch: du bist eine schweinische Sau!

Schwiitiri, N. f; Schweinetüre

Schwiitrogg, N. m; Futtertrog für Schweine

Schwiitrooja, N. f.; schmutziges, schmuddeliges, liederliches Weibsbild [Id. 14/718]

schwitzu, V. tr.; schwitzen, transpirieren [Id. 9/2275]; ins Schwitzu cho, ins Schwizen kommen, sich aufregen, ängstigen

Schwunt, N. m; Schwund; beim Blockbau

volmar.schmid@bluewin.ch +4127 923 93 35 / +4179 753 49 84

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