volmar.schmid@bluewin.ch +4127 923 93 35 / +4179 753 49 84

  • Facebook Social Icon
  • Twitter Social Icon
  • LinkedIn Social Icon

©2019 by www.walliserdialekt.ch. Proudly created with Wix.com

N

Nabul, N. m.; Nabel, Geburtsnarbe der Nabelschnur [Id. 4/631]

Nabilbruch, N. m.; Nabelbruch [Id. vgl. 5/381]

Nabilschnüer, N. f.; Nabelschnur

Näbustuba, N. f; Nebenstube, Kammer

Nachtgschirr, N. n; Nachtkrug

Nachthafo, N. m; Nachtkrug

Nachttisch, N. m.; Nachttisch

Nacko, N. m.; Nacken bei Mensch und Tier [Id. I/164 und 4/713]

Nagil, N. m.; Nagel 1. Metallstift; 2. Finger-  oder Füessnagil  [Id. 4/682]

Nagilschmitta, N. f.; Nagelschmiede [Id. 9/1033]

Napf, N. m.; 1. Napf, Hohlgefäss aus Holz; 2. Hohlmass für Getreide, ca. der Zehntel eines Fischels = Fischji [Id. 4/774; IA II/1976, 36]

Näpper, N. m.; siehe auch Gnäpper; Name für eine Kuh, deren Hörner nach auswärts streben, vgl. auch Spiess [Id. 4/771]

naaposchu, V. intr.; nachforschen, zweifelnd untersuchen [F. I.]

Narr, N. m.; 1.Narr [Id. 4/777]; 2. starrkrampfähnlicher Zustand, Hexenschuss

Narruvolch, N. n.; Narrenvolk; minderbemittelte Gesellschaft,

Narruhüss, N. n; Narren-, Irrenhaus

Nasa, N. f.; Nase [Id. 4/794]

Näscht, N. n; Bett

naaschaaltu, V. tr.; Holz nachlegen, nachschieben, Holz ins brennende Feuer legen; jetz ischt ds Fiir üssggangu, ich ha vergässu naazschaaltu, jetzt ist das Feuer eingegangen, ich habe vergessen Holz nachzulegen [Id 8/717]

Nasuloch, N. n.; Nasenloch [Id. 3/1035]

Nässja, N. f.; Nessel, Brennnessel [Id. 4/793]

Naatagg, N. m.; 1. nacht Tag, der folgende Tag; 2. Kater [Id. 12/949]

Natuursteimüüra, N. f.; Natursteinmauer, aus ungebrochenen Steinen, im Ggs. zur Ziegel- oder Kunsteinmauer

natwärisch, Adv.; quer [IA, I/1976, 39]

Natwärischpfiiffa, N. f.; Querflöte, spezielle Querflöte aus Holz, die zum Trommelspiel gespielt wird [IA, I/1976, 39]

nätzu, V. tr.; netzen, benetzen

neitu, V. intr.; nicken, dösen, vgl. auch erneitu [Id. 4/851]; vgl. auch: schlaafu, liggu, liwwe, hörnlinu,  tosu, inicku

Neeschschi, N. n; vgl. Nooss; 1. Ziege; 2. Schimpfname [Id.vgl. Nooss 4/818]

neitu; V. int. einnicken; die Augen im Schlaf schliessen und mit dem Kopf immer weiter nach unten senken, nach einem Momen im Aufwachen wird er ruckartig gehoben, und dann beginnts von neuem.

Niela, N. f.; Waldrebe (Clematis vitalba), auch Iela; dürre Waldrebenstauden wurden von den Knabe gerne als Zigarettenersatz gerauch, das biss grauenhaft auf der Zunge und vielen wurde schlecht davon; hescht wider amaal Niela gröückt, hast du wieder mal "Niela" geraucht; früher brauchte man die Fasern der Waldrebe als Folluschöüb, d.h. als Filtermaterial zum sieben der Milch [Id. 4/715; IA, I/1983, 37]

Niesch, N. m; Leck-, Futtertrog

Nieschscha, N. f; Leck-, Futtertrog

Niidilchella, N. f; Rahmschöpfkelle, [Id. 3/201]

Niggil; N. m.; Schmutzfink, meist mit der Verstärkung. Sauniggil [Id. 4/705]

Niri, N. n; Tollpatsch, Trottel, Schimpf- und Kosewort, vgl. Nool

Nischiller, N. m.; Trödler; Mensch, der langsam, nicht zielgerichtet und speditiv arbeitet; das ischt an furchtbare Nischiller, so chome wier nie fertig, das ein furchbar trödelhafter Mensch, so werden wir nie fertig [IA, I/1982, 35]

Niwo, N. n; Wasserwaage, von fr. niveau

Niwwbuww, N. m; Neubau

noggillu, V. intr.; wackeln, der Tisch noggilot, der Tisch wackelt [Id. 4/710]

Nool, N. m; 1. Narr, Schimpfname; 2.Brotfigur [4/716], vgl. Narr, Tschumpil, Göüch, Niri, Trissil, Eschil, Aff, Kameel

Nooluvolch, N. n.; Narrenvolk, als Gattungsbegriff; Mu selle Nooluvolch nit halpgmachgti Aarbeit zeigu. Man soll Narrenvolk nicht halbfertige Arbeit zeigen. (SV, Sprichwort, 71)

Nootbett, N. n; Notbett

Nooss, N. n.; 1. Stück Vieh, vorallem Rind, Kuh; 2. Schimpfname [Id. 4/818]

Nüet, N. m; Nut

Nussbrot, N. n; Nussbrot, Roggenbrot mit Baumnüssen

Nüüsi, N. n.; Gelenkknöchelchen am Fuss des Rindes [Id. 4/831]

Nussmili, N. f; Nussmühle

Nutzo, N. m.; Nutzen, jährlicher Ertrag der Landwirtschaft [Id. 4/889] vgl. auch Summernutzo