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U

uber, Part. ; 1. über, in horizontaler Richtung; är geit uber uff Vischp, er geht hinüber nach Visp; 2. über, in vertikaler Richtung; das Bild hanget uber dum Ofo,das Bild hängt über dem Ofen  3. ...uber ha, betrunken sein, einen sitzen haben [Id. 1/56]

Uberschlagg, m; 1. Überschlag, Salto, Purzelbaum; 3. vorläufige, provisorische Bereichnung; 2. Überschlag, Dachscheitelschutz [Id. 9/201]

uberträägu, V. tr.; 1. übertragen; 2. über den Geburtstermin hinaus 'tragend' sein [Id. 14/481]

Üex, N. s.; Achselhöhle, Achsel, jdm unners Üex griffu, jemandem unter die Achseln greifen [Id. 1/77]

üffbrootu, V, tr. Sw; broten, Brote formen[Id. ùsbroten, 5/990

üfflänzu, F. tr. aufhetzen, aufwiegeln [Id. vgl. länzu 3/1346]

üffhälfu, V. intr.; aufhelfen, jdm beim Aufstehen helfen; im übertragenen Sinne aber auch jdm finanziell unterstützen, ihm auf die "Beine helfen" [Id. 2/1192]

üffnä, V. tr.; 1. aufnehmen; 2. bei Kühen trächtig werden [Id. 4/736]

Üffrooscht, N. m; Giebelwand, Balkenriss

umenant, umenandre, Adv. 1. herum; 2. zusammen mit Verben als Verstärkung: a) mit dem Verb "sein": umenandre sii, da sein, vorhanden sein, präsent sein; b) mit anderen Verben drück es meistens eine Ziellosigkeit aus: aa) umenandrelöüffu, -seklu, -irru, -sirmjigu, -grittu, ziellos herumlaufen, - rennen, -irren, trödeln; ab) oder umenandrefrigju, ziellos werken, handeln; -taapu, tätscheln, betätscheln (was wiederum sehr planvoll ziellos sein kann); -baschtlu, herumbasteln [Id. 1/306]

umenandrebaschtlu, V. intr.; herumbasteln vgl. o. umenant

umenandrebriele, V. intr.; herumschreien vgl. o. umenant

umenandrechlättru, V. intr.; herumklettern vgl. o. umenant

umenandreergru, V. intr.; herumärgern vgl. o. umenant

umenandredoktru, V. intr.; herumdoktern vgl. o. umenant

umenandredreeju, V. intr.; herumdrehen vgl. o. umenant

umenandreringgilu, V. intr. drehen, wenden, schütteln z.B. wenn man ein Türschloss nicht öffnen kann  [Id. 6/1128]

unenandretricku, V. intr.; herumdrücken vgl. o. umenant

umenandrefaaru, V. intr.; herumfahren vgl. o. umenant

umenandrefingerlinu, V. intr.; etwas ungeschickt betasten, herumfingern vgl. o. umenant

umenandrefleigu, V. intr.; herumfliegen vgl. o. umenant

umenandrefreege, V. intr.; herumfragen vgl. o. umenant

umenandrefrigju, V. intr.; ziellos werken, handeln vgl. o. umenant

umenandregaa, V. intr.; herumgehen vgl. o. umenant

umenandregeischtru; V. intr.; herumgeistern vgl. o. umenant

umenandregrittu, V. intr.; 1. mit gespreizten Beinen herumlaufen 2. im Wege stehen, unbeholfen Arbeiten; äss tüet numma umenandregrittu, er läuft (bei der Arbeit) nur störend herum [Id. 2/827]

umanandreirru, V. intr.; herumirren vgl. o. umenant

umenandrelöüffu, V. intr.; herumlaufen vgl. o. umenant

umenandreliggu, V. intr.; unaufgeräumt herumliegen vgl. o. umenant

umenandreraatu, V. intr.; herumraten vgl. o. umenant

umenandrereisu, V. intr.; herumreisen vgl. o. umenant

umenandreriitu, V. intr.; herumreiten, uff eppis umenandreriitu, auf etwas herumreiten, stur bleiben, bei der Sache bleiben vgl. o. umenant

umenandrerutschu, V. intr.; herumrutschen vgl. o. umenant

umenandreschliichu, V. intr.; herumschleichen vgl. o. umenant

umenandresecklu, V. intr.; herumlaufen [vgl. Id. 7/675], dazu gehören: absecklu, weglaufen; secklu, laufen, versecklu, betrügen, hintergehen

umenandreschnuru, V. intr.; herumerzählen, verraten, Gerüchte in die Welt setzen;tüe nit a soo tum umenandreschnuru, tratsche nicht so blöd in der Gegend rum [Id. 9/1279]

umenandretaapu, V. intr.; tätscheln, grapschen vgl. o. umenant

umheichu, V. tr.; umhängen [Id. 2/1444]

Umperrang, N. m.; Mühe, Aufwand, Belastung, Mehrarbeit; di Aarbeit git vill z vill Umperang, diese Arbeit gibt viel zu viel Mühe [Gr. 210]

Unders, N. m; Streich beim "Howwu" mit dem die untere Schicht des Humus gewendet wird [IA, I/1976, 39]

ungmei, Adv. schlechtes, böses, Ungmeinsch tüe, schlechtes tun, wird oft mit "nit" als Charakterisierung im Sinne von "harmlos" gebraucht; äär tüet nit Ungmeinsch, er ist ein ruhiger, bedächtiger Mensch, nicht gemein,  [Gr. 211]

unnambrüeche, Adv.; von unten herauf [IA, I/1976, 39]

Unnerbuww, N. m; Unterbau

Unnerlatt, N. n; schmale Dachquerlatten

Unnerschlacht, N. f; Trennwand, Zwischenscheidewand

Unnerschlaggmili, N. f; Unterschlagmühle

Unnertach, N. n; Estrich

Unnertachbodo, N. m; Estrichfussboden

Unnertachtiri, N. f; Estrichtüre

Unnertirner, N. m; Türschwelle [Id. 13/1410]

ungheilt, Adj.; 1. nicht geheilt; 2. unkastriert

unnitz, Adj.; unnütz, klein, gering [Id. 4/888; IA II/1976, 36]

Unnutz, N. m.; eine Sache, ein Wert, die/der zu nichts zu gebrauchen ist [Id. 4/891], N. s.; der unnütze Mensch, einen Mann, eine Sache, die zu nichts zu gebrauchen ist.

unnuni, Adv.; unten, Subst. 1. Etage

untriww, Adj.; 1. untreu; 2. schlecht, untriwwi Aarbeit = Pfusch [IA II/1976, 35]

Üöggs, N. n. Achselhöhle [Id. 1/77]

uriewig, Adj.; 1. unruhig; 2. der Kuh brünstig [Id. 6/1907]

üsa, üssa, Adv.; aus, heraus, je nach Satzstellung mit weichem "s"; das bringi nit üsa, das finde ich nicht heraus, oder üssa!, heraus jetzt (z.B. aufstehen!) [Id. 2/1338]

Üssbuww, N. m; Ausbau

Üssdach, N. n; Überschlag, Dachscheitelschutz

üssgrabu, V, tr; ausgraben

üssmaargillu, V. tr.; abzeichnen, nachformen, vgl. maargillu, abzeichne der Konturen z.B. bei engen Kleider; di änggu Hose tient der ds Fittlo richtig üssmaargillu, die engen Hosen zeichnen deinen Arsch so richtig ab, da bleibt nichts verborgen.

Üsstag, N. m.; Frühling; im Üsstag grienet alles wider, im Frühling grünt alles wieder [Id. 12/816]

üsstenglu, V. tr.; (aus)schimpfen, lärmen [vgl. Id. tengelen, 13/465; IA, I/1977, 41] vermutlich kommt dieses Wort von "dengeln" = die Sense schärfen; das Dengeln hört man weithin und so ist es wahrscheinlich aus, wenn man jemand laut ausschimpft, schi heint nu üssgitenglot, sie haben ihn ausgeschimpft.

üssstrecku, V. tr.; ausstrecken, d Fiili üssstrecku, sich aus dem Schlafe strecken und recken, die Müdigkeit abschütteln [Id. 14/766]

Üsstritt, N. m; Laube, Treppenvorbau

Üssupoort, N. f; Aussentüre, Eingangstüre

Üter, N. n.; Euter, Kuheuter [Id. 1/606]

Ütergleich, N. n.; Eutergelenk [Id. 2/592]

uwaatli, Adv, grobschlächtig, ungesittet, unanständig tun, an uwaatliche Gsell; ein grober Kerl [Id. 16/2204]

Üex, N. s.; Achselhöhle, Achsel, jdm unners Üex griffu, jemandem unter die Achseln greifen, helfen [Id. 1/77]