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E

vgl. auch A; Engerling > Ängerling, emüff, zurück hinauf, > amüff...

Suchtipp: spiele immer die ganze Vokalpalette: a,e,i,o,u durch!

e(m), Pa.; an, ein in Zss.: ema, wieder dran; emaal, einmal; emab, hinunter; embitz, ein wenig...

ee, Adv.; 1. eher, bevor; 2. "pass auf!" Warnung [Id. 1/10]

eed, Adj.; öde, langweilig [Id. 1/96]

Eedi, N. f.; 1. Öde, Wildnis; 2. Gefühl der Leere, Schwäche im Magen [Id. 1/97]

egu, V. tr.; bedrochen, mit der Faust drochen, vgl. auch eschu [Id. 1/142]

Eebri, N. f.; apere, schneefreie Stelle [Id. 1/40]

Eija, N. f.; Gelände an einem Gewässer, wasserreiche Ebene an einem See, auch überhaupt sumpfige Wiese [Id. 1/5] häufiger Flurnamen: Grooss-, Wier-, Burgereija in der Nähe von Baltschieder oder sogar ein Autobahnrastplatz bei Turtmann heisst Maartischeiju (die Endung ist hier wie in Turmann üblich auf "u"), Werlen, 2/50

Eeländ, N. n.; 1. Elend; 2. tiefe Trunkenheit, ds süüffunt Eländ [Id. 1/177]

Eeländi, N. f.; Schwäche, Magerkeit [Id. 1/178]

elf, Num.; elf [Id. 1/283], Sprachatlas

Eeli, N. n, vgl. auch Ääli; Ähre [IA II/1976, 35; Id. 1/3]

elu, V. tr.; ölen [Id. 1/182]

eemju, V. intr.; jammern; Das Wort fehlt in dieser Variante im Idiotikon, es gehört aber sicher zu Aamer, Äämer, siehe https://digital.idiotikon.ch/p/lem/103014, bzw. aamere, äämere (https://digital.idiotikon.ch/p/lem/103015). [Gr. 63]

eender, Adv.; eher vgl. ee, eenner [Id. 1/10]

eenscht, Adv.; ehestens

epper, Indefinitpron., jemand, Sprachatlas

eppis, Indefinitpron., etwas  [Id. 1/595], Sprachatlas

Eer, N. f.; Ehre [Id. 1/389]

Eeresei, N. n.; grosse Perle zwischen zwei Absätzen im Rosenkranz, Sprachatlas

eerlich, Adj.; ehrlich

eerscht, Zahlw.; erst [Id. 1/470]

Eeschrete, N. (f.) Pl.; Sammelbegriff für Rückstände beim Kornwannen (säubern des Korns) bestehend aus Miischogagla = Mäusekot, Ratto = Mohnsamen etc. [IA II/1976, 33]

eewig, Adj.; ewig

Eewigkeit, N. f.; Ewigkeit

Effäckt, N. m.; Effekt

egaal, Adj.; egal

Egg, N. n.; Ecke [Id. 1/155]

Egga, N. f.; 1. Ecke; 2. Egge, Ackergerät, das wurde aber am Berg nicht verwendet, das Wort komm nur in der Talebene vor, Sprachatlas

Eggbäich, m; Eckbank [Id. 1/249; Gr 15,; vgl. Bank, Id. 4/1384]

eggballu, V. intr.; Eckball spielen

Eggball, N. n; Eckball, baseballähnliches Spiel mit einem Tennisball

Egga, N. f; Ecke und Egge [Id. 1/142]

Eggbäich, N. m.; Eckbank [Id. vg. Bank 4/1380]

Eggigi Büüsa, N. f.; Ährige Edelraute, Genepi

eggu, V, tr; eggen, den Acker nach dem Pflügen glätten, die Erdknolle zerkleinern, mit der Egge fahren [Id. 1/142], mehr

Egger, N. m; 1. Eckstein in einer Mauer; 2. eigenartiger Mensch; 3. Bewohner des Weilers Eggen ob Eggerberg [Id. 1/159]

eigilli, Adj.; 1. eigen, seltsam; 2. pedantisch, genau [Id. 1/146]

ei, Zahlw.; ein, vgl. eis in: eibeinigs, einbeinig, eihändig, einhändig; eiditigs, eindeutig

Eierschwamm, N. m.; Eierschwamm, Pfifferling [Id. 9/1871]

Eigi, N. f.; Eigenheit, Einmaligkeit [Gr. 64]

eigilli, Adj.; 1. eigen, eigenartig, speziell; 2. pedantisch, genau [vgl. Id. 1/145; IA, I/1976, 39], vgl. eigulli, eiguntli

Eigulop, N. s.; Eigenlob; Eigulop stiicht, Eigenlob stinkt, d.h. wer sich selber lobt, wirkt suspekt

Eigusinn, N. m.; Eigensinn

eigusinnig, Adj.; eigensinnig [Id. 7/1070]

Eigutumm, N. n.; Eigentum [Id. 1/148]

Eihoori, N. n.; Einhorn, Kuh mit nur einem Horn [Id. 2/1620]

Eija, N. f.: Eye; Flurname: Eye, Au; Gelände an einem Wasser: Groosseija, Wolfseija, Rundeija. [(631/127), Id. 1/18]

Eijer, N. n.; Ei [Id. 1/13]

Eijertätsch, N. m.;  Masse zerbrochener Eier, Eiergericht [Id. 13/2135]    

Eimer, N. m; 1. Eimer, Kessel [Id. 1/221]; 2.  Melkgeschirr, vgl. Synonyma: Mälchzuber (Goms); Zidella (Saas); Mälchgschirr (Zermatt); Mälcheimer (Ausserberg); Zuber (Lötschen); Eimer (Leuk); Sprachatlas

Eimreta, N. f.; Menge, ein Eimer voll

Enderlöüber, N. m.; in Ausserberg wurde die Wendung, "welle wer Enderlöüber machu" benutzt  um ein Rennen zu machen, Enderlöüber machu heisst also, sehen wer schneller ist.

einersitsch, Pa.; einerseits [Id. 7/1462]

einig, Adj.; einig [Id. 1/279]

einsch,  eins; Wortteil für: einschmaalu, einschwiilu [Id. 1/284]

einuwägg, Pa.; sowieso, ohnehin [Id. 15/870]

eis, Num.; eins, einmal; in Zss. eistagsch, eines Tages; eismalsch, einmal; eiswäggsch, sofort

eischirig, Adj.; linkisch, unbeholfen [Id. 8/1144]

Eischirigi, N. f.; Unbeholfenheit, Eigenbrötlertum

Eischter, N. f.; Elster [Id. 1/125]; Eischter (Goms); Agarscht (Ausserberg); Agrätschu (Leuk), vgl. Sprachatlas, Liste der Synonyma

eismaal, Num.; einmal

Eiss, N. m.; Furunkel, Eiterbeutel [Id. 1/530], Sprachatlas

eiswäggsch, Adv. sofort, unverzüglich [Id. 15/870]

Eiter, N. n.; Eiter [Id. 1/602]

eitru, V. tr.; eitern

ecklu, V. intr.; ekeln

Ell, N. n; Öl

Ellmili, n; Ölmühle

Eltru, N. Pl.; Eltern [Id. 1/206]

Eltrubett, N. n; Elternbett; Hochbett

Eltruhüss, N. n; Elternhaus

elu, gelot, V. tr.; ölen, d Angle elu, die Türangeln ölen [Id. 1/182]

eelu, V. tr.; necken, plagen, äss tüet mi züe eelu, es neckt mich ständig [IA, I/1979, 34]

em, Pa,; an im oberen Teil des Wallis (vgl. Richtungsadverbien) in Zss.: amuber, zurück; amüff, wieder hinauf...

emma, Adv. 1. wenigstens, immerhin; 2. einst, einmal [Id. 4/145]

emi, Adv.; hinein (wieder) [Gr. 65]: emibrüüchu, wieder benutzen; emiche, wieder herunter; emigaa, hineingehen; emiheichu, wieder zurückhängen; emileschu, zurückeleeren; emireisu, einrenken; emitüe, zurücklegen...

emmal, Pa.; wenigstens, doch, immerhin [Id. 4/145.4]

empfänggu, V. tr.; anzünden [Gr. 66]

Empfindlichi, N. f.; Empfindlichkeit [Id. 1/848]

empfinnu, V. intr.; empfinden

Ernergii, N. f.; Ernergie

enärgisch, Adj.; energisch

​​engju, V. intr. etwas hartnäckig erbitten, betteln, zwängen [IA I/1979, 34]

Engländer, N. m.; 1. Engländer; 2. verstellbarer Schraubenschlüssel

eenner, Adv.; eher, früher, är chunt eenner, wan i gmeint ha, er kommt früher als ich gedacht habe [Id. 1/10]

entgeschtu, V. tr.; entstellen, verunstalten; dr Schwiistall tüet ds Hüss furchtbar entgeschtu, der Schweinstall verunstaltet das Haus furchtbar [Id. 2/486]

entlafft, Adj.; "schulterlos", wenn die Schultern bei einer Kuh zu weit auseinanderstehen; soll eine Zeichen für Alter oder Müdigkeit sein [Rübel, 18]

entlinu, Adj.; auch, antlinu, weich, aufgetaut [S.F.]

Epfil, N. m; Apfel [Id. 1/365], Sprachatlas

Epfilti, N. n.; Äpfelchen, Sprachatlas

Epfilbuschi, N. n.; Apfelkerngehäuse, vgl. auch Epfilbätschi oder auch Bätschgi, Sprachatlas

Epfilbätschgi, N. n.; Apfelkerngäuse, Apfelabfall [Id. 4/2037]

Epfilchüechji, N. n.; Apfelküchlein

Epfilputsch, N. m.; Apfelmost, Sprachatlas

Epfilschnaps, N. m; Apfelschnaps

Epfilschnitz, N. m; Apfelschnitz, Dörrapfel

epper, Adv.; jemand, irgend wer [Gr. 68]

eppis, Adv. etwas (Id. 1/595] vgl. appas [Id. 1/595] vgl. eppis (Goms), eppis (Saas), appas (Zermatt); appas (Ausserberg); appa (Lötschen); eppis (Leuk) auch: eswass (Saas); äswass (Ausserberg); vgl. Sprachatlas, Liste der Synonyma

er vgl. ar.. erbäärmlich > arbäärmlich; arwitschu > erwitschu

erbättu, V. tr.; erbeten

erblindu, V. intr.; erblinden

eräffu, V. intr.; zornig werden: daa bin i grad eräffet, da bin ich plötzlich zornig geworden  [Id. 1/102; AI II/1977, 26]

eraarne, V. intr.; etwas mühsam erarbeiten, böse Vergeltung, erwarten, das müess i de aber wider eraarne, das bekomme ich dann wieder vergolten [Id. 1/460; IA, I/1979, 34]

Erb, N. n.; Erbe; Flurname: Erbschaft, Erb [(633/128), Id. 1/427], Werlen, 2/73

erbrääwu, V. intr.; leicht bewegen, verändern (von Gegenständen und Lebewesen):ds Chalbji het schi sit dum Herbscht nit erbrääwt, das Kälblein hat sich seit dem Herbst nicht verändert [Id 5/1032c; IA, II/1977, 26]

erchirnu, V. intr.; verschlucken [Id. 3/469]

erchlipfu, V. tr.; jemanden Angst machen; ich ha miine Brüder erchlipft, ich habe meinen Bruder erschreckt; aber verchlipfu, V. tr. miine Brüeder ischt verchlipft, mein Bruder ist erschrocken [Id. 3/683; IA, I/1978, 40] vgl. pliiggu

erchlupfig, Ad.; schreckhaft [Id. vgl. 3/683]

erchorru, V. tr.; büssen, entgelten [Gr. 69]

erez, Adj. erzern, aus Erz, Gusseisen [Id. 1/406]

Erez; N. n.; Erz; Flurname: Ärez, Erez, von Erz ehern, dieser Flurname muss einen erzhaltigen, bräunlich, rostigen Boden bezeichnen. [(624/124) ld. 1/406/498], Werlen, 2/75

Erezhafo, N. m.; Erzhafen, kleinere Häfen wurden aus Erz gegossen (Gusseisen) und nach dem Material bezeichnet, grössere aus Kupfer geschmiedet = Chessi, also: < Prunzji, Erezhafo, Chessi [Id. 2/1011]

erfallu, V. intr.;  zu Tode stürzen von "fallen" [Id. 1/759; IA, I/1977, 41]

erfellu,  V. tr.; jemanden zu Fall bringen, abstürzen lassen; von "fällen" [IA, I/1977, 41]

ergää, V. reflexiv; sich ergeben; 1. aufhören: är het schi ergää, er hat aufgehört, versucht nicht mehr weiter (eine Aufgabe, ein Problem zu lösen) 2. erinnern: ich mag mi ergää; ich kann mich erinnern [Id. 2/83,7]

ergaalte, V. intr.; keine Milch mehr geben, die Milch abstellen [Id. 2/237]

ergangu, -ne, -u, V. tr.; brach liegend, von vergehen [Id. vgl. vergaa 2/27]  der Wildnis überlassen, verwildert,  In Findlu ob Zermatt geseet mu no hiitu, a schupp ergangni Ächer. In Findeln oberhalb von Zermatt sieht man noch heute viele verwilderte Äcker

Erger, N. m.; Ärger

ergerli, Adj.; ärgerlich [Id. 1/446]

Ergernuss, N. m.; Ärgerniss, Problem [Id. 1/446]

ergerru, V. tr.; ärgern, [Id. 1/446]

erggöüschtru, V. vgl. erggöüschtru; tr.; aufschrecken, durchwühlen (Haare), handgreiflich zurechtweisen, der Vatter het iisch verwitscht, dernaa het är iisch rächt argöüschtrot, der Vater hat uns erwischt, danach hat er uns massiv zurechtgewiesen, an den Haaren gezogen [Id. vgl. ergalsteren, 2/234; Gr. 69]

erggu, V. tr.; durch ein Geräusch, Kreischen hevorgerufenes Erschaudern, das erggot mi, dieses Geräusch erschaudert mich [Id. 1/499 ; IA, I/1979, 34]

erhäschju, V. tr.; 1. beschimpfen, ausschimpfen; 2. geschwätzig unterhalten

erheischu, V. tr.; erbetteln, verlangen [Id. 2/1756]

erlädrot, Adj.; sehr müde sein [AI, I/1983, 38]

erlädru, V. tr.; ermüden, müde machen; intr. sehr müde sein [AI, I/1983, 38]

erlindu, auch arlindu, V. intr.; weich werden, auftauen [Id. 3/1318] Adj. antlinu

erliwwu, auch arliwwe, V. intr.; ausruhen, vgl. hirme [Id. vgl. "lüwen" 3/1545]

Ermil, N. m.; vgl. Ärmil; Ärmel [Id. 1/458], Sprachatlas

Ermilstoossji, N. n.; Pulswärmer, Sprachatlas

ermiecku, V. tr. und intr.; ermüden, bi discher Aarbeit han i mi schreckli ermieckt, d Aarbeit het mi ermieckt, bei dieser Arbeit bin ich schrecklich müde geworden, diese Arbeit hat mich ermüdet [IA, I/1979, 34]

erneitu, V. intr.; einnicken, dössen [Id. 4/851]

erniessu, V. intr.; niesen [Id. 4/817]

erpu, V. tr.; erben [Id. 1/128]

Eerschtmälcha, N. f.; Erstmelke, Kuh nach dem ersten Kalbern [Rübel, S. 23]

Eerschterli, N. n.; Erstmelke, Kuh nach dem ersten Kalbern [Rübel, S. 23]

ertädre, V. intr.; erschrecken, ich bi furchtbar ertädrot, ich bin furchtbar erschrocken [Id. 8/2052; vgl. auch vertätteren, IA, I/1979, 34]

erteipu, V. tr.; ertauben, beleidigen, jmd. böse machen, mit dem Woort han i ds Chrischti fuchtbar erteipt, mit diesem Worte habe ich Christian furchtbar beleidigt und damit wütend gemacht [Id. 12/90; IA, I/1979, 34]

erteppu, V. tr.; leicht heizen, hiitu han du Ofo nummu erteppt, heute habe ich den Ofen nur leicht eingeheizt [IA, I/1979, 34]

ertischlu, V. tr. aktiv; jemanden bewusstlos schlagen; intr. passiv; bewusstlos werden, in Ohnmacht fallen; ich ha soo der Grint agschlagu, dass i grad ertischlot bi, ich habe so den Kopf angeschlagen, dass ich für einen Moment das Bewusstsein verlor [Id. vgl. tüschel, 13/1965; IA I/1983, 35]

ertöubu, V. intr.; 1. böse werden (bei Mensch und Tier); 2. anschwellen, über die Ufer treten (Wildbach) [Id. 12/90; IA, I/1976, 38]

erträägu, V. intr.; ertragen, aushalten [Id. 14/1506]

ertreellu, V. tr.; fallen, abstürzen lassen; ich ha ds Chalp ertreelt, ich liess das Kalb  (fallen) abstürzen  [Id. 14/923 c)]

erwachu, V. intr.; erwachen [Id. 15/194] vgl. arwachu

erwäntu, V. tr.; 1. in den Äckern und Reben die Erde wieder nach oben tragen; 2. eine Schaf- oder Ziegenherde auflösen [Id. 16/422]

erwellu, V. tr.; erhitzen, sieden, aufsieden [Id. 15/1149]

Esch, N. m.; Esche; Flurname:  häufig werden Flurnamen nach der Bewachsung, dem Baumbestand benannt: Esch, Birch, Lärch, Teel (s .d.).

[(633/123) Id. 1/568; Zinsli, NG S. 563], Werlen, 2/84

eschig, Adj.; eschern, aus Eschenholz [Id. 1/568]

Eschjigi, N. f.; Schmollen

eschjigs, Adj.; schmollend

Eschil, N. m.; 1. Esel [Id. 1/514] 2. für das Schimpfwort "Dumkopf" gebrauchen auch wir "Esil": wele Esil, welch ein Dummkopf, vgl. s > sch im Umfeld von "i"

3. Dreispitz, Gerät zum Beladen des Rückentragkorbs, Dreifuss, ein bewegliches Gestell aus 3 Latten, das aufs Feld mitgetragen wird, um beim Aufladen des Düngers den Tragkorb darauf zu stellen [Id. 10/696]; Grieggi (Zermatt), Eschil (Ausserberg, Leuk), Gschtell (Lötschen); Sprachatlas, vgl. Liste der Synonyma

Eschilti, N. f.; Bremse, Rinderbremse, dum Vee di Bräme werru, dem Vieh die Bremsen wehren [Id. 5/615], kleine Bremse: Walli (Vispertal); Eschilti (Goms); Brämi (Ausserberg); Biezi (Leuk), vgl. Sprachatlas, Liste der Synonyma

Eschiloori, N. n.; Eselsohr [Id. 1/414]

eschlu, V. intr.; vgl. auch eschju; schmollen [Id. 1/521]

eschtimierru, V. tr.; achten, schätzen [Id. 1/578]

ässu, V. tr.; essen [Id. 1/521] vgl. auch, bissu, chnoschlu, frässu, fuudu, ischiebu, habru

eswaa, Part., Lokaladverb; irgendwo, ich ha miini Üür eswaa verlooru, ich habe meine Uhr irgendwo verlohren [Id. vgl. etwar, 1/594]

Etaaschubett, N. n; Etagenbett

Eternit, N. n; Eternit

etlis, Pron.; jemand, irgendwer [Id. 1/590; IA, I/1976, 39]

Ettro, Ettra, N. m.; Onkel [Id. 1/586; IA, I/1976, 39], vgl. heute Onkil,  Sprachwandel, Merzahl: Ettermänner

Etzi, N. f.; Futterportion der Kühe, Tagesweidefläche [Id. 1/629]

Etzpoort, f; Heuraumtüre, Scheunentüre

Etztiri, f; Heuraumtüre, Scheunentüre

etzu, V. tr.; ans Vieh verfüttern, brauchen, nutzen [Id. 1/627]

Etzweit, N. f;Weide, Kuhweide

Euter vgl.  Üter

eww, Pron.; euch [Id. 1/74], Sprachatlas

ewws, ewwers, Possesivpron. euer [Id. 1/618], Sprachatlas

ewentwell; Adj.; vielleicht, eventuell [Gr. 74]

exakt. Adj.; genau, sorgfältig [Id. 1/621]

Exakti, N. f.; Genauigkeit

Exerziizie, N. f.; nur im Pl. Exerzizien

explodierru, V. intr.; explodieren

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Efeu, Äblöüp

Eidechse, Lattüech (Goms, Saas), Lattüechji (Zermatt, Ausserberg), Dachlatta (Lötschen), Häärleischa (Leuk),  Sprachatlas VI/248

Elster, Eischter (Goms), Agarscht (Ausserberg), Agrätschu (Leuk), Sprachatlas VI/254

Empore, Orgele, Orgilaa, (Goms, Saas, Zermatt), Löba, (Ausserberg, Leuk), Portaal (Lötschen), Sprachatlas V/41

Entlassung aus dem Militär, Abgä

entzwei, abanandre

etwas, eppis, appas, aswass, äswass, appa, Sprachatlas III/226

essen, ässu, frässu, pioschschuu, piggu, habru, ihannu, chnoschlu, züeschlaa

Impressum: Volmar Schmid, Furkastrasse 26, CH-3900 Brig

volmar.schmid@bluewin.ch +4127 923 93 35 / +4179 753 49 84

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Quellen: Nacherzählt von Volmar Schmid nach: Illustrierte Walliser Sagen. Wilhelm Ebener. Rotten Verlag, Visp, 1995, 3. Aufl. 2008,  Deutsche Volkssagen. Hg. v. Leander Petzoldt. München 1978. Sagen der Schweiz. WALLIS. Hrgs. Peter Keckeis, Sonderausgabe für ZAP, 1998 by Limmat Verlag, Zürich. Historischer Verein von Oberwallis. Walliser Sagen. Bd 1 + 2 Moritz Tscheinen und Peter Ruppen. Faksimilie, DOGMA, Bremen, 2013. Guntern, Josef: Volkserzählungen aus dem Oberwallis. Krebs, Basel, 1987. Biffiger Walser Ursula: Bergmütter, Quellfrauen, Spinnerinen. Sagen und Geschichten aus dem Wallis. Hier und Jetzt, Zürich 2021

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