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... und am siebten sollst du ruhn! Homage an unsere Mütter

Aktualisiert: Apr 23

Bild und Geschichte 23


Als Hausfrau und Mutter, Hirtin und Heuerin, in Kaderfunktionen und als Krankenschwester, gab es damals die Möglichkeit des «Outsourcen» nicht: in der Bibel heisst es: «… und am siebten Tage sollst du ruhn!», für meine Mutter hiess das an einem Maiensonntag: Aufstehen, Vieh füttern, Melken, Kinder wecken und bereitmachen, in die Kirche zur Kommunion, nach Hause und Frühstück, Braten vorbereiten, in die Kirche zur Messe, nach Hause, Mittag vorbereiten, Mittagessen, Geschirr räumen, in die Kirche zur Vesper, mit den Kindern Spazieren, nach Hause Besuch empfangen, Freundschaft pflegen, in die Kirche zur Maiandacht, Vieh Tränken, Füttern, Melken, Abendessen, Kinder stallen und die kommenden Arbeitstage vorbereiten; da man ja am Sonntag nicht arbeiten durfte; musste das Waschen, Flicken, Nähen, Stricken, Häkeln, Plätten, Pflegen, Heuen, Wimden, Kornschneiden, Mist tragen, Ernten, Sammeln, Einmachen, Dörren, Sterilisieren, Salzen, Wursten, Putzen, Fegen, Hämmern auf den Werktag verschoben werden.

(Auszug aus dem Nachruf an meine Mutter, Nov. 2019)

Bildquelle: Nach Edelbert Kummer stammt das Bild aus der Sammlung von Ernst Brunner und zeigt Frau Ida Berchtold aus Ried-Mörel


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