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Mit dum Groovatter Häärpfil stecku!

Bild und Geschichte


Wir befinden uns Ende der 1950er Jahre in der Biina in der Grooseija in Baltschieder. Ich helfe meinen Grossvater Häärpfil stecku. Meine Aufgabe ist das Häärpfilzeeterru, also das Gleichmässige verteilen der Saatkartoffeln in der Pflanzrinne. Wir befinden uns hier in der Talebene, darum heisst dieser Acher hier Biina. Und der Arbeitsablauf ist hier etwas anders als am Berg. Die Biina wurde zunächst im Gegensatz zum Howwu am Berg mit einem Maultier gepflügt (die Pflugfurchen sieht man links auf dem Bild, wir arbeiten also von rechts nach links); jetzt legen wir, mein Bruder und ich, die Kartoffeln gleichmässig in einem Fuss Abstand (ca. 30 cm) in der Furche; der Grossvater deckt sie dann mit der Deckhowwu mit ca 15 cm Land zu, das nennt sich Häärpfil decku. Seine Haue hat im Gegensatz zum Berg, wo man am steilen Hang dem Boden viel näher ist und sich weniger tief bücken muss, einen langen Stiel. Interessant ist noch die Arbeitskleidung der damaligen Zeit; man hat sich nicht für die schmutzigen Arbeiten umgezogen, man hat einfach Überkleider angezogen und so sehen wir den Grossvater mit runtergerutschten Uberhose an der Arbeit. Gürtel und Hosenträger hat man nur für die ordentlichen Hosen. Als dann in den 90ern diese Tragart Mode wurde und mein Sohn mit bis fast auf die Knie runtergerutschten Hosen herumlief, hat mich das weit mehr gestört.

Bürchen, 30. 3. 20

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Wie appa in alle Deerfjinu heint öü d jungu Liit va Saniglaas gääru gitanzot. Aber we? Ja, dss Faschnachtu heintsch ei und asie öü zwei Nächt derfu tanzu, aber das het numma grad di Wietschi gsteert.

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